GSM

Global System for Mobile Communications = globales System für mobile Kommunikation. GSM ist ein Mobilfunknetzstandard für Telefonie und leitungsvermittelte und paketvermittelte Datenübertragung sowie Kurzmitteilungen  (Short-Message-Service/SMS). GSM ist die technische Grundlage der D- und E-Netze. In der BRD wurde GSM 1992 eingeführt. Weitere Erweiterungen des Standards sind: GPRS, HSCSD und EDGE zur schnelleren Datenübertragung.  Als Frequenzen werden in Europa das 900 MHz und 1800 MHz Band verwendet. In den USA sind es 1900 MHz. Als zugrundeliegende Technologie wird TDMA (Time Division Multiple Access) verwendet. Der  Funkkanal wird in 3 verschiedene Zeiteinheiten dividiert. Dadurch können mehr Daten übertragen werden. Durch Roaming ist man auch im Ausland unter seiner Nummer erreichbar.                                                   
Siehe auch:    HSCSD   UMTS   GPRS   EDGE   

  SMS

Der Short-Message-Service (SMS) ist ein Dienst für Telekommunikation, der vornehmlich für den GSM-Mobilfunk entwickelt wurde. Heute ist die schnelle Nachrichtenübermittlung über die  Mobilfunktechnik von immenser Bedeutung für die Kommunikation. Zur Mobilfunkübertragung werden vorwiegend Handys benutzt, die mit ihren technischen Möglichkeiten einem PC schon  sehr nahe kommen. Smart-Phones, mit eingebautem PDA, sind so leistungsfähig geworden,  dass Büroarbeiten, wie Terminplanung, Kontaktdatenspeicherung, E-Mail- und MMS-Versand erledigt werden können.  Ebenso sind das Surfen im Internet, das Musik-Hören und das Empfangen von Fernsehprogrammen möglich. Integrierte Kameras erlauben sogar Meetings via Videotelefonat.   
Der Short Message Service ist nicht nur ein Dienst zur Übertragung von Nachrichten über den GSM-Mobilfunk, sondern auch über das Festnetz.  Der SMS Dienst wird von jedem grossen Mobilfunk-Provider angeboten. Inzwischen steht SMS für die Nachricht selber und man nennt diese Kommunikation SIMSEN.  Eine Weiterentwicklung ist MMS (Multimedia Messaging Service). Eins SMS Nachricht kostet 3- 19 Cent in Deutschland und ermöglicht auch Premium Dienste. SMS werden auch im Micropayment-Bereich eingesetzt oder bei  Internet Banking und Internet Banking Sicherheit (SMS TAN).  Man kann SMS auch aus dem Internet verschicken durch entsprechende Dienste. Laut Angaben der BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) sollen 2006 etwa 22,5 Milliarden SMS in Deutschland versendet worden sein. 

Übertragungs-Technik
Der SMS-Dienst bedient sich eines Signalisierungs-Kanals der im GSM-Standard definiert ist. Zur Anwendung kommt SDCCH (Stand-alone Dedicated Control Channel) sowie FACCH (Fast Associated Control Channel).  Eine SMS ist auf 160 Zeichen beschränkt da dies die maximale Nutzdatenmenge des Mobile Application Part (MAP) des Signalling System 7 ist.  Das Signalling System 7 beinhaltet einige Protokolle und Verfahren für die Signalisierung in der Telekommunikation u.a. auch dem Mobilfunknetz.  SMS werden über das Short Message Service Center (SMSC) gesendet. Das SMSC ist für die Speicherung und die Auslieferung von Nachrichten des SMS-Dienstes verantwortlich.  Die Nummer des SMSC hat den Aufbau wie eine gewöhnliche Mobilfunknummer (MSISDN = Mobile Subscriber Integrated Services Digital Network Number). Die MSISDN ist im Mobiltelefon hinterlegt.  Die MSU (Message Signal Unit)-Paketgröße kann 272 Oktetts im Signalisierungssystem Nummer 7 nicht überschreiten. Dadurch ist die verfügbare Nutzdatenlänge auf 140 Oktetts beschränkt worden.  Der SMS-Dienst kann sich verschiedener Codierungen bedienen: GSM 7-Bit Codierung oder andere.  So können je nach Codierung verschiedene Anzahlen von Zeichen übertragen werden: 160 GSM 7-Bit Zeichen, 140 8-Bit Zeichen oder 7 16-Bit Zeichen.  Überschreitet eine Nachricht diese Zeichenfolge, z. B. wenn sie aus dem Internet gesendet wird, dann kann sie als Überlange-SMS in mehrere Teile aufgeteilt werden (Concatenated SMS oder Long SMS). Voraussetzung dafür ist, dass der Empfänger die  Nachricht wieder zusammensetzen kann.  Neben der Codierung gibt es auch verschiedene Betriebsmodi: SMS-MO (mobile oriented), SMS-MT (mobile-terminated) und SMS-CB (Cell-Broadcast).  Mit Hilfe eines SMS-Gateway können SMS-Nachrichten mittels anderer Geräte als Mobiltelefone ausgetauscht werden: Web Service nach SMS, HTTP Aufruf nach SMS, SMPP (Short Message Peer to Peer) nach SMS, Jabber nach SMS, E-Mail nach SMS.             
Siehe auch:    MMS   GPRS   HSCSD   

