| Jonathan-Postel | |||||
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Jonathan "Jon" Bruce Postel (geboren 1943 in Altadena, Ca. USA, gestorben 16. Oktober 1998 in Santa Monica, Ca. USA) war ein Internetpionier der ersten Stunde. Als RFC-Editor setzte er zahlreiche Standards. Postel war schon während des Studiums an der UCLA als Assistent am Aufbau des ARPANET beteiligt. Die Tätigkeit der Erstellung der RFCs (Requests For Comments) übte er fast 30 Jahre lang aus. In dieser Zeitspanne war er als Autor bzw. Co-Autor für über 200 RFCs verantwortlich. Herauszuheben sind RFC 791, RFC 793 und RFC 2223. RFC 793 wird auch als "Postels Gesetz" bezeichnet: Hier formulierte Postel das Robustheitsprinzip: "be conservative in what you do, be liberal in what you accept from others" ("Sei konservativ in dem was Du tust, sei tolerant in dem was Du von anderen akzeptierst"), auch oft formuliert wie folgt: "Sei konservativ in dem was Du sendest, sei tolerant in dem was Du empfängst". Nach seinem Tod 1998 (durch Komplikationen nach einer Herzoperation) wurde ihm mit RFC 2468 durch Vinton Cerf ein virtueller Gedenkstein gesetzt. Postel war Gründungsmitglied des Internet Architecture Board (IAB) sowie erstes Einzelmitglied der Internet Society (ISOC) und deren Board of Trustees. Weiterhin war er Gründungsvater der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) und deren erster Direktor bis zu seinem Tod. Der Postel Award der Internet Society ist nach ihm benannt. Noch zu Lebzeiten wurde er mit der Silbermedaille der International Telecommunication Union (ITU) ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wurde bis dato nur Staatsoberhäuptern verliehen. |
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| Siehe auch: Requests-For-Comments RFC-822 internet IAB IANA IETF IRTF ICANN ARPANET NSFNet | |||||
| LZX-Algorithmus | |||||
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LZX ist ein Datenkomprimierungsalgorithmus der LZ77-Familie (Lempel-Ziv-1977) sowie ein Dateiarchivierungsformat. LZX ist ursprünglich eine Programmiersprache in der OpenLaszlo Open Source Entwicklungsplattform. OpenLaszlo dient der Entwicklung und Bereitstellung von Rich Internet Anwendungen (Rich Internet Applications). OpenLaszlo ist zertifiziert unter der CPL (Common Public License). LZX wurde von Tomi Poutanen und Jonathan Forbes entwickelt. Forbes wechselte später zu Microsoft und nahm die Lizenz mit, so dass Microsoft heute Inhaber der LZX-Lizenz ist. Microsoft verwendet LZX u.a. bei dem Dateiarchivierungsformat .cab (CAB-Dateiformat), vor allem bei der Installation von Microsoft- und Windows-Software (Service Packs, Updates und Patches). LZ77 Datenkompressionsalgorithmus LZ77 ist ein Kompressionsformat, welches mit Präkodierung arbeitet. Bei der Präcodierung wird mit statistischen Abhängigkeiten gearbeitet. LZ77 wurde von Abraham Lempel und Jacob Ziv 1977 veröffentlicht. LZ77 (LZ78) wird auch LZ1 (LZ2) genannt. LZ77 und LZ78 bilden die Basis für die LZ-Algorithmen (LZX, LZW (Lempel-Ziv-Welch-Algorithmus), LZSS, (Lempel-Ziv-Storer-Szymanski-Algorithmus), LZMA (Lempel-Ziv-Markow-Algorithmus) oder engl.: Lempel-Ziv-Markov Chain Algorithm (Markow-Kette)). |
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| Siehe auch: LZ77-Algorithmus Lempel-Ziv-Storer-Szymanski-Algorithmus Deflate-Algorithmus Datei-Endung-LZH Datei-Endung-LHA Datei-Endung-TAR Datei-Endung-ZIP Laszlo OpenLaszlo | |||||
| Sun-Microsystems | |||||
