| Open-Group | |||||
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Die Open Software Foundation (OSF), ein Konsortium das 1988 von Hewlett Packard, IBM, Bull, DEC und Phillips gegründet wurde und das X/Open Konsortium von Herstellern und Anwendern von Unix-Systemen haben sich 1996 zur Open Group zusammengeschlossen. Open Software Foundation Ziel der Open Software Foundation war es, neue offene Industriestandards für Unix-Systeme zu entwickeln. Diese sollten die OSF unabhängig von der AT&T Unix-Linie machen (Unix System V). Die OSF entwickelte OSF/1, ein Unixderivat das auf dem Mach Mikrokernel basiert. OSF/1 ist heute Bestandteil von HP-UX. OSF/Motiv ist eine GUI der OSF die als Basis für das Common Desktop Environment (CDE) der Open Group dient. X/Open Ziel des X/Open Konsortiums war es, UNIX zu einem offenen Standard zu machen, damit Anwendersoftware auf diesen Standard über gemeinsame Schnittstellen zurückgreifen kann. Dadurch soll die Abhängigkeit der Anwender von Systemen und Rechnern bestimmter Hersteller überwunden werden, die Kompatibilität der Systeme untereinander verbessert werden und die Möglichkeit des Portierens von Software verbessert werden. Das X/Open Konsortium wurde 1984 von Siemens, Bull, ICL, Olivetti und Nixdorf als BISON gegründet (Anfangsbuchstaben der Gründerfirmen). Später traten Phillips und Ericsson bei und man firmierte sich in X/Open um. Die Spezifikationen wurden unter XPG ( X/Open Portability Guide) veröffentlicht. XPG befasste sich 1984 mit wichtigen Schnittstellen für UNIX, XPG 2 befasste sich 1987 mit den Themen Interprozesskommunikation, Internationalisierung, verschiedenen Programmiersprachen (C, Fortran, Cobol, Pascal), ISAM und SQL. XPG 3 sollte 1988 eine Zusammenführung des X/Open Standards mit POSIX bewerkstelligen. Weitere Firmen traten bei, u.a. AT&T, Hewlett Packard, Unisys, DEC, Sun Microsystems, IBM, Fujitsu oder NEC. Open Group Ziele der Open Group sind die der OSF des X/Open Konsortiums: die Entwicklung eines einheitlichen Industriestandards für Unix. Die Open Group besitzt die Rechte am Markenname Unix. Die Open Group befasst sich mit den Standards Common Desktop Environment (CDE), Motif, TOGAF (The Open Group Architecture Framework), LDAP (Lightweight Directory Access Protocol), Linux Standard Base (LSB) in Kooperation mit der Linux Foundation sowie UNIX 95, UNIX 98 und UNIX 03. Platin Mitglieder der Open Group sind: Capgemini, EDS, IBM, Sun Microsystems, NEC, HSBC Bank PLC und Hewlett Packard. Weiterhin gibt es Gold und Silber Mitgliedschaften, Gold und Silber Academic Organizations, das Jericho Forum, die DirectNet Task Force, das ICSC (InterConnect Software Consortium) Managed Konsortium sowie die Better Papers for Better Printing Workgroup (BPBP). Insgesamt sind es ca. 350 Gruppenmitglieder, wobei einige Firmen in mehreren Gruppen gleichzeitig sind. Open Group Foren sind: Architecture Forum, Grid Enterprise Services Forum, Enterprise Management Forum, Identity Management Forum, Universal Data Element Framework Forum, Platform Forum, Real Time and Embedded Systems Forum, Jericho Forum, Messaging Forum, Security Forum. Weiterhin gibt es das Customer Council und das Supplier Council. Ein weiteres Ziel der Open Group ist der Boundaryless Information Flow ("Informationsfluss ohne Hindernisse"). |
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| Siehe auch: unix POSIX linux Hewlett-Packard DEC IBM Sun-Microsystems Mach-Mikrokernel Mikrokernel | |||||
