| Lochkarte | |||||
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Lochkarte (engl. punched card). Die Lochkarte ist die älteste Form eines maschinell lesbaren Speicher- und Steuerungsmediums. Die ersten durch Lochkarten gesteuerten Systeme fanden Verwendung in Musikautomaten, Drehorgeln und Webstühlen. Weitere Verwendungen der Lochkartentechnik fanden in vielen anderen mechanischen und elektromechanischen Rechen- und Sortiermaschinen statt, wie z. B. der US-Amerikanischen Volkszählung von 1890. Eine Standard-Lochkarte (Hollerith-Lochkarte) aus den 30'er Jahren bestand aus dünnem Karton, hatte ein Format von 187,3 mm x 82,5 mm und war in 12 Zeilen zu je 80 Spalten eingeteilt. Die Informationen wurden vollautomatisch oder manuell mit einem Kartenlocher in Form von kleinen Rechtecken in die Karte eingestanzt. Das Prinzip der Datenspeicherung auf einer Lochkarte ist die Kodierung durch das Vorhandensein oder das Fehlen eines Loches an einer vorgegebenen Position. Die Lochkarten waren am linken oberen Rand abgeschnitten, um die Eindeutigkeit bei der stapelweisen "Fütterung" von optoelektronisch arbeitenden Lochkartenlesern zu gewährleisten. |
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| Siehe auch: Charles-Babbage Mechanische-Rechenmaschinen Harvard-Mark-I SSEC ENIAC Z1 IBM | |||||