PDD

Professional Disc for Data. Bei der PDD, handelt es sich um ein optisches Speicherformat vom Unterhaltungskonzern Sony. Die Kapazität der einseitig beschreibbaren Datenträger soll über 23 GB betragen.  Das Verfahren zur Datenspeicherung nutzt die Phase-Change-Technologie. Es wird ein blauer Laser eingesetzt. Die empfindliche, nur 0,1 mm dünne Datenträgerschutzschicht der Discs wird von einem luftdicht verschlossenen Caddy geschützt.  Die optischen Laufwerke kamen im Mai 2004 zunächst in Japan auf den Markt. Auch wiederbeschreibbare Träger soll es geben.                                                     
Siehe auch:    HD-DVD   Blu-Ray-Disc   DVD   

  HVD

Holographic Versatile Disc. Die HVD ist eine potentielle Nachfolge-Technologie für optische Speichermedien von Blu Ray Disk und HD-DVD.  Die HVD verfügt über eine Speicherkapazität von 200 Gigabyte bis zu über 3 Terabyte und einer Daten-Transferrate von 1 GBit/s.  Es kommen 2 Laser zum Einsatz: ein blau-grüner Laser (Schreib-/Lese-Laser, 532 nm) und ein roter Laser (Positionierungs- /Adressierungs-Laser, 650 nm). Diese werden überlagert und beleuchten eine Stelle auf der holographischen Schicht der HVD.  Der blau-grüne Laser liest Daten auf der oberen Schicht der HVD ein, die als Laser-Interferenz-Muster kodiert  sind. Der rote Laser liest von der CD-gleichen Aluminiumschicht im unteren Bereich Hilfsinformationen (Servo-Info) aus, die zur Orientierung dienen  und Aufschluss darüber geben, wie die Position der Laser auf dem Datenträger ist. Diese Technologie nennt man kollineare Holographie: 2 Laser sind kollimiert zu einem Strahl.  Die Selektion der farblich unterschiedlichen Laser-Strahlen erfolgt mit Hilfe von dichroitischen Spiegeln, die sich zwischen der Holographischen Schicht und der Servo-Info-Schicht befinden: der blau-grüne Laser wird reflektiert während der rote Laser  durchgelassen wird um an die Servo-Infos zu kommen. Durch diese Vorgehensweise werden Interferenzen verhindert, die durch Refraktion des blau-grünen Lasers auf den Hilfsdaten-Gruben (Servo-Data-Pits) entstanden.  Dies ist eine Weiterentwicklung der holographischen Technologie, da es entweder zu viele Interferenzen gab oder die Hilfsinformationen fehlten, die zur Wahrung der Kompatibilität mit der gegenwärtigen CD/DVD Technologie notwendig sind.  Die HVD wird von der japanischen Firma Optware zusammen mit Fuji Photo and CMC Magnetics entwickelt. Diese drei Firmen haben zusammen mit Nippon Paint, Pulstec Industrial und Toagosei eine Kooperation für den HVD-Standard gebildet.                                       
Siehe auch:    DVD   Blu-Ray-Disc   HD-DVD   CD-ROM   Terabyte   Gigabyte   Gigabit   kBit/s   

  CD-Brenner

Die ersten CD-Brenner für den PC-Bereich kamen 1992 auf den Markt. Kostenpunkt: 20.000 DM. Damit ist es möglich, eigene CDs aus bereits vorhandenen Daten (beispielsweise von CD oder Festplatte) zu erstellen.  Diese werden "gebrannt", also mit einem Laser "Berge und Täler" auf eine Trägerschicht eingebrannt. Der Laser schmilzt das Material der Rohlinge lokal auf, so dass sich durch die eingebrannten "Berge und Täler" die Reflexionseigenschaften ändern. Ähnlich  funktioniert es bei DVD-Brennern. Bei CD- und DVD +-R-Medien ist der Brennvorgang irreversibel, bei CD-RW oder DVD-RW und DVD-RAM Medien können die Rohlinge mehrfach gelöscht und wiederbeschrieben werden. Ein anderes Verfahren ist pressen.  Pressen wird beim Herstellen von Massen CD/DVDs in Presswerken angewendet. Ausser einem Presswerk gibt es noch ein sogenanntes Kopierwerk.  Dort werden Rohlinge massenhaft von vielen CD/DVD-Brennern gebrannt mit derselben Technologie wie bei einem handelsüblichen CD/DVD-Brenner. Dazu gibt es spezielle Brenner: man kann eine Kopiervorlage einlegen und es existieren in  einer Art Rack darunter 50 oder mehr Brenner, so dass ganz viele Rohlinge gleichzeitig nach einer Vorlage gebrannt werden. Will man Stückzahlen von Faktor 1000 brennen, lohnt es sich eher, sich an eine CD-Agentur zu wenden, die als Broker fungiert. Bei  Stückzahlen unter 1000 ist es wirtschaftlicher sich direkt an ein Kopierwerk zu wenden. Man kann auch solche Brenner, die 50 Rohlinge gleichzeitig brennen, selber im Handel erwerben.                                             
Siehe auch:    Table-of-Content   Packet-Writing   Image-File   Disc-At-Once   Session-At-Once   Track-At-Once   CD-RW   Presswerk   Track   CD-RW

