Subnetmaske

Die Subnetzmaske (Subnet Mask, Netzmaske, Netzwerkmaske) ermöglicht die Unterteilung des Host-Teils einer IP-Adresse in weitere Subnetze. Es handelt sich um eine Bitmaske welche die IP-Adresse in einen Netzwerk- und einen Host-Teil aufteilt.  In einem Class-C-Netz beispielsweise ist die Subnetzmaske 255.255.255.0 (Class-B-Netz 255.255.0.0). Die Null wird durch andere Werte ausgetauscht um das Netz zu unterteilen (z. B. 255.255.255.240).                                                       
Siehe auch:    subnetting   IP-Adresse   IPv4   IPv6   Router   Autonomes-System   Gateway   Link-Lokale-Adresse   

  DHCP

Dynamic Host Configuration Protocol. Mit Hilfe eines DHCP-Servers können Clients sich ihre Netzwerkkonfigurationsdaten beim Anmelden an das Netzwerk abholen. Es handelt sich dabei vor allem um die IP-Adresse, welche aus einem festgelegten Pool  stammt. Mit DHCP können Computer an ein bestehendes Netzwerk angebunden werden ohne die Verbindung vorher konfigurieren zu müssen. Man unterscheidet zwischen manueller, automatischer und dynamischer Zuordnung.

Zuordnung der IP-Adressen 
Bei der manuellen Zuordnung oder dem statischen DHCP werden die IP-Adressen am DHCP Server einer MAC-Adresse zugeordnet. Der DHCP Server läuft grundsätzlich als Prozess im Hintergrund und wartet  auf Port 67 (UDP) auf Anfragen des DHCP-Client. Der DHCP Server verfügt über Dateien die den Adresspool betreffen sowie die Subnetzmaske, das Gateway und die lokale DNS-Domäne.  Auch bei der automatischen Zuordnung wird die IP-Adresse an eine MAC-Adresse gebunden, jedoch wird durch den DHCP-Server eine Reihe von IP-Adressen vorbestimmt (IP-Range). Die Zuordnung erfolgt hier auch auf einen nicht festgelegten Zeitraum.  Bei der dynamischen Zuordnung erfolgt die Übergabe einer IP-Adresse auch vom DHCP-Server, jedoch für einen bestimmten Zeitraum. Bei Ablauf der Verwendungszeit muss sich der DHCP-Client neu anmelden.  Zur Kommunikation innerhalb des DHCP-Protokolls gibt es verschiedene Befehle: DHCPOFFER: bei einer DHCPDISCOVER-Anfrage (DHCP-Client sendet eine Broadcast-Anfrage an den DHCP Server um eine IP-Adresse zu bekommen) antwortet der DHCP-Server mit  entsprechenden Angeboten an IP-Adressen. Weitere Befehle sind z.B. DHCPACK, DHCPREQUEST, DHCPDECLINE und weitere.  Damit das möglich ist, muss auf dem Client eine entsprechende Software installiert sein. Ohne DHCP wäre ein Setup notwendig. Dann müssten die IP-Adresse, Netzmaske, Gateway, DNS-Server, WINS-Server u.a. angegeben werden. 

DHCP und IPv6 
IPv6 könnte DHCP überflüssig machen, da viele DHCP Funktionen in IPv6 integriert sind. Ein Rechner, der auf IPv6 ausgelegt ist, ist in der Lage, aus der MAC-Adresse seines Netzwerk-Interfaces eine Link-lokale IPv6-Adresse zu ermitteln.  Benötigt der Client jedoch einen DNS-Server, so funktioniert es nicht mehr, da eine eigenständige Suche nach DNS-Servern im IPv6-RFC (Requests For Comments) nicht vorgesehen ist. Für diesen  Fall wurde das DHCPv6 Protokoll entwickelt.                                 
Siehe auch:    IPv6   IPv4   Requests-For-Comments   SLAAC   NAT   DNS-Server   Nameserver   Link-Lokale-Adresse   UDP   LDAP

  IPv4
IPv4 Header: Type of Service, Fragment Offset, Time-to-Live, Version, IHL, Flags, Prüfsumme, Quell-IP-Adresse, Ziel-IP-Adresse IPv4 Header: Type of Service, Fragment Offset, Time-to-Live, Version, IHL, Flags, Prüfsumme, Quell-IP-Adresse, Ziel-IP-Adresse
IPv4 ist das gegenwärtig verwendete IP-Protokoll im Internet. Es hat einen 32-Bit Adressraum und kann damit ca. 4,295 Milliarden Rechner adressieren. Die IP-Adressen werden dezimal in 4 Blöcken notiert: jeder Block umfasst 8-Bit und damit einen  Wertebereich von 0 bis 255, z. B. 80.237.132.122. 

IP-Adressen und Protokolle
Die IP-Adresse eines Rechners in einem Netzwerk muss eindeutig sein. IPv4 ist ein geroutetes Protokoll und ist anzusiedeln auf der Internetschicht (Schicht 2) des TCP/IP Referenzmodells bzw. der  Vermittlungsschicht (Network, Schicht 3) des ISO-OSI Schichtenmodells. Auf IPv4 setzen weitere Protokolle auf, wie z. B. TCP, UDP oder ICMP. 

