Domain

1. Mit Domain (oder Domäne) wird innerhalb von Netzwerken der (DNS-)Namensraum von logischen Subnetzen bezeichnet. Dieses Organisationskonzept gewinnt vor allem durch das Internet an Bedeutung. Das Internet ist in einen hierarchischen DNS-Namensraum  (Hierarchie von Domänen) gegliedert. Ausgehend von der Wurzel, einer Top-Level Domain (TLD) wie die Länderbezeichnung .de oder .com für Commercial usw. werden Subdomänen (Second-Level-Domains (SLD) und Third-Level-Domains) gebildet.  Ein Beispiel wäre: www. netzwerke.neogrid.de oder www. subdomain.domain.TLD oder third-level-domain. second-level-domain.TLD. Der Fully Qualified Domain Name (FQDN) dient der eindeutigen Identifizierung  eines bestimmten Knotens innerhalb des Namensraumes des DNS (Domain-Name-System). Der Domain-Namensraum hat eine baumförmige Struktur. Ein kompletter Domain-Name besteht aus der Zusammensetzung aller  Blätter und Knoten (Labels) des Baumes. Die Labels sind alphanumerische Zeichenketter mit einer Länge von einem bis 63 Zeichen. Sonderzeichen sind nicht erlaubt, ausser dem Bindestrich oder Minus ("-") und im deutschen die Umlaute Ä, Ö und Ü, nicht  jedoch ein scharfes "ß". Mit einem Punkt (".") wird ein Domain-Name abgeschlossen, streng genommen auch die TLD, doch den letzten Punkt kann man auch weglassen (wie oftmals ebenso das www oder auch sogar die TLD!).  Der FQDN darf maximal 255 Zeichen lang sein und sieht beispielsweise so aus: www.neogrid.de. → der letzte Punkt gehört dazu! Er kann auch Subdomains und  Unterverzeichnisse beinhalten: www.subdomain. domain.tld/ verzeichnis.html. Der Domainname wird von rechts nach links aufgelöst. Rechts befindet sich die höchste Hierarchieebene (TLD), welche mit einem Punkt noch von der Root getrennt ist. 
2. Die Domäne beim Active Directory unter Windows 2000 bezeichnet einen Grundbaustein, in dem alle Objekte eines verwaltungsgemässen Bereiches zusammengefasst sind.                                         
Siehe auch:    TLD   Subdomain   Domain-Name-System   SLD   DNS-Server   Domain-Name-Service   Root-Server   

  NIC

Network Information Center. Im Internet erfolgt die Vergabe von Internetadressen und Domain-Namen zentral durch das International Network Information Center InterNIC.  In Europa ist die RIPE-NCC für die Verwaltung und Administration der Vergabe verantwortlich. Die DE-NIC verwaltet die Top Level Domain TLD "DE" und ist der Betreiber des Primary-Nameservers für die DE-Domains.                                                       
Siehe auch:    InterNIC   ICANN   Nameserver   Resolver   DNS-Server   Domain-Name-System   DENIC   

  RFC-822

RFC-822-Namen (Requests For Comments) haben das Format Benutzername@Domainenamen. Sie sind auch bekannt als E-Mail-Adresse.                                                         
Siehe auch:    E-Mail   E-Mail-Server   Ray-Tomlinson   POP3   SMTP   IMAP4   SMTP-Authentifizierung   Requests-for-Comments   

  Subdomain

Als Subdomain bezeichnet man die Domain unterhalb einer solchen. Die Domain unterhalb der Top-Level-Domain (TLD) wird als Second-Level Domain bezeichnet; sie ist strenggenommen eine Subdomain der TLD, genauso wie die Third-Level-Domain eine Subdomain der  Second-Level Domain ist. Provider bieten den Kunden oft eine gewisse Anzahl von Subdomains an. Wenn die TLD www.neogrid.de ist, dann kann ich Subdomains damit bilden, wie beispielsweise www.subdomain1.neogrid.de und www.subdomain2.neogrid.de usw..                                                       
Siehe auch:    TLD   DNS   DNS-Server   