| X-Window-System | |||||
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Das X-Window-System ist eine grafische Benutzeroberfläche unter Unix- und Linux-Systemen. Es handelt sich im Einzelnen um Protokolle, Programme und grafische Standards, mittels derer man grafische Formate auf Monitoren ansteuern kann. Mit X-Window-Systemen ist es vor allem möglich, durch eine Ausgabeumlenkung Computerprogramme auf entfernten Rechnern zu kontrollieren, d.h. sie dort zu starten und von einem Remote Terminal oder Remote PC zu bedienen. Dieses Prinzip findet insbesondere bei X-Terminals Verwendung: alle Applikationen werden auf einem extra Application-Server gehostet, während das X-Terminal, welches über weniger Performance verfügt, nur für die Darstellung der Grafikoberfläche verantwortlich ist. 1984 gestartet vom MIT, DEC und IBM fand das X Window System (damals nur 'X') zunächst 1987 als X11 und später als X11R6 immer grössere Verbreitung. Unter der X.Org Foundation wurden weitere Standardisierungen vorgenommen (X11R7.0), bis es schliesslich als Freie Software der Free Software Foundation in Form von XFree86 grosse Verbreitung auf PCs fand. 2003 nach Auflösung des Entwicklerteams folgte X-Org-Server der X.Org Foundation. 'X' fungiert nach dem Client-Server Prinzip. Es ist netzwerktransparent (das X Protokoll kann Daten über das LAN austauschen, wobei dieser Prozess für die Applikation, welche das Protokoll benutzt, transparent ist). Der X-Server versorgt die X-Clients mit Grafikdiensten. Er besitzt Treiber der Grafikkarte und der Eingabegeräte und kommuniziert mit dem X-Client übers LAN. Der X-Client wiederum verwendet die Grafikdienste des X-Servers; er kann auf demselben Rechner wie der X-Server, aber auch auf einem anderen Rechner laufen. Er empfängt vom X-Server 'Events' wie Maus-Klicks oder Tastenanschläge. |
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| Siehe auch: linux unix Kernel GUI X-Org-Server DEC IBM Grafikkarte POSIX Debian | |||||
| Betriebssysteme | |||||
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Unter Betriebssystem versteht man alle Programme, die benötigt werden, um mit einer EDV-Anlage arbeiten zu können. Das Betriebssystem ist also notwendig, um einen Computer überhaupt erst funktionsfähig zu machen. Es verwaltet alle angeschlossenen (Peripherie-)Geräte, Programme und Verzeichnisstrukturen. Das Betriebssystem steuert die Ressourcen- und Prozessverwaltung, die Ein-/Ausgabesteuerung sowie die grafische Benutzeroberfläche und das Dateisystem. Frühe Rechner wie der Harvard Mark I oder ENIAC hatten kein Betriebssystem, da sie nur über ein sehr eingegrenztes Einsatzgebiet verfügten. Betriebssysteme wurden für jede Modellreihe entwickelt und eingesetzt; mit OS/360 für die Modellreihe System 360 von IBM wurde 1964 das erste modellübergreifende Betriebssystem vorgestellt. Ab 1963 wurde Multics (Multiplexed Information and Computing Service) von verschiedenen Firmen (General Electrics, MIT, Bell Labs, AT&T) entwickelt. Multics war in PL/1 programmiert und diente als Vorbild für Unix. Arten von Betriebssystemen Arten von Betriebssystemen sind: Single User-, Multi User- und Multitasking-Betriebssysteme. Beispiele für Betriebssysteme sind: Windows Vista von Microsoft, Mac OS X oder Leopard (Mac OS X 10.5) von Apple, Unix und Unixderivate (HP-UX (Hewlett-Packard), AIX (IBM), Solaris (Sun Microsystems), IRIX (Silicon Graphics), DG-UX (Data General)), die Linux