  CD-R

Compact Disc Recordable. Eine CD-R ist eine feste, beschreibbare Scheibe. Daten lassen sich einmalig speichern und können dann nur noch gelesen werden.  Die CD-R ist zuerst völlig leer. Ein CD-Brenner kann solange Daten auf die CD (Rohling) brennen, bis sie voll ist. Das kann er auch in mehreren Abschnitten tun. Dies nennt man dann Multisession.  Das Schreiben kann in unterschiedlichen Verfahren (Disc-at-Once, Track-at-Once, Session-at-Once, Packet-Writing) und mit unterschiedlichen Formaten (UDF, ISO 9660) erfolgen.  Ab Windows Vista wird auch Mount Rainier unterstützt. Damit kann man eine CD brennen wie eine Diskette beschreiben, indem man Daten aus dem Windows Explorer auf die CD "verschiebt".                                                   
Siehe auch:    CD-RW   CD-ROM   DVD   HD-DVD   UDF   Disc-At-Once   Track-At-Once   Session-At-Once   Packet-Writing   Mount-Rainier

  CD-ROM

Compact Disc Read Only Memory. Eine CD-ROM ist eine feste Scheibe, von der nur gelesen werden kann. Daten lassen sich also nicht verändern oder löschen.  CD-ROMs zählen zu den externen peripheren Datenträgern, von denen die Daten nur gelesen werden können. Im PC-Bereich wird sie wegen der hohen Speicherkapazität als vielfältiges Speichermedium verwendet.  Bei einer CD-ROM geht die Informationsspur einseitig von innen nach aussen. Während Disketten und Festplatten magnetisiert werden, brennt der Laser bei einer CD-ROM eine fast unsichtbare Rille in eine leere CD in Form einer sehr langen Spirale.  Die heute üblichen CDs haben bei einem Durchmesser von 12 cm eine Speicherkapazität von ca. 700 MByte, was 80 Minuten Musik oder ca. 350.000 Schreibmaschinenseiten Text entspricht.                                                   
Siehe auch:    CD-R   CD-RW   CD-Brenner   DVD   Blu-Ray-Disc   HD-DVD   HVD   Table-of-Content   UDF   

  CD-DA

Compact Disc Digital Audio (Digital-Audio-CD), oder auch einfach Audio-CD oder CD ist ein optischer Massenspeicher für digitale Audiosignale. Der Tonträger ist eine einseitig  bespielte Scheibe mit einem Durchmesser von 12 cm. Die digitalen Tonsignale auf der CD werden mit einem Laser abgetastet. CDs sind mittels den heute handelsüblichen CD-ROM oder DVD-Laufwerken auf jedem Multimedia-PC abspielbar.                                                       
Siehe auch:    CD-ROM   DVD   Blu-Ray-Disc   HD-DVD   CD-Brenner   Disc-At-Once   Packet-Writing   Image-File   

  CD-RW

Compact Disc ReWritable. Feste Scheibe, wiederbeschreibbar. Daten lassen sich speichern und auch wieder löschen oder ändern.  Hier kann der CD-Brenner Daten auf die CD brennen und sie wieder wegbrennen, also löschen und durch neue Daten ersetzen. Das funktioniert in der Regel bis zu mehreren Hundert Malen, aber keinesfalls so oft wie bei Disketten oder Festplatten.                                                       
Siehe auch:    CD-ROM   CD-Brenner   DVD   Blu-Ray-Disc   HD-DVD   HVD   Coaster   Disc-At-Once   Track-At-Once   Packet-Writing