  UMTS

Universal Mobile Telecommunications System. UMTS ist ein Dienst der in Mobilfunknetzen eine besonders schnelle Datenübertragung erlaubt. So ist z. B. Videotelefonie möglich. Weitere Dienste sind:  Nachrichtendienste, Informationsverteilung (Bsp: World Wide Web), Erweiterte Positionsanwendungen, Geschäftsdienste, Massendienste (Bsp: E-Commerce, Bankdienste).                                                       
Siehe auch:    GPRS   GSM   HSCSD   Zertifikatsdienste   

  Unified-Diagnostic-Services

Unified Diagnostic Services ist ein Kommunikationsprotokoll in der Automobile Industry welches alle Steuergeräte der Automobil- Elektronik einheitlich ansprechen und warten soll.  UDS ist in der ISO 14229-1 spezifiziert.                                                       
Siehe auch:    Protokoll   

  Handy
Handy Sony Ericsson Xperia Handy Sony Ericsson Xperia
Ein Handy ist ein Mobiltelefon mit dem man ausser Telekommunikation zu betreiben auch Multimedia-Nachrichten verschicken kann wie SMS  (Short Message Service), EMS (Enhanced Message Service) oder MMS (Multimedia Messaging Service). Ausserdem verfügen viele Handys über eine kleine, eingebaute Digitalkamera,  deren Bilder man speichern kann oder über MMS oder E-Mail versenden kann. Durch den weltweiten Erkennungsdienst Goolge Goggles kann man ein Handy auch dazu benutzen, Gebäude- oder Kunsterkennung zu betreiben.  Via den Dienst GPS (Global Positioning System) der über Satellit erfolgt, kann man ein Handy auch zur Standortortung verwenden, auch durch Dritte.  Ausserdem kann ein Handy auch zur Daten- und Musikübertragung fungieren. Push-to Talk dient zur Übertragung von Sprache an Gruppen von Teilnehmern oder einzelne Handynutzer. 

Handy Technologien
Dabei kommen verschiedene Technologien zum Einsatz:  Javaunterstützung dient der Darstellung von Grafik in der Menüführung oder bei Spielen. Verschiedene Idependant Service Provider nutzen Branding oder Customizing um Handys mit einer speziellen Software auszustatten um dem  Kunden angepasste Services zur Verfügung zu stellen. Als Schnittstellen fungieren Infrarot, Bluetooth, USB oder W-LAN.  Handys besitzen neben Lautsprecher, Mikrofon, Tastatur und Antenne über einen Mikrocontroller, einen Sendeempfänger und einen Akkumulator.  Zum Betrieb ist im allgemeinen eine SIM-Karte (Subscriber Identity Module) erforderlich. Mit Hilfe der SIM-Karte kann das Handy sich im Mobilfunknetz identifizieren.

