Logdatei

In Logdateien (auch Logfiles genannt) werden bestimmte Vorgänge protokolliert. Dadurch soll der Nutzer in der Lage sein, nachzuvollziehen, was während des überwachten Vorganges passiert ist. Logdateien werden eingesetzt, beispielsweise bei der  Antivirensuche, bei FTP-Programmen oder in Netzwerken, um die Zugriffe auf den Server zu protokollieren. Auf Webservern verzeichnen Logfiles z. B. die Anzahl der Hits bzw. Mausclicks, die Anzahl der Besucher, den Website Traffic ausgedrückt in  Kilobytes oder die Anzahl der aufgerufenen Pages. Dasselbe wird dann noch für den Tagesdurchschnitt errechnet und nach Ländern, URLs, Entry- und Exitpages, User-Agents, Suchstrings (wenn ein Besucher von einer Suchmaschine weitergeleitet wurde) oder  Verteilung über 24 Stunden aufgeschlüsselt. Die Daten sind wichtig für Website-Administratoren oder Marketing- bzw. Technikleute und das Management um den Erfolg eines Webangebotes analysieren zu können. Die erhobenen Daten geben Aufschluss  darüber, was die Besucher auf der Webseite machen. Dadurch kann man bei Online-Shops die Konversionsrate ermitteln. Die Konversionsrate (Conversion Rate) ist das Verhältnis von der Anzahl der Besucher zu der Anzahl von abgeschlossenen Bestellungen.  Auch wichtig zu wissen ist, wieviele Besucher einen Bestellvorgang abgebrochen haben und an welcher Stelle: dadurch ermittelt man eventuelle Ursachen wie: zu komplizierter Bestellvorgang, mangelnde Transparenz der Zahlungsmodalitäten bzw. das Fehlen  einer gewünschten Zahlungsmodalität oder unübersichtliche AGBs, mangelnde Information über Rückgaberechte, mangelndes Vertrauen der User in die Sicherheitsvorkehrungen beim Zahlungsvorgang usw. Es wird auch nach Menschen und Maschinen unterschieden.  Bekannte Programme, die automatisch die Daten für eine Logfile-Analyse aufbereiten sind: Webalizer, Pagelogger, Analog, AWStats, http-analyze oder Sawmill. Eine weitere Software ist Urchin: sie wurde von Google aufgekauft und wird unter Google-Analytics  angeboten. Man kann Urchin leicht durch ein JavaScript in seinen Code einbinden. Urchin stellt neben dem Genannten verschiedene Sichtweisen für Administratoren, Marketing und Management zur Verfügung und ermittelt auch Statistiken über verwendete  Browser, Betriebssysteme, Bildschirmauflösungen usw. Der Nachteil von Google Analytics ist, dass es die Geschwindigkeit der Seite beeinflussen kann und dass man Google damit Daten über seine Webseite überlässt.                                       
Siehe auch:    Webserver   protokoll   IP-Adresse   ISP   Google   PHP   GNU   JavaScript   URL   

  Webserver

Ein Webserver ist ein Server im Internet oder Intranet, der ein oder mehrere Webseiten und Dienste verwaltet. Wird mittels eines Web-Browsers eine Internet-Adresse aufgerufen, wird dies dem Webserver mitgeteilt.  Der Webserver überprüft, ob die gewünschte Adresse direkt zugänglich ist oder gibt, wenn die angeforderte Adresse nicht gültig ist, eine Fehlermeldung aus. Die Informationen werden zu den WWW-Clients mittels Hypertext Transfer Protocol  übertragen.

Webserver-Leistungen und Webserver-Technologien
Ein Webserver kann CGI-Skripte, serverseitige Scriptsprachen und Programme wie PHP und MySQL, JSP und  ASP sowie Server Container (Servlets, ASP.NET und Sprachen der .NET Framework Laufzeitumgebung Common Language Runtime (CLR) bzw. der  Common Language Infrastructure (CLI) wie Visual-Basic.NET, C++.NET, J# oder C++/CIL) oder Web Services (XML-RPC, SOAP) zur Verfügung stellen.  Diese programmierten Teile der Webseiten werden nur auf dem Webserver ausgeführt und sind auch für die User nicht sichtbar. Die WWW-Clients bekommen auf ihren Web-Browser nur den HTML-Quelltext zu sehen. 

Bekannte Webserver
Bekannte Webserver sind z. B.: Apache-HTTP-Server, IIS (Internet-Information-Server) von Microsoft (heute: Internet Information Services),  NCSA-Server (National Center for Supercomputing Applications) und CERN-Server. Das NCSA ist auch bekannt für den Browser NCSA-Mosaic, einer der ersten Internet Browser, der ausser Text auch Grafiken darstellen konnte,  ohne diese extra laden zu müssen. Bekannte Server die hauptsächlich für die Entwicklung von Webseiten bzw. als Applikationsserver verwendet werden sind:  Apache Tomcat oder BEA WebLogic Server. Letztere werden vor allem bei Servlets und JSP bzw. serverseitigen Java Umgebungen eingesetzt. 