  DVD-CD-Hybrid-Format

Digital Versatile Disc - Compact Disc-Hybrid-Format ist eine  Hybrid-CD, die sowohl unter x86-Systemen (nach dem ISO-9660-Standard) als auch unter Macintosh-Betriebssystemen lesbar ist. Die Daten sind auf einer solchen CD im ISO-Bereich und im HFS-Bereich (Hierarchical File System) von Mac OS doppelt  vorhanden.                                                     
Siehe auch:    DVD   CD-ROM   Macintosh   Mac-OS   Mac-OS-X   Blu-Ray-Disc   HD-DVD   HVD   


  Es wurden weitere Begriffe gefunden:


  RAM
SDRAM Riegel SDRAM Riegel
Random Access Memory. Ein Computer kann Lese- und Schreibvorgänge im RAM (Arbeitsspeicher, Hauptspeicher) ausführen. "Access" bedeutet in diesem Zusammenhang "wahlfreier Zugriff": auf jede Speicherzelle ist ein direkter Zugriff möglich.  RAM wird als Halbleiterbaustein realisiert.

Arten von RAM: Flüchtig (Volatile) und Nicht flüchtig (Non-Volatile)
 
A. Flüchtige RAM-Bausteine
1. Statische RAM-Bausteine (Static Random Access Memory oder SRAM), die zum Aufrechterhalten der Daten nur die Betriebsspannung benötigen. 
2. Dynamische RAM-Bausteine (Dynamic Random Access Memory oder DRAM), die zusätzlich zur Betriebsspannung zyklische Signale zur Wiederauffrischung (Refresh-Impuls) der Daten benötigen,  da diese sonst durch Leckströme verloren gehen würden.

B. Nicht flüchtige RAM-Bausteine
Was jedoch alle flüchtigen RAM-Bausteine gemeinsam haben ist, dass bei Wegfall der  Versorgungsspannung alle Daten verloren sind. Eine Ausnahme bilden die nicht flüchtigen RAM-Bausteine (Non Volatile Random Access Memory, NVRAM): 
Phase-Change RAM (PRAM oder PCRAM): PRAM hat das Potential, SRAM oder DRAM zu ersetzen. Es handelt sich um einen nicht flüchtigen Speicher (Non Volatile RAM, NVRAM). Dabei wird der elektrische Widerstand  des Speichermaterials geändert. Der elektrische Widerstand des Speichermaterials hängt davon ab, ob es sich in der kristallinen oder amorphen Phase befindet. In der amorphen Phase ist der elektrische Widerstand hoch (RESET state),  in der kristallinen Phase ist er niedrig (SET state). PRAM Bausteine werden auch als chalkogenide RAM Bausteine (C-RAM) bezeichnet,  da Chalkogenid-Legierungen als Speichermaterial verwendet werden. Häufig wird bei PRAM-Bausteinen eine Verbindung aus Antimon, Germanium und Tellur verwendet.  Weitere NVRAMs sind: Flash-Speicher (Flash-EEPROM), Ferroelectric Random Access Memory (FRAM), oder Magneto-Resistive Random Access Memory (MRAM). 

Aufzählung von RAM Bausteinen 
Ausserdem gibt es noch SDRAM, VRAM, WRAM, MDRAM, RDRAM, DDR-SDRAM, DDR2-SDRAM, DDR3-SDRAM, EDO-DRAM, SGRAM, SLDRAM, DRDRAM und einige andere mehr.                                 
Siehe auch:    Hauptspeicher   SDRAM   DRAM   DDR-SDRAM   DDR2-DDR3-RAM   Phase-Change-RAM   DIMM   SIMM   Column-Address-Strobe-Latency   RAMbus

  CMOS-RAM

Im CMOS-RAM werden die Einstellungen des BIOS im sogenannten CMOS-Setup gespeichert. In diesem batteriegepufferten Speicherbereich wird die IDE-Festplatte angemeldet und konfiguriert.  Weiterhin befinden sich dort die Speicherbereiche für Uhrzeit und Datum. Auf jedem Mainboard gibt es ein CMOS-RAM, damit diese Daten auch erhalten bleiben, wenn der PC vom Stromnetz genommen wird.                                                       
Siehe auch:    RAM   BIOS   

