Informatik

Ab 1960 wurde die Informatik (Computer-Science) als Grundlagenwissenschaft an deutschsprachigen Hochschulen eingeführt. Neben vielen Spezialdisziplinen kann man die Informatik in 4 grosse Teil-Disziplinen unterteilen: Theoretische Informatik,  Praktische Informatik, Technische Informatik und Angewandte Informatik. Die Informatik beschäftigt sich, in Anlehnung an die Mathematik und die Elektrotechnik, mit der Entwicklung von Informationsverarbeitenden Systemen.  Dazu gehört der Schwerpunkt, mit Rechenvorschriften (Algorithmen) Daten zielgerecht zu verarbeiten und zu verwalten. Die Entwicklung von Compilern, Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen ⇒ Softwareentwicklung und künstliche Intelligenz (KI)  sowie die Schöpfung von Mikrochips, Rechnerarchitekturen und Netzwerken ⇒ Hardwareentwicklung sind  weitere Schwerpunkte. Neuere Zweige beschäftigen sich mit der Entwicklung von Grafiken und Grafikstandards, der Spielentwicklung und den dazugehörigen  Spiel- und Physik-Engines. Im Aufkommen sind auch interdisziplinäre Bereiche wie die Neuroinformatik, die Bioinformatik und die Wirtschaftsinformatik.  Wichtige Spezialdisziplinen sind die Entwicklung von Datenbanken (meist relational oder objekt-relational oder verteilte Datenbanken), Mensch-Maschine Schnittstellen, Expertensysteme, die Objektorientierte Programmierung oder das Feld  von Betriebswirtschaftlicher Software (ERP, CRM, Data Warehouse Konzept, Informationssysteme). Immer weiter verbreitet sind rechnergestütztes Design, Analyse, Entwicklung und Produktion (CAD, ECAD, CIM, EDA).  Zukunftsfelder sind die Entwicklung von Quantenrechnern und Genrechnern, immer schnellere Übertragungstechniken in Netzwerken und im Internet oder die Robotik.                                         
Siehe auch:    betriebssysteme   datenbank   Interpreter   Programm   PASCAL   algorithmus   Information-Retrieval   Compiler   Künstliche-Intelligenz   Robotik