GSM-Standard, UMTS und CDMA2000, 3G-Standard 
Zur Übertragung der Signale verfügen Handy im europäischen Raum über den GSM Standard (Global System for Mobile Communications). Das D-Netz funkt auf einer Frequenz von 900 MHz, das E-Netz bei einer Frequenz von 1800 MHz.  In den USA wird hauptsächlich das Triband-Netz genutzt (zusätzliche Frequenzen: 850 MHz, 1900 MHz). Alle 4 Frequenzen werden von Quadband-Handys beherrscht.  Die Modulationsart bei der Übertragung ist Gaussian Minimum Shift Keying (GMSK). Ein weiterentwickelter Standard des GSM ist UMTS (Universal Mobile Telecommuications System).  Ein vor allem in den USA genutzter weiterentwickelter Standard zu GSM ist CDMA2000 (Code Division Multiple Access) oder IS-2000 (3G-Standard).  Sowohl UMTS als auch CDMA2000 arbeiten auf einer Frequenz von 1800 - 1900 MHz und nutzen Code Division Multiple Access, sind jedoch zueinander nicht kompatibel.

Handy-Betriebssysteme 
Ein weitverbreitetes Betriebssystem für Handys ist Symbian, weitere sind Android (Google), Windows-Mobile (Microsoft), MacOSX oder Linux-Betriebssysteme.

Handy-Zubehör, SIM-Lock 
Um heterogene Ladegeräte zu vermeiden, soll ab 2010 eine neuer Standard basierend auf Mikro-USB-Steckers eingeführt werden.  In Zukunft können Handys auch mit Solarzellen betrieben werden. Die integrierten Digitalkameras verfügen bereits über 7 Megapixel und mehr. Das erste Handy mit einem Blitz war das Sony-Ericsson K800.  Einige Service Provider haben deren Prepaid- oder Vertragshandys mit einem Netzcode (SIM-Lock) an sich gebunden, so dass der Kunde ohne Freischaltgebühr der SIM-Karte oder innerhalb der Vertragszeit nicht den Provider für dieses Handy wechseln konnte.  Bekannte Netzanbieter in Deutschland sind O2, T-Mobile, Vodafone oder E-Plus.                   
Siehe auch:    GSM   GPRS   HSCSD   SMS   MMC   Sony   

  HSDPA

High Speed Downlink Packet Access. HSDPA ist ein Protokollzusatz in WCDMA-Netzen (UMTS), welcher die Datenraten erhöhen soll.  Diese sollen in Empfangsrichtung (Downlink) auf 14,4 MBit/s und in Senderichtung (Uplink, HSUPA) auf 5,8 MBit/s steigen.  Im Grundprinzip funktioniert dieses Verfahren so, dass ein optimierter Scheduler in der Basis-Station die Datenlast besser verteilt. Des weiteren wird je nach Qualität der Netzverbindung die Kanalkodierung und das Modulationsverfahren  (QPSK, Quadrature Phase Shift Keying, deutsch: Quadraturphasenumtastung) angepasst.  Allgemein gilt: HSPA (High Speed Packet Access) = HSDPA + HSUPA.                                                 
Siehe auch:    UMTS   CDMA   QPSK   GPRS   WiMAX   WLAN   

  CDMA

Code Division Multiplex Access oder Code Multiplexverfahren. CDMA ist eine Methode der Nachrichtenübertragung, bei der die Daten mehrerer Quellen oder Sender gleichzeitig auf derselben Frequenz übertragen werden. In modernen Mobilfunknetzen  wird das CDMA als WCDMA (Wideband-CDMA) im UMTS Bereich eingesetzt. Im US-amerikanischen Raum wird CDMA2000 verwendet. Der Nachteil von CDMA2000 gegenüber UMTS ist, dass es sich um ein synchrones CDMA Netz handelt. Um Störeinflüsse zu vermeiden, müssen  alle Zellen und Endgeräte in einem zeitsynchronen Zustand sein. Deswegen ist CDMA2000 auf GPS (Global Positioning System) angewiesen. Die GPS Verbindung kann jedoch durch Gebäude und Wettereinflüsse gestört werden.  Die Firma Qualcomm ist weltweit führend in der CDMA Technologie.                                                   
Siehe auch:    UMTS   HSDPA   


  QPSK

Quadrature Phase Shift Keying (engl.): Quadraturphasenumtastung. Es handelt sich um ein digitales Modulationsverfahren in der Nachrichtentechnik. Bei dem QPSK-Verfahren können gleichzeitig 2 Bits pro Symbol übertragen werden. In der Folge  verdoppelt sich die Ausnutzung der Bandbreite. QPSK wird auch Vierphasen-Modulation genannt.                                                       
Siehe auch:    HSDPA   DVB-S   DVB   HDMI   DVI   HDMI   HDCP   HDTV   XGA   