  HD-DVD

High Density-Digital Versatile Disc, ehemals Advanced Optical Disc, AOD. Die HD-DVD ist neben der Blu Ray Disc einer der Nachfolger der DVD. Die HD-DVD wird entwickelt durch das Advanced Optical Disc-Konsortium (AOD),  dem u.a. NEC, Toshiba, IBM und Time Warner angehören. Wie die Blu-Ray Disc basiert die HD-DVD auf einem blauen Laser mit 405 Nanometer Wellenlänge. Die Dicke der Trägerschicht ist mit 0,6 mm identisch mit der der DVD.  Die numerische Apertur beläuft sich dagegen lediglich auf 0,7. Dieser Wert beträgt bei der Blu Ray Disc 0,85. Die HD-DVD besitzt eine Speicherkapazität pro Seite und Layer (Schicht) von 15 GB bei der ROM Version und 20 GB  bei der wiederbeschreibbaren Version. Bisherige Prototypen schreiben auf einlagige Medien 20 GB Daten, und auf zweilagige Medien rund 30 GB. Zu dem HD-DVD Konsortium hinzugetreten sind Microsoft und Intel. Gates kritisierte bei der Blu  Ray Disc das Kopierschutzsystem. Toshiba hat 3-lagige HD-DVDs (Triple-Layer HD-DVD, mit 15 GB je Layer) mit einer Speicherkapazität von 45 GB angekündigt. Für die XBox 360 wird es ein zukaufbares HD-DVD Laufwerk geben.  Das Filmstudio Warner Brothers sowie weitere Hollywood Filmstudios (darunter 20th Century Fox, Lionsgate oder New Line Cinema) wollen in Zukunft nur noch das Blu-Ray-Format unterstützen. Das Filmstudio Universal hat seinen Vertrag über  die ausschliessliche Nutzung des HD-DVD Formates gekündigt und setzt in Zukunft auf beide Formate.  Mit der Aufgabe des HD-DVD Geschäftes von Toshiba hat sich das Blu-Ray-Lager als neuer Standard durchgesetzt und es wurde Ende des HD-DVD Standards eingeleutet.                                           
Siehe auch:    Blu-Ray-Disc   DVD   HVD   CD-ROM   Windows-Vista   

  Blu-Ray-Disc
Sony Blu-Ray-Disc Player  mit integrierter Netzwerkschnittstelle Sony Blu-Ray-Disc Player  mit integrierter Netzwerkschnittstelle
Die Blu-Ray Disc ist ein Nachfolger der DVD, vor allem für Privatkunden. Für die höheren Ansprüche gewerblicher Anwender existieren die  Varianten Professional Disc for Data (PDD) und Professional Disc for Broadcast (PDB).  Die Blu-Ray Group umfasst Matsushita, Pioneer, Philips, Sony, Thomson, LG Electronics, Hitachi, Sharp, Samsung und neuerdings noch Dell und HP. Ein Blu-Ray Disc Gerät arbeitet wie bei der HD-DVD mit einem blauen Laser mit 405 nm Wellenlänge.  Die Speicherkapazität beträgt 25 GB in der einlagigen Version und 50 GB in der zweilagigen Version. Einige Quellen gehen von einer als Bruttokapazität für den Anwender nutzbaren Grösse von 23,3 GB oder 20 GB aus.  Formate sind BD-ROM, BD-R (einmal beschreibbar) und BD-RW (wiederbeschreibbar). Die Datentransferrate beträgt 36 MBit/s bei einfacher Geschwindigkeit und 72 MBit/s bei doppelter Geschwindigkeit.  Ein wichtiger Bestandteil ist ein Kopierschutz in Form einer eindeutigen Identifikationsnummer. Dieser Kopierschutz ist auch problematisch. Die Blu-Ray Disc eignet sich besonders für HDTV.  Die wiederbeschreibbare Blu-Ray Disc basiert auf der Phase-Change-Technologie. Wie die HD-DVD ist die Blu-Ray Disc abwärtskompatibel zur DVD. Es kann davon ausgegangen werden, dass entsprechende Brenner auch DVDs und CDs brennen bzw. abspielen können.  Die Playstation 3 unterstützt das Blu-Ray Format. Abzuwarten bleibt, ob Kombigeräte günstig zu erwerben sind, die beide Formate beherrschen: HD-DVD und Blu-Ray Disc.  Einige Filmstudios wollen in Zukunft nur noch das Blu-Ray-Format unterstützen, darunter Warner Brothers, New Line Cinema, 20th Century Fox, Lionsgate und Walt Disney. Das Filmstudio Universal hat seinen Vertrag über die  ausschliessliche Nutzung des HD-DVD Formats gekündigt und setzt in Zukunft auf beide Formate. Mit der Aufgabe des HD-DVD Geschäftes von Toshiba hat sich das Blu-Ray-Lager als neuer Standard durchgesetzt.                                       
Siehe auch:    HD-DVD   DVD   CD-ROM   PlayStation   HVD   CD-Brenner   PDD   

