DOM

Document Object Model. In dem DOM ist festgelegt, wie Objekte in Webseiten dargestellt werden. DOM bildet zusammen mit JavaScript, CSS, CSS-Positioning und HTML das DHTML (Dynamic HTML).  Das Document Object Model ist eine API (Application Programming Interface: Programmierschnittstelle) für Schnittstellen zu HTML- oder XML-Dokumenten.  Leider ist das DOM im Internet Explorer, Netscape Communicator oder Mozilla Firefox u.a. Browsern unterschiedlich implementiert. Deshalb werden dynamische Effekte in beiden Browsern teilweise unterschiedlich dargestellt.  Um dem entgegenzuwirken, kann man eine Browserweiche einbauen.                                                   
Siehe auch:    JavaScript   DHTML   HTML   Browser   CSS   

  JavaScript

JavaScript ist eine clientseitig ausführbare Script-Sprache. Sie wurde von Netscape entwickelt und hat nichts mit Java zu tun. Mit Hilfe von JavaScript kann man interaktive Webseiten erstellen. Der Code wird direkt in den HTML-Quellcode eingefügt und  vom Browser interpretiert. Mit JavaScript kann man direkt das Document Object Model (DOM), welches im Browser implementiert ist, ansprechen. Damit kann man direkt anzeigbare oder verwaltete Objekte adressieren, wie z. B. das Window-Objekt oder  die Prototypen Function, Date, String, Array oder Object. Object ist der Prototyp aller Objekte. Alle weiteren Objekte werden von Object abgeleitet. Beispiele für weitere Objekte sind: history, user-agent, document oder forms.  Es gibt jedoch unterschiedliche DOM-Implementierungen, je nach Browser. Nachdem der Marktanteil von Netscape sich immer mehr verringert und der Netscape-Browser auch nicht mehr weiterentwickelt wird, verliert dieses Problem etwas an Bedeutung.  Die Aktivierung von JavaScript im Browser kann ein Sicherheitsproblem sein: potentielle Angreifer können über JavaScript einen Schadcode einschleusen. Deshalb sollte man die Sicherheitseinstellungen des Browser so setzen, dass Scripting nur auf  "sicheren Seiten" möglich ist.                                               
Siehe auch:    Browser   Client   Script   Quellcode   DOM   HTML   XHTML   

  DHTML

Dynamic HTML. Mit DHTML kann man Web-Seiten dynamisch machen. Es handelt sich um einen Oberbegriff für eine Anzahl von Internet-Technologien: 
1. HTML
2. Cascading Style Sheets (CSS)
3. CSS-Positioning
4. Document Object Model (DOM) und 
5. JavaScript/JScript/VBScript.
DHTML zeichnet sich durch eine klare Trennung zwischen Struktur und Formatierung des Inhalts von Internetseiten und der zunehmenden Verlagerung von Funktionalitäten von der Server-Side auf die Client-Side aus.                                                     
Siehe auch:    DOM   JavaScript   HTML   CSS   Browser   Client-Server   VBA   

  W3C

Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein Konsortium internationaler Unternehmen zur Entwicklung bzw. Weiterentwicklung und Steuerung offener Standards des Internets und des Dienstes WWW. Gründer (1994) und Vorsitzender ist der Erfinder des WWW, Tim  Berners-Lee. Zielsetzung des W3C ist es, eine sinnvolle Entwicklungsrichtung zu unterstützen und somit eine Zersplitterung des Internets zu verhindern.  Streng genommen ist das W3C nicht berechtigt, Standards international bindend zu verabschieden. Deshalb  werden fertige Leitpapiere auch Empfehlungen (Recommendations) genannt. Durch die Gewichtung des W3C im Meinungsbildungsprozess um die technologische Entwicklung des Internets werden jedoch oftmals Quasi-Standards gesetzt.  Solche Quasi-Standards sind (auszugsweise): HTML, XML, XHTML, CSS, PNG (Portable Network Graphics) RDF (Resource Description Framework),  DOM (Document Object Model), SVG uvam.                                               
Siehe auch:    World-Wide-Web   HTML   DOM   XML   CSS   PNG-Format   SGML   RSS   RDF   Ajax