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Gründungsphase von SUN Stanford University Network. Sun Microsystems ist ein US-Amerikanischer Software- und Hardware-Hersteller. Seit der Gründung 1982 durch den Deutschen Andreas von Bechtolsheim und den US-Amerikanern Scott McNealy, Bill Joy und Vinod Khosla entwickelte sich Sun zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Computerindustrie. 1984 kam der Durchbruch mit dem Netzwerkfilesystem NFS (Network File System). SPARC-Architektur, SPARCstation und Solaris Weitere grosse Erfolge sind die SPARC Workstations mit den RISC-Prozessoren von Sun: SPARC (Scalable Processor ARChitecture) und dem Betriebssystem Solaris (SunOS). SPARC International ist eine Non-Profit Organisation mit dem Unternehmensziel, die offene SPARC-Architektur weiter zu entwickeln. SPARC International wurde 1989 gegründet. Sun Microsystems wurde damit zu einem der grössten Hersteller von Workstations mit dem UNIX-Betriebssystem. Die SPARC-Prozessoren wurden von Texas Instruments und Fujitsu gefertigt. Erfolge erzielte Sun Microsystems mit den Workstations SPARCstation: diese mit der SPARC-Architektur ausgerüstete Workstations gab es in unterschiedlichen Ausführungen: die SPARCserver (als Desktop, Rackmount Server oder Deskside) waren identisch zu den SPARCstations, jedoch ohne Video Interface usw. Die SPARCstation wurde 1989 eingeführt: mit der SPRACstation 1 kam die Sun-4c Architektur, eine Variante der Sun-4 Architektur. Die SPARCstation war bis zur SPARCstation 20 und der Ablösung durch die UltraSPARC-Architektur (1995) sehr erfolgreich, da Motorola es versäumte, modernere Prozessoren herzustellen. Aufgrund des kompakten Aufbaus wurden die SPARCstations "Pizzabox-Systeme" oder "Launchbox-Systeme" genannt. Pizzabox-Systeme waren: SPARCstation 1 (Codename: Campus, Plattform: Sun 4c, CPU: Fujitsu MB86901A oder LSI L64801, 20 MHz, 64 MB RAM) SPARCstation 1+, SPARCstation 2 (Codename: Calvin, Plattform: Sun 4c, CPU Cypress CY7C601, 40 MHz, 128 MB RAM), SPARCstation 4 (Perigee, Sun 4m, microSPARC II, 70 - 110 MHz, 160 MB RAM), SPARCstation 5 (Codename: Aurora, Plattform: Sun 4m, CPU: microSPARC II oder TurboSPARC, 70 - 170 MHz, 256 MB RAM), SPARCstation 10 (Campus-2, Sun 4m, SuperSPARC I/II oder HyperSPARC, 33 bis 200 MHz, 512 MB RAM) und SPARCstation 20 (Kodiak, Sun 4m, SuperSPARC I/II oder HyperSPARC, 50 bis 200 MHz, 512 MB RAM). Lunchbox-Systeme sind: SPARCstation IPC, SPARCstation IPX, SPARCclassic, SPARCstation LX, SPARCstation ZX und SPARCclassic X. 1995 wurde die objektorientierte und plattformunabhängige Programmiersprache JAVA veröffentlicht und die 32-Bit SPARC Architektur auf 64-Bit erweitert und unter der Bezeichnung UltraSPARC vertrieben. UltraSPARC Die UltraSPARC-Architektur verfügt über einige Erweiterungen wie eine tiefere Pipeline und SIMD-Befehle (Single Instruction Multiple Data): Visual Instruction Set (VIS). VIS wurde auch in den SPARC64-Prozessoren implementiert. VIS 1.0 und VIS 2.0 sowie VIS 3.0 für die sich in der Entwicklung befindlichen Rock Prozessoren. Die Sun Ultra Serie wurde sowohl mit SBus (Sun Ultra 1 und Ultra 2) sowie mit PCI- und ATA-Bus ausgerüstet. Die Ultra Workstations und Ultra Enterprise Workstations ersetzten die SPARCstation sowie die SPARCcenter und SPARCserver Workstations und Server. Die Ultra und Enterprise Serie wurde abgelöst von Sun Blade (Workstations) und Sun Fire (Servers). Rock-Prozessor Der Rock Prozessor ist eine Weiterentwicklung des UltraSPARC T1 (Codename: Niagara) und UltraSPARC T2 (Niagara II) Prozessors. Er ist auch Multithreading-fähig und verfügt über mehrere Kerne (Multi-Core), jedoch ist er leistungsfähiger als die Nigara-Prozessoren durch