Hypertext

Das Konzept des Hypertexts beschreibt die Verknüpfung von Dokumenten in einem digitalen Netzwerk über Hyperlinks.  Informationen in einem Netzwerk, z. B. dem Internet, können so in einer logischen Struktur von Objekten und Knoten (z. B. Texte) miteinander verbunden werden.  Hypermedia ist eine Kombination aus Hypertext und Multimedia: es handelt sich im Prinzip um Hypertext-Knoten mit multimedialem Inhalt: also statt Texte beispielsweise Videos oder Audio-Dateien. Eine Hypermedia-Datei kann durch Anklicken eines  Hyperlink-Textes aufgerufen werden oder durch den hypermedialen Ansatz des Elastic-Charles Projektes am MIT Media Lab: eine Hypermedia-Datei wird aufgerufen durch Anklicken eines kleinen, sich bewegenden Icons  (Micon, Moving Icon).                                                 
Siehe auch:    Hyperlink   Memex   Semantische-Suchmachine   

  Memex

Memory Extender. Einen festen Namen in den Geschichtsbüchern machte sich Vannevar Bush 1945 durch die Veröffentlichung eines Artikels: 'As we may think' im 'Atlantic Monthly'. Ein utopisches Informationssystem  namens 'Memex' sollte nach Bush ein Informationssystem darstellen, das auf dem damaligen technischen Stand basierend, dokumentarisches Wissen speichert. Neben der Speicherung und Indizierung von Informationen  zeigte Bush die richtungsweisende Idee der "Verknüpfung" ("Associations"). Dieses Konzept ist heute z. T. mit Hypertext-Dokumenten (Hyperlinks) im World Wide Web verwirklicht.  Mit den Möglichkeiten der modernen EDV ist das, was für Bush Utopie blieb, das technisch realisierbare "Büro der Zukunft" geworden.  Vannevar Bush stellte sich ein Informationssystem zur Wissensspeicherung und -auswertung vor, welches mit einem Kompakt-Analog-Rechner realisiert wird. Diese Maschine habe die Form eines Schreibtisches (ähnelt  lustiger Weise dem heutigen Desktop-Konzept) und kann Dokumente aufbewahren und sie vor- und zurück blättern sowie auf berührungssensitiven Bildschirmen projizieren. Das Memex verfügt auch über eine kopfmontierte Kamera (Vorläufer der Webcam!?), eine  Schreibmaschine und Sprachsoftware (Spracherkennung die in der Lage sei, Texte mittels Sprachsynthese vorzulesen).  Informationen können durch die Verknüpfungen in Form von längeren Pfaden ('trails') verbunden werden. Das Memex sollte nach den Vorstellungen von Vannevar Bush die Leistungen des menschlichen Gehirns nachbauen. Gedanken und Ideen werden abgespeichert und  miteinander verknüpft (neuronale Leistungen des menschlichen Gehirns, welches Informationen memorisiert und durch Bilden von Verknüpfungen von Gehirnzellen Informationen verbinden kann) und zu Pfaden verbunden.  Das Memex dient dann, so wie heutige Rechner mit Festplatten, als ausgelagerter Teil des menschlichen Gehirns.

MyLifeBits von Microsoft 
In dem Microsoft Projekt MyLifeBits wurde ähnliches realisiert: ein kompletter Lebensabschnitt eines Menschen (der Microsoft Angestellte Gordon Bell) soll aufgezeichnet werden und das beinhaltet auch bewusste (Sehen,  Hören) und unbewusste Informationen wie Umgebungsparameter (Aussentemperatur, CO2-Gehalt der Luft usw.). Gordon Bell digitalisierte seine aufbewahrten Texte, Fotos, Videos oder Aufnahmen seines Anrufbeantworters und arbeitete dabei, ganz  nach dem "Büro-der-Zukunft"-Konzept, papierlos. Microsoft setzte u.a eine Wärmebildkamera ein, und entwickelte eine spezielle Software,  um die gesammelten und digitalisierten Informationen zu speichern und zu archivieren sowie die SenseCam, die Gordon Bellum den Hals trug. Per GPS wurde der jeweilige Aufenthaltsort von Gordon Bell festgehalten und aufgezeichnet.                               
Siehe auch:    Hyperlink   Hypertext   Differential-Analysator   Transaktion   Integrated-Circuit   Z1   Harvard-Mark1   SSEC