Distributionen, FreeBSD, BeOS von Be Inc., Zeta, OS/2 von IBM (und Microsoft). Es existieren noch weitere UNIX-Ableger die von der AT&T Linie her abstammen: UNIX System V und Tru64 UNIX. Tru64 UNIX ist eine kommerzielle UNIX-Version die auf dem Mach Mikrokernel basiert und die 64-Bit Alpha Mikroprozessor Architektur (DEC) unterstützt. Tru64 UNIX wurde als OSF/1 (Open Software Foundation) gestartet und hiess zwischenzeitlich Digital Unix (Dunix). GNU-Projekt Das von der Free Software Foundation (FSF) und Richard Stallman im Rahmen des GNU Projektes entwickelte freie Betriebssystem GNU (GNU is not UNIX) basiert ebenfalls auf dem Mach Mikrokernel und den dazugehörigen Diensten (Hurd). GNU soll eine freie und vollwertige Alternative zu UNIX werden. ReactOS Ein weiteres neues Betriebssystem, das kompatibel für Windows Programme sein soll, befindet sich in der Entwicklung: ReactOS. ReactOS ist ein freies Betriebssystem unter der GNU GPL, das von mehreren geografisch verstreuten Entwicklern programmiert wird. |
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| Siehe auch: windows unix BSD Solaris Fedora-Core Mikrokernel Mach-Mikrokernel PL-1 GNU-Projekt Mac-OS-X | |||||
| Unix | |||||
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Unix ist ein Betriebssystem, das in den 60er Jahren von den Bell Laboratories (heute: AT&T) entwickelt wurde. Es unterteilt sich in einen Kernel, das Dateisystem und die Shell. Eigenschaften sind: Multiuser-System, Multitaskingfähigkeit, enge Beziehung zur Programmiersprache C, hohe Stabilität, Speicherschutz, virtueller Speicher, TCP/IP-Netzwerkunterstützung, Multithreading, sehr gute Scriptingfähigkeit, viele Tools (Unix Kommandos) und einige Daemonen. Daemon Ein Daemon (Disk and execution monitor) ist ein Dienst oder Programm, das im Hintergrund abläuft. Sie werden durch ein Drittes Programm oder eine Netzwerkanfrage bzw. durch Pipes aktiviert. Beispiele für Daemons sind: Netzwerkdienste, E-Mail-Server, Datenbankserver, Print-Server, Hardwarekonfigurationsprogramme oder Hardware-Überwachungsprogramme. Unix-Geschichte UNIX-Entwickler der ersten Stunde waren in den frühen 70er Jahren: Dennis Ritchie, Ken Thompson und Douglas McIlroy. Der Name Unix geht auf das Multics-Projekt zurück (MIT, General Electric, Bell Labs, IBM mit PL/1), welches 1965 auf der Fall Joint Computer Conference angestossen wurde. Das Multics Betriebssystem-Projekt war jedoch zu ehrgeizig in seinen Zielen und scheiterte an den damals verfügbaren Hardware-Ressourcen. Die späteren UNIX Entwickler liessen sich jedoch nicht entmutigen und wollten ein Mehrbenutzersystem schaffen, welches ein gemeinsames Programmieren und Arbeiten an einem System erlauben sollte. Beispielsweise sollte es möglich sein, dass mehrere User an einer Datei gleichzeitig arbeiten konnten bzw. diese gemeinsam nutzen konnten. Das sich daraus entwickelnde Betriebssystem wurde u.a. auf einer PDP 11 programmiert und Brian Kernighan (Kanadischer Informatiker, Co-Autor von C) nannte es Unics, da es ein Multics sei, dass lediglich 2 User unterstütze. Daraus entwickelte sich der Name Unix; die spätere Schreibweise UNIX hing mit der Begeisterung der Entwickler für Kapitälchen zusammen die mit dem Unix Textsatzprogramm Troff möglich waren. Unix-Kernel Der Kernel von Unix verwaltet die Hardware und deren Prozesse sowie das Dateisystem und den Netzwerkprotokollstapel. Systemaufrufe aus Prozessen wie forc oder exec triggern weitere Prozesse und