Schlüssel

1. Bedeutung: Bei einer relationalen Datenbank dienen Schlüssel dazu, die Tupel einer Relation eindeutig zu identifizieren. Eine Relation ist vergleichbar mit einer Tabelle mit Attributen als Spalten.  Beispielsweise die Relation Angestellter hat die Spalten Angestelltennummer, Angestelltennachname, Angestelltenvorname. Der Schlüssel, oder auch Primärschlüssel genannt, da er eine Spalte einer solchen Tabelle eindeutig identifizieren  muss, wäre hier das Tupel Angestelltennummer, da es eindeutig jedes Tupel der Spalte identifiziert. Es kann keine Angestellten geben, die dieselbe Angestelltennummer haben und die Relation ist in der Dritten Normalform.  Der Primärschlüssel wird aus einer Menge von Schlüsselkandidaten gewählt. Alle anderen Schlüsselkandidaten werden dann zu Sekundärschlüsseln. Ein Fremdschlüssel ist der Primärschlüssel einer anderen Relation;  er stellt die Verbindung zwischen den Relationen dar.

2. Bedeutung: In der Kryptografie bezeichnet ein Schlüssel eine  Zeichenkette, mit der eine Datei verschlüsselt wird. Die Länge des Schlüssels ist in Bit angegeben. Man unterscheidet symmetrische und asymmetrische sowie private und öffentliche Schlüssel.                                               
Siehe auch:    datenbank   1-1-Verbindung   1-n-Verbindung   Kryptografie   PGP   RC4   RSA   Zertifikat   VeriSign   

  1-n-Verbindung

Eine 1:n Verbindung ist eine Verbindung (Relation) eines Datenbanksystems, bei der zu jedem Datensatz der Haupt-Tabelle (Mastertabelle) mehrere entsprechende Datensätze in der Detailtabelle verknüpft sind.  Eine 1:n-Verbindung liegt vor, wenn im Verbindungsfeld der übergeordneten Tabelle nur Unikate, im Verbindungsfeld der untergeordneten Tabelle dagegen auch Duplikate (gleiche Werte) enthalten sind.  Bei einer 1:n Beziehung müssen die verknüpften Felder der Mastertabelle als Primärschlüssel definiert sein.                                                     
Siehe auch:    datenbank   1-1-Verbindung   ACID   Referentielle-Integrität   Schlüssel   Normalform   Rollback   Deadlock   

  Referentielle-Integrität

Die Referentielle Integrität stellt die Datenkonsistenz und Datenintegrität sicher. Auch nach Änderungen der Daten dürfen keine Integritätsverletzungen auftreten. Die referentielle Integrität bezeichnet die  Integrität auf Beziehungsebene. Daneben gibt es noch die Wertebereichsintegrität (Integrität auf Datenfeldebene) und die Datenintegrität auf Datensatzebene. Die referentielle Integrität stellt die Konsistenz der Beziehungen zwischen Attributen von  Relationen her, und sichert die Einhaltung der Eindeutigkeit ihrer Schlüssel. Das Datenbankmanagementsystem stellt sicher, dass es zu keinen INSERT-, UPDATE- oder DELETE-Anomalien kommt. Dies wird durch Fremdschlüsselbeziehungen  zwischen zwei Relationen erreicht. Zwei Relationen besitzen ein gemeinsames Attribut. Dies ist in der Quellrelation der Primärschlüssel. Die andere Relation verweist bzw. referenziert über den Fremdschlüssel auf eben diesen Primärschlüssel.  Das Datenbankmanagementsystem überprüft die Existenz des Primärschlüssels und stellt sicher, dass die betreffende Relation nur gemeinsam mit dem Fremdschlüssel geändert oder gelöscht werden kann.  Transaktionen müssen komplett stimmig sein, sonst werden sie zurückgefahren (Rollback).                                               
Siehe auch:    Konsistenz   Schlüssel   Normalform   Integrität   Transaktion   ACID   Constraints   datenbank   Deadlock   Rollback

  Konsistenz

Mit Konsistenz in EDV-Systemen oder Datenintegrität wird die Korrektheit der Daten in Bezug auf Struktur, Inhalt und Grösse bezeichnet. Konsistenz ist eine der vier in dem ACID-Katalog geforderten Eigenschaften von EDV-Systemen oder Datenbanken. Eine  Transaktion darf die Konsistenz der Daten nicht verletzen, sonst wird sie vollständig zurückgefahren (Rollback). Während der Transaktion kann es zu zwischenzeitlichen Verletzungen kommen, die jedoch am Ende der Transaktion behoben sein müssen.  Integritätsbedingungen stellen die Konsistenz sicher. Diese werden von dem Datenbankmanagementsystem überwacht. Wird nur eine Integritätsbedingung verletzt, so findet ein vollständiger Rollback einer Transaktion statt. Die Integritätsbedingungen werden  beim Einfügen, Updaten und Löschen von Daten überwacht. Dadurch entstehen keine widersprüchlichen Daten, wie z. B. doppelte Primärschlüssel. Es müssen Fremdschlüssel vorhanden sein, um die referentielle Integrität sicher zu stellen.  Die Datensätze müssen dem Relationenschema entsprechen, die Datenbank sollte mindestens in der Dritten Normalform sein.                                                 
Siehe auch:    Referentielle-Integrität   Integrität   Schlüssel   Normalform   ACID   Transaktion   Constraints   Rollback   datenbank