NGSCB

Next Generation Secure Computing Base. Sicherheitsinitiative von Microsoft. NGSCB sollte ursprünglich 2006 in Windows Vista integriert werden, wurde jedoch modifiziert und verschoben, da dieses Sicherheitskonzept  von Firmen und Anwendern stark kritisiert wurde. Das Konzept sah folgendes vor: Damit alte Software weiterhin lauffähig bleibt, besitzt Windows Vista einen zweiten Kernel, der  hinzugeladen wird. Der sogenannte Nexus kann im laufenden Betrieb entladen werden. Es gibt 2 Seiten: links (Left-Hand-Side, das normale Windows) die unsichere Seite und die sichere Seite rechts (Right-Hand-Side),  der Nexus. Programme, die im Nexus laufen, sind sicher. NGSCB bzw. der zweite Kernel sollen jedoch abschaltbar bzw. entladbar sein.  Problematisch ist, dass neue Hardware notwendig ist und NGSCB das Digital Rights Management (DRM) erlaubt.  Microsoft sucht wegen der Probleme mit NGSCB nach weiteren Trusted Computing Konzepten und hat die Entwicklung von NGSCB abgebrochen. Ein neues Trusted Computing Konzept an dem Microsoft arbeitet ist Trusted Virtualization.  Ein weiterer Ansatz ist das von der Europäischen Union geförderte Projekt Open Trusted Computing, welches mit Partnern aus der IT-Industrie und der Wissenschaft (Universitäten) entwickelt wird, u.a. AMD,  Infineon, IBM, Hewlett Packard, OpenSuSE, TU Dresden, TU München, University of Cambridge oder ISECOM (Institute for Security and Open Methodologies). Open TC soll Betriebssysteme mit TC-Unterstützung für unterschiedliche Zielgruppen  entwickeln und ausrüsten. Der Open TC Code soll für andere Betriebssysteme portierbar sein. Varianten sind Trusted Linux, Trusted Mikrokernel und Trusted Xen mit Paravirtualisierung.                                         
Siehe auch:    Trusted-Computing   Windows-Vista   Virtualisierung   Kryptografie   Windows-Presentation-Foundation   Windows-Communication-Foundation   Extensible-Firmware-Interface   Xen   linux   Kernel