HAL

Hardware Abstraction Layer. Exkurs: HAL 9000 war auch der Computer der Jupiter-Mission in dem Film von Stanley Kubrick "2001: Odyssee im Weltraum". Und zwar resultierte HAL als Abkürzung für Heuristics and Algorithms.  Einer Legende nach handelt es sich bei HAL um einen Buchstabenshift, jeweils eins im Alphabet nach vorne aus IBM. Dies ist jedoch reiner Zufall! Die Romanvorlage von 2001 - A Space Odyssey stammt von Arthur C. Clarke (1917 - 2008).   

HAL (Hardware Abstraktions Schicht/Hardware Abstraction Layer)  ist eine Schnittstelle, welche es ermöglicht, dass Software-Komponenten nicht auf die Spezifikationen der Hardware Rücksicht nehmen müssen.  Eine Hardware-abstrahierende Schicht wird von den Virtualisierungstechnologien  verwendet, um Betriebssysteme vom direkten Hardwarezugriff zu trennen. Damit kann man Gastsystemen eine komplette Hardware vorgaukeln.                                             
Siehe auch:    Virtualisierung   schnittstelle   Java   Vanderpool   Xen   IBM   Arthur-C-Clarke   HAL-9000   

  Fat-Client

Der Fat-Client (Rich-Client) übernimmt in einer Client-Server Architektur die wesentliche Verarbeitung der Daten. Er verfügt über eine API (Application Programming Interface) und hardware-abstrahierende Schicht  (HAL, Hardware Abstraction Layer) und stellt die Hardware Ressourcen zur Verfügung. Der Rich Client verfügt über noch mehr Funktionen, wie E-Mail Verarbeitung, FTP Downloads usw. Oft sind diese als Module in einem  Framework eingebettet oder können vom User in einer Rich-Client-Platform (RCP) selber zusammengestellt werden. Beispiele für RCPs sind Eclipse oder Spring.                                                     
Siehe auch:    Client-Server   netzwerk   Framework   Modul   API   HAL   IBM   ColdFusion   

  ReactOS

ReactOS (React Operating System: bedeutet eine Reaktion auf Microsoft Betriebssysteme) ist ein Open Source Softwareprojekt zur Entwicklung des Betriebssystems ReactOS. ReactOS ist kompatibel zu Microsoft NT 4.0, 2000, XP und Vista und deren Treiber.  Unter ReactOS sollen Windows Programme ausführbar sein. Lizenziert ist es unter der GPL. Eine Zusammenarbeit mit dem WINE Projekt findet statt, jedoch wird Linux + WINE nicht als vollständiger Ersatz für Windows gesehen.  Die Motive für die Entwicklung von ReactOS liegen in der Absicht, eine Alternative für Microsofts NT-Betriebssysteme herzustellen. Linux bietet diese Alternative  in mancher Hinsicht (Open Source, frei verfügbar, UNIX Eigenschaften, Entwickler Community sowie genügend Anwendungen und Tools, GNU/GPL Lizenz), ist jedoch nicht für alle Anwender geeignet, da viele auf die Windows Eigenschaften  bezüglich der leichteren Erlernbarkeit und Bedienbarkeit und des umfassenden Angebotes an Treibern und Software nicht verzichten wollen.  Windows ist nicht quelloffen und kann daher ausserhalb von Microsoft kaum verbessert werden. ReactOS ist kompatibel zu Windows NT 4.0. Da Windows 2000, XP und Vista sich intern als NT 5.0, NT 5.1 bzw. NT 6.0 verstehen  werden in ReactOS Erweiterungen und Features die die Kompatibilität gewährleisten verfügbar sein.

Mikrokernel-Architektur
NT 4.0 ist laut Definition von Microsoft ein modifizierter Mikrokernel,  der Eigenschaften der Mikrokernel- Architektur mit denen eines mehrschichtigen Betriebssystems kombiniert. ReactOS ist modular und mehrschichtig, und vertritt die Philosophie,  dass ein geringer Anteil von Eigenschaften einer Mikrokernel-Architektur es nicht rechtfertigen, ReactOS als einen kombinierten Mikrokernel zu bezeichnen.

Ausführungsschicht und geschützte Subsysteme 
Die unterste Schicht von ReactOS ist die Ausführungsschicht (Executive). In der Ausführungsschicht befindet sich jeglicher Programmcode der im Kernelmodus läuft.  Zur Ausführungsschicht gehören der Kernel, die Gerätetreiber, die Hardware-abstrahierende Schicht (Hardware Abstraction Layer, HAL) und die Systemdienste inklusive des Win32-Subsystems.  Über der Ausführungsschicht liegen die geschützten Subsysteme. Diese erlauben einigen virtuellen Betriebsystemen auf der Ausführungsschicht von ReactOS aufzusetzen. Dazu gehören POSIX-konforme Betriebssysteme  oder OS/2. Bei den Gerätetreibern soll das Teibermodell von Windows NT 4.0 umgesetzt werden. Auch die Implementierung des Windows Driver Model (WDM) ist geplant. Die HAL ermöglicht dem ReactOS-Kernel auf verschiedenen x86-Architekturen zu laufen.                                 
Siehe auch:    windows   GPL   GNU   Open-Source   WINE   Mikrokernel   Mach-Mikrokernel   Kernel   POSIX   HAL
Link: http://www.reactos.org