Logfiles und Logfile-Analyse
Datenverkehr auf dem Webserver wird in Logfiles gesammelt ("geloggt") und ausgewertet. Damit kann man bestimmen,  welcher Agent mit welcher IP-Adresse was auf welcher Webseite gemacht hat (Visits, Views, Hits, Files, Kilobytes usw.). Die Analyse  der Logfiles kann mit speziellen Logfile-Auswertungs-Tools erleichtert werden. Oftmals müssen Suchmaschinen-Bots (Robots, Spider, Crawler), Web-Crawler bzw. Web-Spider (z. B. Majestic12) oder Offline-Browser (z. B. HTTrack, Website Extractor)  herausgefiltert werden. Manchmal ist es besser, ungewünschte Agents aus zu schliessen, z. B. im Script oder durch Editieren der robots-dot-txt.  HTTP ist ein verbindungs- und zustandsloses Protokoll, so dass eine eindeutige Zuordnung nicht immer möglich ist. Zu dem können vorgeschaltete Proxy-Server diese Zuordnung erschweren, da sie sich gegenüber dem Webserver als Client ausweisen.  Ausser den bereits Genannten folgt hier eine Auswahl weiterer Webserver: Zope, Cherokee Webserver, AOLserver, Tux, Goron, Caudium, lighttpd (BSD) oder Litespeed.                           
Siehe auch:    Web-Service   Logdatei   Server-Error   Offline-Browser   Apache-HTTP-Server   PHP   Apache-Tomcat   JSP   SOAP   Zope

  Search-Engine-Optimization

Search Engine Optimization (SEO) ist ein sehr aktuelles Thema und behandelt die Optimierung von Suchergebnissen für bestimmte Webseiten und Suchmaschinen.  Je besser man eine Webseite in den Suchergebnissen der wichtigsten Suchmaschinen wie Google, Bing (Live Search, MSN), Yahoo, Lycos, Altavista uvam. findet, desto eher kann man mit dieser Webseite Erfolg haben.

SERP und Keywords 
Wichtig zu wissen um in die Top 10 SERPs (Search Engine Ranking Position) zu kommen sind die eigenen Keywords (Schlüsselwörter), welche zur Auffindbarkeit der Domain und ihrer Inhalte wichtig sind bzw. die Konversions-Rate erhöhen.  Diese Schlüsselwörter gilt es richtig und angemessen zu platzieren, im Text, bei bestimmten Tags, den Überschriften (Title-Tag) oder Meta-Tags. Dabei spielen die Ranking Algorithmen der Suchmaschinen eine gewichtige Rolle. Je besser man diese kennt,  desto eher kann man sich in der Platzierung der Schlüsselwörter anpassen. Selbstverständlich sind die Suchmaschinenbetreiber  bestrebt, ihre Sortieralgorithmen nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Denn nur, wenn eine Suchmaschine zuverlässig Seiten mit den von den Nutzern gesuchten Informationen ausgibt, bleibt sie relevant. Dementsprechend wehren sich  die Betreiber gegen Manipulationsversuche. Auf der anderen Seite versuchen aber natürlich Firmen und Privatleute ihre Internetpräsenz  bei den Suchmaschinen nach Möglichkeit in den Top-10-SERPs zu platzieren. Dabei kann eine  professionelle SEO Agentur eine sinnvolle Hilfe sein. SERP steht auch für Search Engine Result Page.

SERP und Backlinks, Trusted Web, PageRank 
Von den wichtigen Suchmaschinen, insbesondere Google, wird auch die Verlinkungsstruktur der Domain berücksichtigt. Beim PageRank Algorithmus spielen deswegen Backlinks, also Links auf anderen Domains fremder Admins auf die eigene Seite,  eine Rolle. Je mehr Backlinks und je besser die Qualität dieser Backlinks, desto eher steigt die Seite im PageRank auf. Qualität der Backlinks bedeutet in diesem Zusammenhang, dass diese steigt, je mehr die verweisende Seite in einem thematischen  Zusammenhang mit der verlinkten Domain steht. Der TrustRank geht noch einen Schritt weiter und bewertet einzelne Domains nach ihrer "Vertrauenswürdigkeit" im Web und bewertet Backlinks von diesen Seiten um so höher, so dass ein Netz aus "Trusted Webs"  entsteht.

