| FTP | |||||
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File Transfer Protocol. FTP ist ein Netzwerkprotokoll zur Übertragung von Dateien im Internet und in lokalen Netzwerken, bei denen das TCP/IP-Protokoll zur Anwendung kommt. FTP befindet sich auf Schicht 7 des OSI-Schichtenmodells (Application Layer/Anwendungsschicht). Via FTP kann man Daten von einem Client zu einem Server oder vice versa übertragen oder auch clientgesteuert zwischen 2 Servern. Bei FTP wird für die Datenübertragung und die Steuerung jeweils eine eigene Leitung verwendet. Ein Standard Port für eine FTP Sitzung ist der Port 21 (Control Port des Servers): der FTP-Client beginnt eine FTP Sitzung, indem er eine Verbindung zum Port 21 (bzw. den jeweiligen Control Port des Servers) über TCP aufbaut. Der FTP-Client sendet über diese Leitung Befehle zum Server, die dieser nach einer eventuellen Authentifizierung mit einem Statuscode quittiert. Die Übertragung der Daten und Verzeichnislisten erfolgt separat über den Data Port (standardmässig Port 20). Hierbei wird i.d.R. pro Vorgang eine TCP-Verbindung verwendet. FTP-Modi: Active Mode und Passive Mode Dabei gibt es zwei verschiedene Modi eine solche Verbindung aufzubauen: den Active Mode (Aktives FTP) und den Passive Mode (passives FTP): der Active Mode (Aktives FTP) zeichnet sich dadurch aus, dass der FTP-Client einen zufälligen Port öffnet und dem Server über diesen Port die Port Nummer und seine IP-Adresse durch das PORT-Kommando mitteilt. Es handelt sich hierbei i.d.R. um einen Port des Clients von Port 1023 an aufwärts. Beim Passive Mode (passives FTP) sendet der FTP-Client ein PASV-Kommando an den Server, woraufhin dieser einen Port öffnet und die Port Nummer mitsamt seiner IP-Adresse an den Client übermittelt. Diese Port Nummer wird dann zum Server Port, der Client Port ist i.d.R. eine Port Nummer ab 1023 aufwärts. FXP Es kann aber auch FXP vorliegen (File Exchange Protocol): beim FXP werden Dateien zwischen 2 FTP-Servern ausgetaucht, ohne dass sie über einen FTP Client laufen müssen. Dabei wird der Active und Passive Mode gleichzeitig eingesetzt: Ein FTP-Client sendet an einen FTP-Server ein PASV-Kommando (Passive Mode): daraufhin erhält er die Port Nummer des Server Ports und die IP-Adresse des FTP-Servers. Danach sendet der FTP-Client ein PORT-Kommando an einen zweiten FTP-Server (Active Mode); jedoch enthält dieses PORT-Kommando als Argument nicht die eigene IP-Adresse und Port Nummer, sondern die Antwort des ersten FTP-Servers, wodurch der zweite FTP-Server eine Verbindung zum ersten FTP-Server aufbaut. Um die Datenübertragung zu starten sendet der FTP-Client das RETR-Kommando an den zweiten FTP-Server und das STOR-Kommando an den ersten FTP-Server. Falls einer der Server keinen Passive Mode unterstützt, kann auf dem anderen Server ein PASV-Kommando ausgeführt werden (Alternative Mode). Die FXP-Übertragungen können durch den CPSV-Befehl (statt PASV) oder durch SSCN (Set Secured Client Negotiation) sicherer gemacht werden. Diese Methoden sind jedoch anfällig für Man-in-the Middle Attacken, da die Zertifikate nicht überprüft werden. FTP und Sicherheit Um FTP sicherer zu machen kann man Secure FTP (Secure File Transfer Protocol), SSH File Transfer Protocol (SFTP: eine Weiterentwicklung von Secure Copy) verwenden, oder gar ein anderes Protokoll: MBS/IP (Multi-purpose Business Security over IP). Bei diesen Massnahmen ist es möglich, die FTP-Übertragungen mittels SSL oder TLS zu verschlüsseln. Anonymous FTP und WebFTP Beim Anonymous FTP, welches oft von Bildungseinrichtungen oder Anbietern sogenannter FTP-Mirrors eingerichtet wird, existiert neben den üblichen Benutzerkonten ein Konto "anonymous" oder "ftp", in das man sich ohne (oder beliebiges) Passwort einloggen kann. Beim WebFTP wird der Zugriff auf FTP-Server via HTTP ermöglicht. |