dienen zur Kommunikation mit dem Dateisystem. Der Systemaufruf Fork erzeugt vom aktuellen Prozess eine Kopie die als Kindprozess des erzeugenden Programms dient. Dieser Kindprozess erhält vom Elternprozess Daten, Maschinencode und Befehlszähler und vom Betriebssystem eine eigene PID (Process IDentifier = Prozessnummer). Dadurch kann Unix den Kindprozess als eigene Instanz der Anwendung und unabhängig vom Elternprozess ausführen. Das Dateisystem ist hierarchisch strukturiert - es können an jede Datei je nach Bedarf Unterdateien angehangen werden. Ausgangspunkt ist das Wurzelverzeichnis - die Root. Da alles als Datei abgebildet werden soll, werden auch Peripheriegeräte (optische Laufwerke, Drucker, Floppy), Festplatten oder verbundene Netzwerkrechner an das Dateisystem angehängt (Kommando: mount). Auch die Zugriffe auf Hardware-Treiber werden im Dateisystem durch Zugriffe auf dafür vorgesehene Dateien geregelt: durch diese Handhabung sind Zugriffe auf Dateien und Hardwarekomponenten für die Prozessteuerung vereinheitlicht und Anwendungen können mit einheitlichen Schnittstellen zum Betriebssystem versorgt werden, so dass Systemaufrufe mit open, write oder read allgemein möglich sind. Unix-Shell Die Shell dient als Benutzerschnittstelle bzw. Kommandozeileninterpreter: der User kann Kommandos eintippen, welche dann direkt ausgeführt werden. Unter Unix stehen viele verschiedene Shells mit eigenen Scriptsprachen zur Verfügung. Die Unix-Shell ist aus Prozessicht nicht privilegiert - im Gegensatz zu vielen Kommandozeileninterpretern anderer Betriebssysteme. Bekannte Unix-Shells sind: Thompson Shell, Bourne Shell, C-Shell (alle Frühphase), Bourne Again Shell, Job Control Shell, Korn Shell, Almquist Shell, TENEX-C Shell oder Z-Shell u.a. Die Shell ermöglicht dem User über bestimmte Kommandos eine Ein-/Ausgabeumleitung in die angehängten Dateien des Systems, sowie über die Pipes eine Kommunikation zwischen den Prozessen. Auch grafische Benutzeroberflächen wurden entwickelt wie Solaris oder X-Window. Unix-Derivate Es existieren zahlreiche Unix-Derivate: HP-UX (Hewlett-Packard), AIX (IBM), Solaris (Sun Microsystems), IRIX (Silicon Graphics), DG-UX (Data General) oder SINIX (Siemens). Es existieren noch weitere UNIX-Ableger die von der AT&T Linie her abstammen: UNIX System V und Tru64 UNIX. Tru64 UNIX ist eine kommerzielle UNIX-Version die auf dem Mach-Mikrokernel basiert und die 64-Bit Alpha Mikroprozessor Architektur (DEC) unterstützt. Tru64 UNIX wurde als OSF/1 (Open Software Foundation) gestartet und hiess zwischenzeitlich Digital Unix (Dunix). GNU Hurd Das von der Open Software Foundation (OSF) und Richard Stallman im Rahmen des GNU Projektes entwickelte freie Betriebssystem GNU (GNU is not UNIX) basiert ebenfalls auf dem Mach Mikrokernel und den dazugehörigen Diensten (GNU Hurd). GNU Hurd ist ein zweistufiges, indirektes Akronym: erste Stufe: HIRD of Unix-Replacing Daemons ("Herde Unix ersetzende Daemons"), HIRD bedeutet wiederum: HURD of Interfaces Representing Depth ("Herde von Tiefe darstellenden Schnittstellen"). GNU soll eine freie und vollwertige Alternative zu UNIX werden. Die BSD-Linie (Berkley Software Distribution) basierte ursprünglich auf dem Original Unix, hat sich inzwischen jedoch verselbständigt. Linux ist nach Unix-Prinzipien aufgebaut. |
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| Siehe auch: Kernel vi Solaris BSD Shell GNU X-Window-System Daemon Mach-Mikrokernel POSIX | |||||