  USB-Speicher
USB-Stick 1 GB PNY Technologies USB-Stick 1 GB PNY Technologies
USB-Speicher sind tragbare kleine Speicher, die über den USB-Anschluss an den Computer angeschlossen werden können. Auf diese Art und Weise kann man Daten schnell und einfach transportieren. Es gibt USB-Speicher in den Grössen 16/32/64/128/256/512 MB und  ca. 1 bis 128 GB. Aktuelle Winodws-Versionen (ME, 2000, XP, Vista) erkennnen USB-Flash-Speicher ohne externe Treiber. Auch neuere Linux Versionen (ab Kernel 2.4.x) und Unix Systeme (FreeBSD, NetBSD, OpenBSD) haben diese Fähigkeit.  Heutige USB-Speicher-Sticks sind für den USB 2.0 Bus ausgelegt (früher: USB 1.1). Die Übertragungsrate beträgt dann bis zu 480 Mbit/s.  USB 2.0-Memory-Speicher sind abwärtskompatibel zu USB 1.1-Schnittstellen. Die Übertragungsrate sinkt dann entsprechend auf ca. 12 MBit/s.                                                   
Siehe auch:    USB   RAM   Schnittstelle   Windows   Linux   Unix   BSD   

  NDAS
NDAS-Netzwerkfestplatte TrekStor 400 GB (Rückansicht), mit Software NDAS-Gerätemanager und RAID-Kopplungsmanager, Schnittstellen: Ethernet (RJ-45), USB 2.0 (inkl. Kabel). NDAS-Netzwerkfestplatte TrekStor 400 GB (Rückansicht), mit Software NDAS-Gerätemanager und RAID-Kopplungsmanager, Schnittstellen: Ethernet (RJ-45), USB 2.0 (inkl. Kabel).
Network Direct Attached Storage (NDAS) ist eine Technologie zum Anbinden von externen Speichermedien (meistens Festplatten) an ein Computernetzwerk.  Dabei kommt das proprietäre Protokoll LPX zum Einsatz und wird durch Treiberprogramme für Windows, Mac OS X oder Linux ergänzt. Die Festplatte wird dabei oft als virtuelles SCSI-Laufwerk eingebunden ("mounten").  Dies ist vergleichbar mit iSCSI und verwendet im Gegensatz zu NAS (Network Attached Storage) nicht das TCP/IP Protokoll. NDAS-Festplatten sind auch separat über USB oder FireWire anschliessbar, jedoch ohne die NDAS-Eigenschaften:  ein gleichzeitiger Betrieb von NDAS und USB/FireWire geht i.d.R. nicht. Die HDDs können im Schreib-/Lese-Modus oder nur im Lesemodus gemountet werden. Dafür gibt es  oftmals einen speziellen Serien-Code, der berechtigt das Laufwerk zu mounten bzw. auch darauf zu schreiben.  Es können z. B. bei den TrekStor DataStation maxi z. ul das Laufwerk nur von einem Computer im Schreib/Lese Modus gemountet werden, von weiteren PC muss der Lesemodus verwendet werden.  Dafür lassen sich diese Laufwerke jedoch durch einen Kopplungsmanager im RAID 0 oder RAID 1 Modus zusammenschliessen (z. B. 2, 4 oder 8 TrekStor NDAS-Platten). Es können 64 Benutzer oder mehr gleichzeitig darauf zugreifen.  In der Praxis sind es meistens maximal 16 gleichzeitige Benutzer.  Die NDAS-Laufwerke werden über eine Ethernetschnittstelle (RJ-45) an einen Router angeschlossen. Da das Netzwerkprotokoll LPX nicht routingfähig ist, sollte man keine Hubs oder WLAN-Anschlüsse verwenden. Der Zugriff über  Internet ist technisch nach Herstellerangaben nicht möglich.