  Application-Domain

Innerhalb einer Anwendungsdomäne (Application-Domain) kann der Code unabhängig und in Isolation von seiner Umgebung ausgeführt werden. Dies ist Teil der CLR (Common Language Runtime) innerhalb der .NET Strategie von Microsoft.  Die Domänen sind durch eine Sicherheitsschicht voneinander getrennt. Dadurch kann eine Domäne Beeinträchtigungen unterliegen (beispielsweise abstürzen oder sich aufhängen) ohne die andere Domäne dabei zu stören.  Auch der Zugriff auf den Code der jeweils anderen Domäne ist nur mittelbar möglich. Dadurch kann eine Domäne  unabhängig von Prozessen laufen. Code, der von mehreren Domänen benötigt wird, muss nur ein mal geladen werden.                                                   
Siehe auch:    Dot-NET   CLR   MSIL   JIT-Compiler   Microsoft   Dot-NET-Framework-3-0   Thread   

  Xen

Xen ist eine freie Virtualisierungssoftware (lizenziert durch GNU/GPL), die auf dem Prinzip der Systemvirtualisierung durch einen Virtual Machine Monitor (VMM) basiert. Im Gegensatz zur Betriebssystemvirtualisierung, bei der mittels OS-Container  eine Teilmenge des Wirtssystems hergestellt wird, gaukelt der VMM dem jeweiligen Gastsystem einen kompletten eigenen Rechner vor und verteilt die Hardwareressourcen intelligent durch Hardware Emulation,  Hardware Virtualisierung oder, wie im Falle von Xen, durch Virtualisierung mittels eines Hypervisors. Dadurch können die Gastsysteme ihren eigenen Kernel laufen lassen und es sind keine grossen Änderungen an den Betriebssystemen notwendig. Der Hypervisor  "überwacht" die Virtualisierung und wird oft als Synonym für den Virtual Machine Monitor verwendet. Xen läuft eine Ebene tiefer als die Kernels der Betriebssysteme und bildet eine abstrahierende Schicht zwischen der Hardware und den Gastsystemen. Der  Hypervisor verteilt die Hardwareressourcen. Die Kernel der Gastsysteme werden auf die Xen Architektur angepasst. Daraus folgt, dass Open Source Systeme grundsätzlich durch Xen paravirtualisiert werden können. Durch Vanderpool von Intel oder Pacifica von  AMD können auch nicht modifizierbare Betriebssysteme auf Xen laufen. Grundsätzlich ist bei Xen ein Xen-Kernel mit entsprechenden Treibern das Wirtsystem. Xen paravirtualisiert die Hardware also und emuliert sie nicht. Bei VMware beispielsweise ist ein  Linux- oder Windows-Kernel der Gastgeber und die Hardware wird virtualisiert, d.h. ist für das Wirtsystem und das Gastsystem gleichermassen verfügbar. Xen differenziert zwischen privilegierten Domänen (Dom0) und unprivilegierten Domänen (virtuellen  Systemen, DomU). Die Domäne-0 kontrolliert das System selber und die Gast-Domänen. Xen wird unter einer entsprechenden Distribution installiert und konfiguriert (Kernel und Userland-Tools). Nach dem Neustart wird der Xen-Kernel  hochgefahren und die Domain-0 gestartet. Mit den Xen-Werkzeugen werden dann die Gastsysteme gestartet. Xen ist bereits in Fedora Core ab Version 4, SuSE Linux ab Version 9.3 und Novell/SuSE Linux Enterprise Server ab Version 10 integriert.  Unterstützt wird Xen durch NetBSD, Sun Microsystems (OpenSolaris), IBM,  Intel, Red Hat, HP, openSuSE, ReactOS und Microsoft. Das Xen Projekt wurde an der University of Cambridge gestartet und soll jetzt über die Firma XenSource zum Industriestandard ausgebaut werden.  Das Projekt OpenSolaris wird von ORACLE eingestellt.                                   
Siehe auch:    Virtualisierung   Kernel   Open-Source   GNU   GPL   Vanderpool   openSuSE   Fedora-Core   Domain   ORACLE