schnellere Gleitkommaberechnungen, erweiterte SMP-fähigkeiten (Symmetrisches Multiprozessorsystem, Symmetric Multiprocessing) und einer gesteigerten Leistung pro Thread. Im Rock Prozessor wird neben VIS 3.0 der SPARC V9 64-Bit Befehlssatz implementiert. OpenOffice und Führungswechsel 1999 wurde von der Firma Star Division StarOffice (ein Office Paket) erworben. StarOffice wurde im Jahr 2000 unter der LGPL lizenziert und firmiert heute als OpenOffice.org. Scott McNealy gab im April 2006 sein Amt des geschäftsführenden Vorstandes, das er seit 1984 inne hatte, an Jonathan Schwartz ab. McNealy bleibt aber weiterhin Verwaltungsratschef. Das NFS heisst heute auch Network File Service. Übernahme durch ORACLE 2010 wurde Sun Microsystems endgültig von ORACLE übernommen. Offen bleibt, ob ORACLE die MySQL-Datenbank weiter pflegen wird und der Open Source Status von MySQL erhalten bleibt. Der derzeitige CEO von Sun (01/2010), Jonathan Schwartz, wird zurücktreten und ist wohl das erste 'Opfer' der Übernahme durch ORACLE. Angeblich soll es für Schwartz kein Auskommen neben dem dominanten Larry Ellison (CEO und Gründer von ORACLE) geben. |
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| Siehe auch: SPARC Solaris Java OpenOffice-Org NFS RISC SBus Workstation Andreas-von-Bechtolsheim ORACLE | |||||
| Requests-For-Comments | |||||
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Requests For Comments (RFC, deutsch: Aufforderung zu Kommentaren) sind Dokumente die heute im Internet veröffentlicht werden und als Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung des Internets dienen. Es werden das Internet betreffende Themen angesprochen um neue Standards zu setzen. Die RFCs sind nicht bindend; sie enthalten Vorschläge, Definitionen, allgemeine Beschreibungen um die Diskussion um Standards im Internet anzutreiben und zu fördern. Der erste RFC stammt vom 07. April 1969 und behandelte noch Themen die zum ARPANET gehörten, dem Vorläufer des Internet. Der RFC-Editor ist eine Gruppe innerhalb der "Internet Society" (Internet Society (ISOC) mit Board of Trustees, IAB (IESG, IETF, IRTF), IANA (Federal Network Council, ICANN)), eine nicht-staatliche Organisation (Non-Governmental Organization, NGO), welche für die Pflege und Weiterentwicklung des Internets zuständig ist, gegründet 1992 auf der INET Konferenz in Kobe (Japan). Aufgabe des RFC-Editors ist es, die RFCs zu erstellen und in ihre endgültige Form zu bringen. Diese Aufgabe hat lange Zeit der Internetpionier Jonathan Postel (1943-1998) ausgeübt. RFCs bereiten Internet-Standards vor: die Vorschläge und Ideen sollen sich nach reiflicher Diskussion durch allgemeine Akzeptanz und Gebrauch zu Standards entwickeln. Jeder RFC besitzt einen Status, z. B.: Informational (Hinweis, Idee), Experimental, Proposed Standard (Vorschlag für einen Standard), Draft Standard (Begutachtung von mindestens zwei unabhängigen Implementierungen), Standard (Offizieller Standard), Historic (wird nicht mehr verwendet). Wichtige RFCs sind: RFC 1 (erstes RFC, verfasst von Steve Crocker über die ersten IMPs (Interface Message Processor, Vorgänger der Internet-Router) des ARPANETs), RFC 768 (UDP), RFC 791 (IP), RFC 792 (ICMP), RFC 793 (TCP, "Postels Gesetz"), RFC 959 (FTP), RFC 1034 (DNS, Concepts and Facilities), RFC 1035 (DNS Implementation and Specification), RFC 1166 (IP-Adresse), RFC 1738 (URLs), RFC 1939 (POP3), RFC 2131 (DHCP), RFC 2460 (IPv6), RFC 2616 (HTTP 1.1), RFC 2821 (SMTP), RFC 2822 (E-Mail Format) uvam. In RFCs kommt auch oft Humor vor (vor allem wenn gerade der 1. April oder Weihnachten ist): in RFC 2324 wird ein Hypertext Coffee Pot Control Protocol (HTCPCP) definiert, das der Fernsteuerung und -überwachung von Kaffeemaschinen dient, oder in RFC-1149 wurde ein Internet Protocol over Avian Carriers (IPoAC) (Vogelbasiertes Internet-Protokoll) vorgeschlagen ;-) |