IP-Adressraum
IPv4 ist in 5 Klassen unterteilt (A-Netz, B-Netz, C-Netz, D-Netz, E-Netz) die sich hauptsächlich in der  Aufteilung der IPv4 Adressen unterscheiden. Eine IPv4 Adresse wird aufgeteilt in eine Netz-ID und eine Host-ID. Je grösser die Netz-ID, desto mehr Netze können adressiert werden (und desto weniger  Rechner innerhalb eines Netzes). Je grösser die Host-ID, desto mehr Rechner können innerhalb eines Netzes adressiert werden (und desto geringer ist die Anzahl der  konfigurierbaren Netze). Die Aufteilung in Klassen entspricht also den unterschiedlichen Bedürfnissen der Netzteilnehmer. Das Klasse A Netz verfügt über eine Netz-ID von 7 Bit und eine Host-ID von 24 Bit.  Das erste Bit ist eine Null zur Identifikation eines Klasse A Netzes. Die Adressen reichen von 0.0.0.0 bis 127.255.255.255. Die maximale Anzahl adressierbarer Rechner ist 2 ^ 24 - 2.  Zwei Adressen fallen weg, da die erste Adresse für die Identifikation des Netzes selber gebraucht wird und die letzte Adresse für einen Broadcast reserviert ist (damit können alle Netzteilnehmer auf einmal adressiert werden). Das Class A Netz verfügt  über 128 konfigurierbare Netze die ihrerseits jeweils 16.777.214 Rechner ansteuern können. Klasse A Netze sind grossen Organisationen (meist aus den USA) und Ländern vorbehalten. Ein Klasse B Netz hat eine Netz-ID von 14 Bit (Klasse C 21 Bit) und eine  Host ID von 16 Bit (Klasse C 8 Bit). Die Anzahl der Netze bei Klasse B (Adressbereich: 128.0.0.0 - 191.255.255.255) beträgt 16348 (Klasse C (Adressbereich: 192.0.0.0 bis 223.255.255.255) 2.097.152), die Anzahl  der Hosts pro Netz 65.534 (Klasse C 254). Das Klasse D Netz (224.0.0.0/4 bis 239.255.255.255) ist für Multicast-Gruppen reserviert und das Klasse E-Netz für zukünftige Anwendungen. 

Classless-Inter-Domain-Routing
Mit Einführung des Classless Inter-Domain Routing  (CIDR) 1996 ist das Klassenkonzept eigentlich überholt, da CIDR die Anzahl der Routingtabellen drastisch verringert und den 32 Bit Adressraum besser einsetzt. Das CIDR verwendet nur noch eine Netzmaske zur Aufteilung der 32 Bit Adresse in Netz- und  Host-ID (Subnetting und Supernetting entfällt) und führt bei der Notation Suffixe ein: der Suffix gibt die Anzahl der 1 Bit Anteile der Netzmaske an, z. B.: 192.168.2.7/24 entspricht der Notation 192.168.2.7 mit der Netzmaske 255.255.255.0.  In dualer Notation der Netzmaske 11111111.11111111.11111111.00000000 gibt es 3 x 8 = 24 1-Bit-Stellen. Bei IPv4 gibt es Sonderadressen: 10.0.0.0/8 ist ein privates Netzwerk der Klasse A, 14.0.0.0/8 ist ein öffentliches Datennetzwerk,  127.0.0.0/8: Localhost bzw. lokaler Computer, 192.168.0.0/16: privates Netzwerk der Klasse C (z. B. Heimnetzwerk oder internes Firmennetzwerk hinter einem Router für kleinere Firmen) oder 255.255.255.255 ist für Broadcast reserviert. 

Subnetzmasken
Um grössere Netzwerke  besser zu administrieren, den Datendurchsatz zu verbessern oder heterogene Netzwerktopologien besser zu verbinden hat man Subnetzmasken eingeführt: die Host-ID der IPv4 Adresse wird in 2 Teile unterteilt: die Host-ID und die Subnet-ID. 

Supernetting 
Das Gegenteil ist das Supernetting: um eine grössere Anzahl von Hosts in einem Netz zu adressieren wird die Netz-ID verkleinert und die Host-ID vergrössert. 

IPv4 und IPv6 - Koexistenz
IPv4 koexistiert noch lange Zeit mit IPv6 (bis ca. 2025). Da die IPv4 Adressen nicht mehr ausreichen werden, um alle Rechner mit IP-Adressen zu versorgen, wird es zu einer baldigen Umstellung auf IPv6 im Internet kommen  (vgl IPv6 Tag am 8 Juni 2011). Viele Jahre lang werden IPv4 und IPv6 nebeneinander und auch gleichzeitig zur Verfügung stehen, z.B. im Dual-Stack Betrieb bzw. in Form einer hybriden Implementierung.  Die heutige Form von IPv4 ist übrigens nur aus historischen Gründen im 32-Bit Adressraum angesiedelt um den in den 60er und 70er Jahren, während der Entstehungsphase des IPv4 Protokoll knappen Speicherplatz entgegen zu kommen. Laut Vinton Cerf hatte  man schon in den 70ern einen 64- bzw. 128-Bit Adressraum anvisiert, der jedoch aus den besagten Gründen nicht für IPv4 verwirklicht wurde.  Techniken um IPv6 Adressen in einem IPv4 Netzwerk zu transportieren sind Tunneling und IPv4-to-IPv6 Mapping.  Bei der Tunnelung von IPv6 Paketen in IPv4 -Netzwerken wird 6to4 (STF, Six to Four) als Protokoll eingesetzt.  Eine weitere Möglichkeit, um IPV6-Pakete zuTunneln, ist das Kommunikationsprotokoll Teredo. 
Siehe auch:    IPv4-Technologien   IPv6   IP-Fragmentierung   IP-Adresse   Datenpaket   Internetprotokollfamilie   6to4   Teredo   subnetting   Nameserver