| DNS-Datenbank | |||||
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Die DNS-Datenbank liegt in Form einer baumförmigen Struktur vor. Es handelt sich um eine verteilte Datenbank (Distributed Database) welche auf mehrere Server im ganzen Internet verteilt ist (Internet-DNS). Diese Datenbanken sind im Internet durch Verweise (Delegationen) verknüpft. Die Nameserver verwalten die Zonendateien, welche die notwendigen Daten zur Navigation im Internet enthalten. Die Zonendateien werden intern durch eine Liste von Resource Records repräsentiert. Man unterscheidet grundsätzlich 2 Ausprägungen von Resource Records: 1. Der A Resource Record: hier findet die Datendefinition statt. Einem Domain-Namen wird eine IPv4 bzw. IPv6 Adresse zugewiesen. 2. Der NS-Record, Nameserver Record: er enthält die Delegationen (Verknüpfungen der Server untereinander). Der NS-Record definiert also die Zuständigkeit von Nameservern für ihre Zone und weiterhin verkettet der NS-Resource Record (NS-RR) die Zonen zu einem Zonen-Baum. Weiterhin benötigt werden der SOA Resource Record, welcher Informationen zur Zonenverwaltung und zum Zonentransfer (RFC 1035) enthält. Der Start of Authority (SOA) ist ein bedeutender Bestandteil einer Zonendatei des Domain Name System. Der strukturelle Aufbau und ein Beispiel für einen Nameserver Resource Record (NS-RR) sind: IN NS <nameserver-name>, wobei nameserver-name eine FQDN ist. Beispiel: IN NS dns1.beispiel.com. IN NS dns2.beispiel.com. Dasselbe für einen A Resource Record: <host> IN A <IP-address> Beispiel: server1 IN A 10.0.1.3 IN A 10.0.1.5 für die beispiel.com Zonen-Datei, d.h. Anfragen für beispiel.com weisen auf 10.0.1.3 oder 10.0.1.5. Der CNAME Record (Canonical-Name) ordnet Namen einander zu (Alias): <alias-name> IN CNAME <real-name> server1 IN A 10.0.1.5 www IN CNAME server1 "named" wird angewiesen, dass alle Anfragen, die an den <alias-name> gesendet werden, auf den Host <real-name> zeigen. CNAME-Records werden oft eingesetzt, um auf Dienste zu verweisen, die ein allgemeines Namensschema für den entsprechenden Host, wie www für Web-Server, verwenden. In den Zonendateien muss mindestens ein Nameserver-Resource Record vorhanden sein, aus dem zu entnehmen ist, welcher Nameserver für diese Zone autoritativ ist. Die entsprechenden Nameserver-Resource Records sind normalerweise am Beginn einer Zonendatei unmittelbar hinter dem SOA-Resource Record zu finden. Die NS Resource Records (NS RR) geben nicht Preis, welcher Nameserver Primary Nameserver und welcher Nameserver Secondary Nameserver ist. Aus dem SOA Resource Record kann man den Primary Resource Record ablesen. Die restlichen NS-RR Einträge verweisen auf Secondary Resource Records. Nameserver-Resource Records können Verweise zu Subdomänen beinhalten. Die betreffende Subdomäne wird aus dem Zonenfile ausgelagert. Der Nameserver-Resource Record dient somit als Pointer und verweist auf einen anderen Nameserver bzw. auf ein anderes Zonenfile auf demselben Server. Dies wird dann "Delegation" genannt. Delegation bedeutet, daß Anfragen an einen Resolver an einen weiteren Nameserver delegiert werden. Ein Beispiel für eine Namensauflösung wäre: linux37:~ # cat /etc/hosts # Syntax: # # IP-Address Full-Qualified-Hostname Short-Hostname # 127.0.0.1 localhost 217.89.70.36 linux36.amov.de linux36 klaus 217.89.70.37 linux37.amov.de linux37 willi 217.89.70.38 linux38.amov.de linux38 petra 217.89.70.39 linux39.amov.de linux39 ludwig 217.89.70.40 linux40.amov.de linux40 ines 217.89.70.38 mail.amov.de mail Die ursprüngliche Form der Namensauflösung ist die Datei /etc/hosts. Es wird eine Tabelle eingesetzt, in der die IP-Nummer, der FQDN (Fully Qualified Domain Name) und verschiedene Alias-Namen stehen. Eine Zeile steht für eine Kombination aus IP-Nummer und FQDN. Die IP-Nummer kann mehrfach vorkommen. Am Anfang jeder dieser Zeilen steht die IP-Adresse, danach folgt die FQDN. Im Anschluß an den FQDN können mehrere Alias-Namen für den Rechner vergeben werden. Wie funktioniert eine Namensauflösung am Beispiel des Befehls "ping"? linux37:~ # ping linux37.amov.de PING linux37.amov.de (217.89.70.37) 56(84) bytes of data. linux37:~ # ping linux37 PING linux37.amov.de (217.89.70.37) 56(84) bytes of data. linux37:~ # ping willi PING linux37.amov.de (217.89.70.37) 56(84) bytes of data. Anhand des FQDN oder eines Alias-Namen wird der entsprechende Eintrag identifiziert, die passende IP-Nummer und der FQDN ermittelt. Dies können Sie schön im folgenden Beispiel sehen. linux37:~ # ping manuela PING linux38.amov.de (217.89.70.38) 56(84) bytes of data. linux37:~ # ping mail PING mail.amov.de (217.89.70.38) 56(84) bytes of data. Es gibt nicht nur eine Namensauflösung für Hostnamen sondern auch eine Namensauflösung für Netzwerkadressen. Jede Zeile bezeichnet eine Verbindung zwischen Netzwerkname und Netzwerkadresse. linux37:~ # cat /etc/networks loopback 127.0.0.0 amov 217.89.70.0 sub1.amov 217.89.70.32 sub2.amov 217.89.70.64 Quellenangaben: http://www.redhat.com/docs/manuals http://www.fibel.org/linux/lfo-0.6.0/node483.html |
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| Siehe auch: Domain-Name-System Nameserver Resolver Start-of-Authority Nameserver-Record A-Resource-Record Hostname | |||||