  Es wurden weitere Begriffe gefunden:


  EDGE

Enhanced Data Rates for GSM Evolution. EDGE ist eine Technologie, welche den Datendurchsatz in GSM-Mobilfunknetzen erhöht.  Die Verbesserung des Datenflusses auf bis zu 48 KBit/s wird durch den Einsatz eines effizienteren Modulationsverfahrens (8-PSK) erreicht.  EDGE erweitert GPRS zu Enhanced GPRS oder E-GPRS bzw. HSCSD zu Enhanced Circuit Switched Data (ECSD).                                                     
Siehe auch:    GSM   GPRS   HSCSD   

  GPRS
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General Packet Radio Service = Allgemeiner paketorientierter Funkdienst. Erweiterung des GSM-Mobilfunk-Standards um paketorientierte Datenübertragung. Die Daten werden in Pakete verpackt, übertragen und beim Empfänger wieder zusammengesetzt.  Paketvermittelte Datenübertragung ermöglicht höhere Übertragungsgeschwindigkeiten, bei Bündelung aller 8 GSM Kanäle bis zu 171,2 kBit/s. In der Praxis wird dies durch die Möglichkeiten des mobilen Endgerätes begrenzt. Im Jahr 2004 war der Stand der  Technik bei vier Zeitschlitzen im downlink und zwei Zeitschlitzen im uplink, nicht gleichzeitig jedoch, versteht sich. Weiterhin ist ein Always-On-Betrieb möglich, wie beim Internet. Daten werden nur bei Bedarf übermittelt, eine volumenabhängige  Abrechnung ist möglich. Im Unterschied zu HSCSD verfügt GPRS über keine Wählverbindungen, so dass der Mobilfunknetzbetreiber gleichzeitig als Internetprovider tätig ist. Anwendungen von GPRS sind WAP, MMS oder Verbindung des Mobilen Endgerätes mit einem  Computer oder Handheld.                                                 
Siehe auch:    GSM   HSCSD   MMS   Palmtop   PDA   UMTS   

  HSCSD

High Speed Circuit Switched Data = schnelle leitungsvermittelte Datenübertragung. Standard für schnelle Datenübertragung per GSM. Diese Erweiterung des GSM-Mobilfunk-Standards erlaubt in der Theorie Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu  115,2 kBit/s (= 8 * 14,4 kBit/s) durch Bündelung mehrerer Datenkanäle. Praktisch sind es aber nur ungefähr 30 kBit/s, und wenn das mobile Endgerät in Bewegung ist, sind es nur ungefähr 10 kBit/s. In technischer Hinsicht ist HSCSD eine Bündelung  mehrerer benachbarter Zeitschlitze auf eine logische Verbindung. Im GSM Standard werden je Frequenz acht Zeitschlitze zeitversetzt übertragen. Theoretisch könnten alle acht Funkschlitze einer Verbindung zugeordnet werden. Doch dafür bräuchte man 2  Antennen, eine für den Up-Link (Senden) und eine für den Down-Link (Empfangen). HSCSD ist besser als GPRS geeignet für Anwendungen, die gleichmäßige Bandbreiten benötigen, wie beispielsweise Videoübertragungen.                                                   
Siehe auch:    GSM   UMTS   EDGE   GPRS   Wireless-Application-Protocol   

  LPC

Linear Predictive Coding. LPC ist ein Transformationsverfahren, das in der Sprachkompression von Mobilfunksystemen eingesetzt wird.  Das Verfahren arbeitet mit Filtertechniken. Es werden aus einem Signalgemisch sprachrelevante Komponenten wie die Sprachgrundfrequenz, die Lautstärke und die Stimmhaftigkeit herausgefiltert.                                                       
Siehe auch:    CELP   PCM   GSM   HSCSD   

  MMS

Multimedia Messaging Service. MMS ist ein Dienst in Mobilfunknetzen, der Fotos und Videos übertragen kann.                                                         
Siehe auch:    SMS   SmartPhone   GSM   HSCSD   UMTS   GPRS   Transaktionsnummer   E-Mail