IPTV

Internet Protocol Television ist Fernsehen das über das Internet empfangen werden kann. Damit einher gehen neue Möglichkeiten für das Fernsehen: interaktives Fernsehen, zeitversetztes Fernsehen, internetbasierte  Suche nach Sendungen, menügesteuerte Programmführung und weitere Dienste.

IPTV Dienste
Zu den Diensten zählen Videotext, Radio, Mehrkanalton, Untertitel, eCommerce bzw. T-Commerce, Web 2.0 Dienste, Aufnahme auf den Festplattenrekorder des Recievers,  digitale Programmzeitschriften oder PayTV bzw. Video-on-Demand. Auch kostenlose extra Filme oder Serien bzw. Sendungen sind möglich. Weiterhin können mehr Programme empfangen bzw. freigeschaltet werden. Der Receiver wie bei der Deutschen Telekom AG  (T-Home Media Receiver) oder die Set-Top-Box wie bei Google TV oder Apple spielen hier eine wichtige Rolle. Man kann das Empfangsteil mieten oder kaufen. Voraussetzung ist eine schnelle DSL -Breitbandverbindung  mit mindestens 16 MB/s oder VDSL. Durch die Menüsteuerung ist TV individualisierbar und leichter zu bedienen. Man braucht sich nicht mehr durch die Programme zu zappen sondern kann sie bequem aus dem Menü, das auch eine  Programmvorschau mit Sendungsinfos bietet, ansteuern. Verschiedene Anschlüsse zum TV wie Scart oder HDMI bieten ein einfaches Anschliessen an das TV.  Die Signalqualität ist gut da digital, manche Angebote bieten auch HDTV-Empfang. Die Fernbedienung des Receivers enthält alle Funktionen.

IPTV vs. Internet TV 
Internet TV über ein offenes Netz wäre für alle Haushalte mit einem Breitbandanschluss verfügbar, birgt jedoch den Nachteil, dass kein ISP die Bandbreite von mind. 4 MB/s garantiert. Deswegen ist IPTV über geschlossene Netze weiter verbreitet. Für HDTV  ist eine Bandbreite von mindestens 8 MB/s notwendig.

Client-Server vs. Peer-to-Peer
Die Videodaten können zentral nach dem Client-Server Prinzip verteilt werden oder dezentral nach dem Peer-to-Peer Prinzip.  Das Peer-to-Peer Prinzip birgt den Vorteil, dass die Bandbreite dezentral von vielen Peers verteilt werden kann und es so unwahrscheinlicher ist, dass es zu einem Bandbreitenengpass kommt.

Unicast vs. Multicast 
Ein Video-on-Demand Dienst benötigt als Übertragungsverfahren Unicast, so dass jeder Haushalt bzw. jeder Empfänger über einen eigenen Videodatenstrom verfügt. Mit Multicast ist nur Near-Video-on-Demand möglich.

Empfangsgeräte 
Empfangsgeräte können neben dem PC, einem Receiver oder der Set-Top-Box auch mobile Endgeräte sein, die z.B. über UMTS gehen.  Auch eine Spielekonsole kann als Empfänger dienen. Voraussetzung für einen IPTV Receiver oder die Set-Top-Box ist auch ein Router, an dem der Datenstrom abgenommen wird.  Neben der DTAG, Google und Apple will auch Amazon ins IPTV-Geschäft einsteigen.                               
Siehe auch:    Fernseher   DVB   HDMI   Medien-im-Internet   Peer-to-Peer   Client-Server   HDTV   Unicast   VDSL