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| Siehe auch: HTTP Client-Server TCP-IP OSI-Schichtenmodell protokoll netzwerk | |||||
| Internet | |||||
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Das Internet entstand 1969 durch das vom amerikanischen Verteidigungsministerium eingerichtete ARPANET und war zunächst den amerikanischen Militärs vorbehalten. Schon bald wurde es in den Bereichen Wissenschaft erweitert und bildete einen Netzwerkverbund von Forschungseinrichtungen von fast allen Universitäten der westlichen Welt. 1989 wurde das World Wide Web am Europäischen Institut für Kernforschung (CERN, Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) in Genf von Tim Berners-Lee entwickelt, wo auch die ersten WWW-Entwicklungen entstanden sind. Hinter dem Internet verbergen sich unzählige kleinere Computernetzwerke und Server, welche über Kabel und Satelliten weltweit miteinander verbunden sind. In diesem 'Globalen Dorf' beschränkt sich der Informationsaustausch nicht mehr alleine auf Dokumente und Texte, vielmehr bietet das Internet eine grosse Anzahl von Diensten und Protokollen unterschiedlicher Komplexität. E-Shopping, Online Shopping Ein Electronic Shop (E-Shop) ist ein virtuelles Geschäft. Der vom Kunden gesuchte Artikel wird in eine Suchmaschine, wie beispielsweise, Google eingegeben und die Ergebnisse am Computer angezeigt. Die Anzeige erfolgt über Texte, Grafiken und Hyperlinks, Ton und Bildsequenzen. Der Bestell/Kaufvorgang ähnelt dem des konventionellen Versandhandels, jedoch per Tasten- und Mausdruck. Im Gegensatz zum klassischen Versandhandel, können im Internet auch digitale Güter gekauft, d.h. gedownloadet werden. Online- und Teleshopping erfreut sich heutzutage großer Beliebtheit. Alle namhaften Versandhäuser machen einen Großteil ihres Umsatzes im Internet. Dienste Da wären E-Mail bzw. Electronic Mail: Austausch von Nachrichten mit anderen Anwendern. Telnet: gestattet einem User mit Zugriffsrechten, sich im Datei-System eines entfernten Computers zu bewegen. File Transfer Protocol: erlaubt den Abruf und die Datenfernübertragung von Dateien mit anderen Anwendern, Newsgroups: Diskussionslisten mit einem automatischen Verteilwesen von Beiträgen, World Wide Web (WWW): beruht auf allen bisher genannten Internet-Diensten, wobei WWW-Seiten neben Texten und sogenannten Hyperlinks auch Grafiken, Ton und Bildsequenzen enthalten können. Das Übertragungsprotokoll für WWW-Seiten ist das Hypertext Transfer Protocol (HTTP), welches TCP/IP als Transportprotokoll benötigt. Im Internet erhält jeder Server und jede Website eine eigene IP-Adresse, welche durch den Domain Name Service (DNS) aufgelöst wird. z. B.: http://209.85.135.105/ = http://www.google.de. Internet-Geschichte Die erste Webseite wurde vom Physiker Paul Kunz vom Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) im Dezember 1991 ins Internet gestellt. Sie enthielt seine Datenbank SPIRES (Stanford Public Information REtrieval System). Durch SPIRES werden Publikationen und Preprints aus den Bereichen Mathematik und Physik (im besonderen Hochenergiephysik) veröffentlicht. |
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| Siehe auch: CERN World-Wide-Web FTP Domain-Name-System Google ARPANET suchmaschinen Requests-For-Comments Router Autonomes-System | |||||
| Link: http://internetworldstats.com/stats.htm | |||||