IANA

Die Internet Assigned Numbers Authority ist zuständig für die Vergabe von Top-Level-Domains (generic TLD, wie .com, .org, .biz und die Länderdomains wie .de, .be, .fr usw.), IP-Adressen und Internet-Protokollnummern. Weiterhin regelt die IANA die  Zuordnung der Haupt-Ports von 0 bis 1023. Die Registrierung von lokalen IP-Adressen wird von der IANA an die Regional Internet Registries (RIRs) delegiert. Die RIRs teilen sich die Welt in folgende Zonen auf: Europa: RIPE Network Coordination  Centre (RIPE NCC, Réseaux IP Européens) Nordamerika: ARIN (American Registry for Internet Numbers), Asien und Pazifik-Region: APNIC (Asia Pacific Network Information Centre),  Afrika: AfriNIC (African Network Information Centre) und letztlich Mittel- und Südamerika und Karibik: LACNIC (Latin American and Caribbean Internet Addresses Registry).  Die IANA verteilt IPv4 und IPv6 Adressen und vergibt sie blockweise an die einzelnen RIRs, die sie wiederum nach ihren eigenen spezifischen Regelungen an die Internet Service Provider und Organisationen verteilen.  Die IANA ist eine Unterorganisation der ICANN. Damit untersteht sie dem US-Wirtschaftsministerium. Letzteres bestimmt auch über den Master aller Root-Server: den A Server von VeriSign und hat damit bestimmenden Einfluss, was in die Root kommt!  Daher auch das politische Problem: die ICANN versucht immer wieder Druck auf die IANA auszuüben und überdeckt damit das Verhältnis zwischen der IANA, den RIRs und deren CcTLDs (Country-Code-Top-Level-Domains). Deswegen gibt es Bestrebungen, die IANA von  der ICANN abzukoppeln, auch gegen den Willen des US-Handelsministeriums.                                           
Siehe auch:    ICANN   IETF   RIPE-NCC   DENIC   Root-Server   DNS-Server   TLD   TCP-IP   IPv6   IP-Adresse