  Ruby-on-Rails

Bei Ruby on Rails (RoR) handelt es sich um ein Web Application Framework. Bei der Namensgebung von Objekten sind Konventionen vorgesehen, woraus sich Vorteile bei der Softwarentwicklung und der Identifikation  und dem Zusammenspiel von Objekten ergeben. Der Softwareentwicklungsprozess kann so für bestimmte konkrete Anforderungen beschleunigt werden.  Ruby on Rails oder Rails (RR) wurde von dem dänischen Entwickler David Heinemeier Hansson entwickelt und verfolgt die Prinzipien: Konventionen vor Konfiguration und möglichst keine Wiederholungen.  Ruby on Rails ist nach der Model View Controller Architektur (MVC) aufgebaut. MVC besteht aus 5 Modulen: 
1. Ruby Erweiterungen von Rails 
2. Ein Modell, welches nach einem objekt-relationalen Muster aufbaut und die Abstrahierung der Objektschicht leistet ( → Martin Fowler) 
3. Ein Controller leistet über eine öffentliche Methode die Handhabung der Anfragen (Requests) und die entsprechende Ausgabe der Routine (Response). Formal wird die Ausgabe über ein Template gesteuert. 
4. Weiterhin existierern Funktionen zur  E-Mail Verwaltung
5. Der Action Web wird ab Version 2.0 durch eine Web Service Programmierung ersetzt welche mit Active Resources arbeitet: diese unterstützen XML-RPC und REST (Representational State Transfer). 
Mit Ruby on Rails können Ajax Applikationen realisiert werden, da JavaScript Framework Prototyping Funktionen mit der JavaScript Bibliothek script.aculo.us integriert sind.  Die JavaScript Bibliothek Scriptaculous baut auf dem JavaScript Framework Prototype auf. Neben dem DOM bietet es dynamische, visuelle Effekte und grafische Oberflächen-Elemente.  Rails steht unter der MIT Lizenz, ist plattformunabhängig und wird von dem Rails Core Team entwickelt.                                   
Siehe auch:    Ruby   JavaScript   GUI   UTF-8   Web-Service   RPC   
Link: http://rubyonrails.org


  HTML5

HTML5 ist die Weiterentwicklung des HTML4 Standards und soll besser an die Anforderungen des Web 2.0 angepasst sein.  Der Entwicklungsprozess von HTML5 ist noch nicht abgeschlossen, wird aber von verschiedenen Gruppierungen im Netz gefördert, wie z.B. von Google. Bei Google erhofft man sich, dass HTML5 als Basis für neue  Entwicklungen und Google-Dienste geeignet ist. HTML5 wurde vom W3C und speziell der Gruppe um Tim-Berners-Lee und dem WHATWG (Web Hypertext Application Technology Working Group) angestossen. 

WHATWG 
Das WHATWG ist nicht so unabhängig von Firmeninteressen wie das W3C, besteht es doch aus verschiedenen Mitgliedern aus der Unternehmenslandschaft, wie z.B.die Mozilla Foundation, Apple oder Opera Software. Microsoft trat bisher nicht bei.  Jedoch kann jeder Entwickler zu Themen des WHATWG durch die Teilnahme an der offenen Mailingliste beitragen.  Die Mailingliste des WHATWG wurde 2004 ins Leben gerufen um einige technische Entwicklungen von Internetstandards voran zu treiben, die bis dahin nur sehr schleppend liefen und sich wegen zu proprietären Eigenwegen  von manchen Unternehmen nicht immer zum Vorteil der Nutzer und Entwickler entwickelten. Die Entwicklung von der offenen Auszeichnungssprache XHTML 2.0 stand in Konkurrenz zur Weiterentwicklung des HTML-Standards.  Schliesslich wurde die Entwicklung von XHTM 2.0 Ende 2009 von der W3C zugunsten von HTML5 eingestellt.

