OLPC

One Laptop Per Child sind 100 Dollar Notebooks bzw. Netbooks für Schüler armer Länder.  Die MIT Media Labs wollen ein für arme Länder konzipiertes 100 Dollar Notebook auf den Markt bringen. Nach Angaben von Nicholas Negroponte verfügt das Notebook über eine Handkurbel zum Aufladen.  Der Rechner ist mit einer Autobatterie lauffähig und damit unabhängig vom Stromnetz. Er läuft mit 80 Volt. Eine Minute kurbeln bringt 10 Minuten Laufzeit.  Das Notebook besitzt einen 500-MHz AMD Prozessor mit Farb-Display; es kann aber auch im Schwarz-Weiss Modus betrieben werden, was bei hellem Sonnenschein von Vorteil ist.  Weiterhin verfügt der Rechner über WLAN- und USB-Anschlüsse. Als Betriebssystem fungiert LINUX. Das Gehäuse soll unempfindlich sein, widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen und Insekten sowie staubsicher. Deswegen ist es gummiert.  Der Netzadapter dient gleichzeitig als Tragegurt.  Im ersten Jahr sind 5 bis 15 Millionen Notebooks geplant die von der Organisation 'One Laptop per Child' produziert wird. Die Produktion von 100 bis 150 Millionen ist in Aussicht gestellt worden.  Der Gouverneur von Massachusetts will alle 500.000 Schulkinder seines Bundesstaates mit solchen Geräten versorgen. Damit die Rechner nicht erst subventioniert und dann teuer  woanders verkauft werden sind sie äusserlich auffällig gestaltet. Es soll sozial geächtet sein ein solches Notebook zu besitzen, es sei denn man ist Schüler oder Lehrer.  Diese Initiative ist grundsätzlich begrüssenswert. Die Idee mit der Handkurbel und die Stromnetzautarke Versorgung sind angebracht. Gut sind auch die robuste Ausstattung und die  S/W Funktion des Displays. Linux ist allemal besser geeignet als beispielsweise die Windows Vista Starter Edition, da letztere nur 3 Programme gleichzeitig laufen lässt. Linux ist  ausserdem kostengünstiger und Open Source. WLAN ist die Richtige Art der Anbindung an das Internet, da in vielen dieser ärmeren Länder keine Internetanbindung über Kabel vorhanden ist.  Obwohl kein Gewinn mit dem Vertrieb dieser Notebooks geplant ist scheint der Preis nicht unkritisch zu sein, denn viele Kinder der Zielgruppe haben noch nicht einmal 100 Dollar zur  Verfügung. Positive Auswirkungen auf Interesse und Fähigkeien bezüglich der IT-Welt und der allgemeinen Arbeitsweise kann man damit zurecht hoffen, vor allem in Ländern an denen  der IT-Boom vorbeigegangen ist wie Kambodscha, Ägypten, Brasilien, China, Südafrika und Thailand. Es bleibt zu hoffen, dass die junge Generation dieser Welt später dort einen  IT-Boom auslösen können. Dies wären dann auch zukünftige Kunden der etablierten Industrie. Möglich ist aber auch, dass diese dann ehemaligen Schulkinder im Ausland studieren um  dann in der Heimat den Aufbau einer entsprechenden Industrie zu fördern.                         
Siehe auch:    hardware   linux   AMD   Open-Source