Tipps von Google
Google empfiehlt den Webdesignern, möglichst einzigartige und akkurate Title-Tags, also Seitenüberschriften, anzulegen. Das Description-Meta-Tag sollte korrekt ausgefüllt sein.  Viel erreichen kann man auch, indem man die Domain-URL suchmaschinen-freundlich wählt: je eher das wichtigste Schlüsselwort in der URL vorkommt, desto besser wird die Domain darunter gefunden. Verkauft jemand beispielsweise Bürosoftware und hat für sich  als bedeutenstes Schlüsselwort "Office-Software" identifiziert, so sollte dieser Ausdruck möglichst in der Domain vorkommen, oder auch wichtige Keywords in den HTML-Dokumenten erwähnen.  Die Navigation und Platzierung der Linkstruktur spielt auch eine Rolle. Eine übersichtliche Navigation und eine zentrale Index-Datei mit allen (bis zu möglichst nicht mehr als 3) Linkblöcken sind von Vorteil. Den Wert der Seite aus Sicht der  Suchmaschinen steigert auch, wenn entsprechender Content, also textbasierte oder bilder- und/oder medienbasierte Inhalte, in der Seite zu finden ist.  Die Benennung der Links und die Unterlegung von Textstellen mit Fettschrift (Bold- oder Strong-Tag) spielen auch eine Rolle. Ebenso sollten Überschriften bewusst gewählt werden, ebenso Bilder und deren Beschriftungen, denn den Text auf Bildern selber  kann die Suchmaschine nicht auslesen. Nützlich ist es auch eine Datei Robots.txt auf der Domain-Root anzulegen. Die Online und Offline-Promotion der Webseite spielt auch eine Rolle. Google selber bietet hierfür vor allem Google AdWords an.  Bei Google AdWords kann man die CPC-Rate und sein Budget selber festlegen. Je höher die CPC-Rate, desto höher liegt das Ranking der eigenen Anzeige verglichen mit konkurrierenden  Anzeigen bezogen auf bestimmte Keywords. Die Vernetzung mit der entsprechenden Community fördert die eigene Position. Hilfe bei der Auswahl der eigenen Keywords kann man von einer Keyword-Datenbank bekommen  oder beispielsweise dem MetaGear 2 Web-Assoziator. Vermeiden sollten man Suchmaschinen-Spamming, also die manipulative Verbesserung seiner SERPs. Wenn eine Suchmaschine Suchmaschinen-Spamming  entdeckt kann es zum Ausschluss der Seite aus dem Index führen. Google bewertet auch die Ladezeiten und die Länge der Domain. Empfehlenswert ist die Benutzung der Google Webmaster-Tools und Google PageSpeed. 

Professionelles SEO
Es gibt Eintragsdienste und Firmen welche sich mit SEO beschäftigen. Ein besseres Ergebnis in den SERPs oder eine Top-10-SERP ist meistens dann nur noch eine Frage des Budget's und der Anpassungsfähigkeit der Kundenwebseite an  die Optimierungsschritte des Ranking-Anbieters. In der Regel ist den Firmen heutzutage die Bedeutung der SERP bewusst, so dass es weniger auf Überzeugungsarbeit als auf das Budget ankommt, denn das Wissen der Ranking Firmen um  das Know-How wird auch immer perfekter. Die Suchmaschinen ihrerseits rüsten auch in ihren Algorithmen immer mehr auf um z. B. relevanten Content von (kopiertem) Füll-Content zu unterscheiden. Sie setzen dazu z.B. Latent Semantic Indexing (LSI) ein. Um  Webseiten semantisch zu optimieren, kann man Latent Semantic Optimization (LSO) einsetzen. Verwandt mit SEO sind SEM (Search Engine Marketing) und SMO (Social Media Optimization).  Über SEO informieren kann man sich auch im Internet bei z. B. der Online-Zeitschrift Suchradar, Linkvendor.com oder bei Online Agenturen, SEO-Firmen oder Angaben der Suchmaschinen-Betreiber selber. 

Informationen über die Besucher
Nützlich zur Optimierung der eigenen Webseite sind auch Informationen über die eigenen Besucher, die man durch Einsicht in die Logfiles beim Provider oder selbsterstellte bzw. im Internet angebotene  Logfileanalyse-Tools bekommt. Auch mit Hilfe von Google-Analytics (ehemals Urchin) lassen sich Einblicke in das Surfverhalten der User bekommen und die Konversions-Rate steigern.
Siehe auch:    Suchmaschinen-Ranking   robots-dot-text   Meta-Description-Tag   PageRank-Algorithmus   suchmaschinen   Volltext-Suchmaschinen   META-Suchmaschine   Backlink   Logdatei   Google
Link: http://www.suchradar.de