IP-Fragmentierung

Innerhalb von IPv4 Netzen wird die maximale Grösse von Datenpaketen mit der MTU (Maximum Transmision Unit) festgelegt. Überschreitet ein Datenpaket oder IP-Datagramm diesen Wert, so wird es von den Routern fragmentiert, d.h.  in ein oder mehrere physikalische Datenpakete zerlegt. Im Header der fragmentierten Datenpakete sind Informationen enthalten, die gewährleisten, dass die fragmentierten Pakete beim Empfänger wieder korrekt zusammengefügt ankommen.  Die MTU ist abhängig von der individuellen Konfiguration und den Hardwarekomponenten eines IPv4 Netzes.  Bei IPv6 wird keine Daten-Fragmentierung mehr verwendet: überschreitet ein IP-Datagramm die MTU, so wird der Absender per ICMP-Nachricht darüber informiert. Daraufhin kann der Absender die Grösse der zu versendenden Datenpakete entsprechend anpassen,  so dass die Router innerhalb des IPv6 Netzes keine Pakete mehr fragmentieren müssen. So werden die Nachteile der IP-Fragmentierung umgangen: negativer Einfluss auf den  allgemeinen Datendurchsatz und möglicher Verlust von IP-Paketen und die daraus resultierende Notwendigkeit, IP-Pakete erneut zu versenden.                                               
Siehe auch:    Datenpaket   MTU   IPv6   Router   IP-Adresse   TCP-IP   netzwerk