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| Siehe auch: Jonathan-Postel ARPANET internet TCP-IP IP-Adresse UDP POP3 IANA E-Mail Hypertext-Coffee-Pot-Control-Protocol | |||||
| SMTP | |||||
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Simple Mail Transfer Protocol. SMTP Ist ein Protokoll zum Austauschen von E-Mails. Für das Empfangen von E-Mails von einem Mailserver wird das POP3-Protokoll oder IMAP verwendet. SMTP wird vorrangig zum Versenden und Weiterleiten von e-Mails eingesetzt. Dabei findet i.d.R. Port 25 für 'smtp' Verwendung. Zur besseren Authentifizierung des Benutzers kann auch Port 587 eingesetzt werden. Port 587 dient speziell der sicheren Weiterleitung von Mails an einen anderen Mailserver. Im ARPANET waren noch die Protokolle Mail Box Protocol und FTP-Mail im Einsatz, bis Jon Postel 1980 im RFC 772 vorschlug, den e-Mail Verkehr von FTP zu entkoppeln. SMTP selber wurde dann 1982 unter RFC 821 veröffentlicht und setzte sich als Standard, auch gegen Unix to Unix Copy durch. Der Mail User Agent (MUA) übernimmt bei SMTP die Abwicklung des E-Mail Verkehrs. Es handelt sich dabei um ein Mailprogramm, das Kontakt zu dem SMTP-Server aufnimmt (Mail Submission Agent, MSA). Der SMTP-Server übermittelt die Mails über andere SMTP-Server (Mail Transfer Agents (MTA)) zum eigentlichen Bestimmungsort. Bekannte MTAs sind sendmail, qmail, exim oder Postfix. SMTP wandelte sich vom ASCII-Protokoll zum MIME-Protokoll, mit dem auch Binärdateien kodiert werden können. SMTP war ursprünglich zum reinen Versenden von lokalen Mails zwischen Servern entwickelt worden, so dass ein einzelner Server auf Port 25 die Funktionalität von MSA und MTA übernahm. Jahre später kam der dedizierte Port 587 hinzu, welcher die MSA-Funktion handhabte, so dass jetzt eine funktionale Trennung der Aufgaben zum Einspeisen von e-Mails und dem Weiterleiten unter SMTP-Servern möglich war. SMTP ist ein textbasierters E-Mail Protokoll, bei dem eine zwingende Authentifizierung nicht stattfindet. Das bedeutet, dass keine sichere Bestimmung des Absenders möglich ist. |
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| Siehe auch: ESMTP POP3 IMAP4 E-Mail E-Mail-Server SMTP-Relay-Server SMTP-Authentifizierung Ray-Tomlinson Jonathan-Postel Requests-For-Comments | |||||
| Big-Endian | |||||
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Die Reihenfolge, wie Bytes im Computer abgelegt werden, kann unterschiedlich sein. Bei Big Endian wird das höchstwertige Byte einer Zahl an die erste Stelle gesetzt. Der Wert Siebzehn wird als "17" gespeichert, da 1 die Wertigkeit 10 und 7 die Wertigkeit 1 hat. Diese Speichermethode wird von Motorola Prozessoren eingesetzt. Little Endian wird von Intel verwendet: das höchstwertige Byte wird zuletzt gespeichert. Der Wert Siebzehn wird dann durch "71" repräsentiert. Im Hexadezimalbereich würde ein Wert von a2ffd3c1 bei der Big Endian Methode als a2 ff d3 c1 abgelegt werden, bei Little Endian als c1 d3 ff a2. Der Begriff Big Endian stammt aus dem Roman "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift. Die Menschengruppe "big endians", die "Breit-Endigen" öffnen ihr Ei am dicken (breiten) Ende zum Verzehr. |
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| Siehe auch: Little-Endian Hexadezimal Byte Assembler CPU | |||||