NDAS im Vergleich zu NAS
Im Vergleich zu NAS, welches für Unternehmensbedürfnisse ausgelegt ist und auf dateibasierenden Protokollen  und Diensten wie NFS (Network File System) oder SMB (Server Message Block) bzw. CIFS (Common Internet File System) aufbaut,  ist NDAS mehr für den Home und Home Office bzw. Small Office-Bereich ausgelegt. NAS wird wegen seiner Dateiverwaltungseigenschaften auch als "Filer" bezeichnet und kann mit Funktionen aus dem TCP/IP Bereich wie DHCP, FTP oder  Streaming-Protokollen für den Multimedia-Bereich aufwarten, was bei NDAS nicht der Fall ist. NDAS-Medien werden mit NTFS oder HFS+ (Hierarchical File System) formatiert und weisen daher alle  Vor- und Nachteile dieser Dateisysteme aus. Vom Betriebssystem eines PC werden sie meist nach dem Mounten mit dem NDAS Geräte-Manager als lokaler Datenträger erkannt.  Da NDAS-Medien vom Internet aus nicht erkannt werden, und für das Mounten der Geräte eine spezielle Software mit Schreib-Lese-Schlüsseln verwendet werden kann, kann von einer erhöhten Sicherheit vor Hacker-Angriffen auf die Daten ausgegangen werden. 

NDAS und RAID
Neben RAID 0 und RAID 1 bietet Ximeta RAID 5 für NDAS an. Das RAID-Array kann über 2 physikalisch  getrennte Platten, die sich in unterschiedlichen Räumen befinden, im Netzwerk verteilt werden. Dies  bietet einen relativ günstigen Ausfallschutz. Mit der Möglichkeit RAID 5 einzusetzen, entsteht zusätzlich die Möglichkeit, ein leistungsstarkes und kostengünstiges RAID-System aufzubauen. 

NDAS-Performance
Die Geschwindigkeit von NDAS-Systemen liegt über der von NAS-Medien: bei ca. 40 - 60 MB/s, auch im Multi-User Betrieb.  NAS-Systeme belasten die Bandbreite im Netzwerk zusätzlich sowie die CPU.  NDAS-Geräte sind geeignet für Multimedia-Speicherung, als Media-Server sowie für Multimedia File Transfer, Multimedia File Sharing sowie Video Streaming und Multi User Video Streaming mit bis zu 30 Usern.  Nachteil von NDAS, vor allem bei Anschluss über die RJ-45 Schnittstelle ist, dass beim Mounten auf mehreren Computern im Netzwerk es manchmal ein Problem ist, auf diesen auch jeweils einen Schreibzugriff zu bekommen, so dass entweder  nur Lesezugriff bei manchen Computern im Netzwerk möglich ist oder das Mounten nicht funktioniert.             
Siehe auch:    NAS   NTFS   RAID   Server-Message-Block-Protocol   Common-Internet-File-System   TCP/IP   Router   Ethernet   Festplatte   Hierarchical-File-System

