Microsoft-Access

MS Access ist eine relationale Datenbank von Microsoft, die es nur für Windows gibt und meist im Microsoft Office System enthalten ist. Microsoft Access ermöglicht auch die Entwicklung und Verwaltung von Datenbankanwendungen.  MS Access eignet sich zur Verwaltung kleinerer und mittlerer Datenbanken.  Für grössere Firmendatenbanken sind mächtigere Produkte die richtige Wahl: DB2 (IBM), Sybase ASE, ORACLE, ADABASE (Software AG), Informix u.a. MS Access speichert (im *.mdb Format) neben den Datenbanktabellen auch  die Oberfläche mit ab. Front-End (Oberfläche) und Back-End (Tabellendefinitionen und Daten) können separat gespeichert werden. Über die ODBC Schnittstelle können beim Einbinden externer Formate auch MS Access-fremde Formate einbezogen werden. Mittels  der ODBC-API kann auf MS Access Datenbanken auch extern zugegriffen werden. Neuere MS-Access Schnittstellen sind: Data Access Objects (DAO) sowie Remote Data Objects (RDO) für relationale Datenbanken, ActiveX Data Objects (ADO) für alle  Datentypen. Durch ADO kann man auf MS-Access mit weiteren Programmiersprachen, wie z. B. Visual Basic oder Delphi zugreifen. Dies geht auch ohne Installation. Die Jet-Engine ist das Back-End von MS Access.  Die Microsoft Joint Engine Technology Engine ist seit 1992 eine relationale Datenbank-Engine für die Windows-Plattform. Sie wurde in 2 verschiedenen Versionen ausgeliefert: Jet Red und Jet Blue.  Die Jet Red Engine ist ein RDBMS (Relationales Datenbankmanagementsystem) für Desktopdatenbanken. Die Jet Blue Engine ist auch  ein RDBMS, das aber auf Grundlage eines Write Ahead Logging (WAL) mit einem 2 Phasen Commit Protokoll (2 Phase Commit, 2PC) arbeitet. Dies dient u.a. zur Wahrung der ACID-Eigenschaften, insbesondere bei verteilten Datenbanken. Jet Blue eignet sich  für semistrukturierte Daten. Ab Version 2000 wird auch der Microsoft SQL-Server mitausgeliefert. Durch visuelle Programmierobjekte können schnell Anwendungen gebaut werden. Mit Visual Basic for Application (VBA) können umfangreiche Anwendungen  programmiert werden. ADO-Nachfolger ist ADO.NET. ADO.NET läuft in der .NET Framework 3.0 Entwicklungsumgebung und stellt eine Sammlung von Klassen dar. ADO.NET ist für alle Datentypen geeignet, speziell für relationale Datenbanken und  ist durch den Namespace System.Data innerhalb der Framework Class Library (FCL) repräsentiert.                                   
Siehe auch:    Microsoft-Office   Visual Basic   datenbank   ACID   Normalform   Transaktion   Update-Befehl   Referentielle-Integrität   Write-Ahead-Logging   2-Phase-Commit