HTML5 Übersicht 
HTML5 startete ursprünglich in dem Web Applications 1.0 Projekt und wird HTML 4.01 und XHTML 1.1 ablösen. HTML5 ist abwärtskompatibel und enthält Standards für Video Playback oder Drag-and-Drop, die bisher nur durch  Browser Plug-Ins wie den Adobe Flashplayer oder Microsoft Silverlight verfügbar waren. Neben verschiedenen allgemeinen Zielen die Aspekte wie Wohlgeformtheit, Einbindung von partizipierenden Gruppen in den Entwicklungsprozess, Formulierung eines  Vokabulars welches auch XHTML-Spezifikationen beinhaltet (und aus dem eine Version, die konform zum DOM (Document Object Model) ist, generiert wird) oder Sicherheit umfassen, werden konkret neue Elemente und Attribute definiert.  Diese sollen den neuen Anforderungen des Web 2.0 in verschiedener Hinsicht gerecht werden: Semantik, Multimediale Eigenschaften, Vereinfachung und Verbesserung  der Entwicklung grösserer Webanwendungen, Erweiterung des Vokabulars, Standardisierung und Sicherheit.

HTML5 Elemente 
Semantische Elemente sind z.B. die Ersetzung von Block Anweisungen (Tags) wie <span> für Inline Verwendung oder <div> für einen generischen Block durch <nav> für einen Webseiten Navigationsblock, <footer> für einen  Footer- oder Endbereich. Multimedia Elemente sind z.B. <audio> oder <video> welche das <object> Element ersetzen. 

Einige veraltete HTML4 Elemente wurden weggelassen: wie z.B. <font> oder <center>. Diese werden durch CSS ersetzt. 

HTML5 ist nicht länger SGML-konform und beginnt mit einer neuen Doctype Declaration: <!doctype html> welche den Rendering Mode (Quirks Mode) für die Abwärtskompatibilität triggert. 

Weitere neue Elemente sind <header> für den Kopfbereich eines Dokumentes, <article> für den eigentlichen Inhalt eines Dokumentes (Content, News-Feed usw., das article-Tag kann mehrere Inhalte abtrennen  oder durch <section> in Sektionen aufteilen und ist schachtelbar) oder <aside> für z.B. strukturierende Dokumentenbereiche wie eine Sidebar oder anfügenden Content.  Optische Hervorhebung leistet das <mark> Element. Mit <progress> kann ein Fortschrittsbalken für Webanwendungen eingefügt werden. 

Mit dem <time> Element können Zeitangaben eingefügt oder mit <datetime> Zeitformate die in die Zukunft reichen generiert werden. 
Durch <figure> und <legend> können Beschriftungen für Grafiken und Abbildungen erstellt werden. 
Das <canvas> Element wird eingesetzt um freie Skizzen und Grafiken zu erstellen. Es handelt sich um eine Zeichenfläche in Form einer 2D-Bitmap in der man mittels JavaScript Zeichnungen erstellen kann. 

Auch das Projekt Web Forms fliesst in den HTML5 Standard ein: zur besseren Formularerstellung wird das <input> Element um einige Attribute erweitert: type="email" (mit Gültigkeitsprüfung im Browser) sowie 'date',' time', 'datatime',  'color' (RGB-Farbwerte in Hexadezimal-Notation), 'url' oder 'number'. Das 'pattern' Attribut ermöglicht es, die Formularangaben besser zu überprüfen hinsichtlich der eingegebenen Werte: es wird ein Suchmuster in Form  eines regulären Ausdrucks erzeugt. Ist das Attribut 'required' gesetzt, so erzeugt man ein Pflichtfeld. 
Mit 'autofocus' kann man den Cursor in einem Formularfeld automatisch positionieren.

Einführung des HTML5-Standards 
Der HTML5-Standard wurde noch nicht von allen Browser-Entwicklern adaptiert und ist meist unvollständig implementiert. In den kommenden Jahren wird aber eine vollständige Implementierung der HTML5-Spezifikationen erwartet.
 
Siehe auch:    W3C   HTML   DTD   DOM   Browser   Silverlight   XHTML   SGML   Semantik   JavaScript