  NAS
Seagate NAS 440 BlackArmor 4 TB Network Storage Server, 2x Ethernet, 4x USB Seagate NAS 440 BlackArmor 4 TB Network Storage Server, 2x Ethernet, 4x USB
Network Attached Storage (NAS). NAS bezeichnet an das lokale Netzwerk angeschlossene Massenspeicher. Damit wird die Speicherkapazität erhöht.  NAS Speicher sind im Gegensatz zu SAN (Storage Area Network) Speicher direkt in das vorhandene LAN oder WAN eingefügt.  NAS funktioniert ähnlich wie ein Dateiserver, ist aber schneller und sicherer, hoch skalierbar und leicht administrierbar.  NAS verwendet das Netzwerkprotokoll TCP/IP sowie die dateibasierenden Protokolle und Dienste NFS (Network File System) und SMB (Server Message Block) bzw. CIFS (Common Internet File System).  NAS wird wegen seiner Dateiverwaltungseigenschaften und der Nutzung dieser Dateidienste auch als "Filer" bezeichnet und kann mit Funktionen aus dem TCP/IP Bereich wie DHCP, FTP oder  Streaming-Protokollen für den Multimedia-Bereich aufwarten, was bei NDAS (Network Direct Attached Storage) nicht der Fall ist.  Problematisch bei NAS ist die zusätzliche Belastung der Bandbreite in einem TCP/IP Netzwerk und der CPU. Das verwendete Ethernet-Protokoll ist nicht auf grosse Bandbreiten oder Geschwindigkeiten ausgelegt und produziert  einen relativ grossen Daten-Overhead. Eine NAS-Medium kann über einen eigenen Festplatten-Speicher verfügen (NAS-Appliance) oder an ein SAN angeschlossen sein (NAS-Head). Sie sind für spezifische Unternehmensbedürfnisse  geeignet als auch für den Home- und Small Office Bereich. Im Unternehmensbereich eignen sie sich für die Verwaltung grosser Datenmengen sowie  für die Konsolidierung von Dateidiensten. Professionelle NAS-Systeme sind geeignet, im Unternehmenseinsatz befindliche Linux-, Unix- oder Windows-Dateiserver zu ersetzen.  NAS-Systeme, die grössere Datenbestände sichern müssen, unterstützen meistens das Netzwerkprotokoll NDMP (Network Data Management Protocol). NDMP ermöglicht die Steuerung von Backup- und Restore-Operationen  durch NAS-Server mit Hilfe einer Backup-Software. NDMP macht das Mounten und Speichern der zu sichernden Daten auf einem NAS-Server durch einen Backup-Server überflüssig. NDMP wird von den meisten Backup-Anwendungen unterstützt.                                   
Siehe auch:    NDAS   TCP/IP   Server-Message-Block-Protocol   Common-Internet-File-System   DHCP   SAN   Netzwerk   Festplatte   WLAN   

  SAN

Storage Area Network. Ein SAN ist ein Netzwerk aus vielen Festplatten auf Basis des Fibre Channel Protokolls. SAN entlastet im Gegensatz zu NAS (Network Attached Storage) das LAN und virtualisiert den Festplattenspeicher,  d.h. die angeschlossenen Festplatten können als eine Platte behandelt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Daten redundant gehalten werden können und so vor Verlust sicherer sind.  Im Gegensatz zu einem LAN wird ein Netzwerk zwischen Servern und den von den Servern genutzten Speicherressourcen hergestellt. Der Datenaustauch erfolgt hierbei blockbasiert, d.h. es werden einzelne Datenblöcke ausgetauscht (z. B. Block 3023  auf Festplatte 3). Bei NFS oder CIFS erfolgt der Datenaustausch filebasiert: es werden ganze Dateien angefordert.  Oft wird das SCSI-Kommunikationsprotokoll verwendet, welches die Transport-Protokolle Fibre Channel oder iSCSI als Grundlage hat.  Im Gegensatz zu DAS (Direct Attached Storage), welches eine Punkt-zu-Punkt Verbindung zwischen einem Server und einem Speichersystem aufbaut, werden bei SAN mehrere Server mit mehreren Speichersystemen über ein Netzwerk verbunden.  SAN Netzwerke werden heute meist über Fibre Channel (Glasfaserkabel) angebunden und bestehen aus einem Fibre Channel Switch, den Servern und mehreren Speichersystemen (i.d.R. Festplattensubsysteme),  welche über einen Host Bus Adapter (HBA) mit dem Fibre Channel Switch verbunden werden. Der Host Bus Adapter ist eine Hardware-Schnittstelle, welche als Steckkarte (PCI) oder auf der Hauptplatine realisiert ist. HBAs gibt es als SCSI oder  Fibre Channel Ausführung sowie als TCP Offload Engine (TOE) im iSCSI-Bereich. Die TOE arbeitet ähnlich wie eine Ethernet-Netzwerkkarte: Ressourcen-intensive Operationen werden auf der TOE ausgeführt und damit die CPU entlastet.  In SAN-Netzwerken kommt das Prinzip des Multi-Pathing zum tragen: Multi-Pathing erlaubt es einem Server, dasselbe Festplattensubsystem über mehrere Host Bus Adapter zu erreichen.  In SAN Netzwerken werden heute Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 10 GBit/s und über 1,5 Gigabyte/s erreicht.  Die Herstellerkompatibilität der SAN-Komponenten ist noch nicht vollständig realisiert. Viele Anwender kaprizieren sich daher auf einen Hersteller solange die Initiative der Storage Networking Industry Association dieses Problem nicht vollständig gelöst  hat.                                 
Siehe auch:    NAS   LAN   SCSI   Ethernet   Host-Bus-Adapter   Festplatte   RAID   Virtualisierung   Fibre-Channel   Xen