PGP
PGP-Prinzip: Öffentlicher Schlüssel und Privater Schlüssel PGP-Prinzip: Öffentlicher Schlüssel und Privater Schlüssel
Pretty Good Privacy. PGP ist ein De-Facto-Standard für nicht-militärische Verschlüsselung. Der Quelltext der internationalen Version ist für jedermann einsehbar (Open Source), darf jedoch nicht verändert oder weitergegeben werden. PGP ist ein  asymmetrisches Kryptoverfahren. Asymmetrisch deswegen, weil es einen öffentlich zugänglichen, nicht geheimen Schlüsselteil (den öffentlichen Schlüssel) gibt. Eine Entschlüsselung an der Zielstelle ist jedoch nur über einen privaten und geheimen Schlüssel  (Private Key) möglich.

Asymmetrische Kryptosysteme werden wegen ihres öffentlichen Schlüssels auch Public Key-Verfahren genannt. Privater und öffentlicher Schlüssel sind wie ein Schlüsselpaar einander zugeordnet. Den privaten Schlüssel kennt nur der  Empfänger. Die Dateien oder Nachrichten werden vom Sender mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt. PGP benutzt im speziellen eine Hybride Verschlüsselung um Rechenzeit einzusparen: die eigentliche Nachricht wird symmetrisch verschlüsselt, der dabei  verwendetet Schlüssel wird asymmetrisch verschlüsselt. Der symmetrische Schlüssel wird jedesmal zufällig erzugt. Der Nachrichtenteil wird dank der symmetrischen Verschlüsselung mit einem schnellen Kryptografie-Algorithmus verschlüsselt. Der symmetrische  Schlüssel wird per RSA (Rivest, Shamir, Adleman) oder Elgamal-Kryptosystem, das auf Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch aufbaut, mit dem Public Key (öffentlicher Schlüssel) des Empfängers verschlüsselt und dem Nachrichtenteil beigefügt.

In den Anfängen  arbeitet PGP mit RSA, später mit Diffie-Hellman Schlüsselaustausch. PGP wurde von Philip Zimmermann entwickelt. Da selbst die US Geheimdienste den Schlüssel nicht decodieren konnten wurde PGP unter das Kriegswaffenkontrollgesetz gestellt. Der damit  verbundene Exportverbot wurde umgangen, indem PGP als gedruckte Version exportiert, und am Ziel mit Hilfe von OCR (Optical Character Recognition) eingescannt, und damit wieder digitalisiert wurde.

Um PGP auch für Entwickler und zur Weitergabe  freizugeben wurde das freie Kryptosystem GNU Privacy Guard ins Leben gerufen. GNU Privacy Guard (GPG) ist eine Implementierung des in RFC 2440 festgelegten OpenPGP Standards und ist ein Ersatz für PGP für die Plattformen Unix/Linux, Mac OS X und Windows.   

GPG for Windows (GPG4win) ist eine GPG-Implementierung für die Windows-Plattform.  Ab Version 2.0 von GPG wurde auch der S/MIME- (Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions) Standard implementiert.                                   
Siehe auch:    Kryptografie   PKC   RSA   RC4   Zertifikat   VeriSign   Schlüssel   Elgamal-Kryptosystem   OCR   MIME
Link: http://www.pgpi.org


  PKC

Public Key Cryptography - Öffentlicher-Schlüssel Kryptographie. Bei diesem Kryptografieprinzip gibt es einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel kann jedem zugänglich gemacht werden, der Nachrichten  (gemeint sind alle Formen von digitalen Daten, also auch alle Arten von Dateien) für den Besitzer des öffentlichen Schlüssels verschlüsseln will (er ist auch durch Benutzung Dritter kein Sicherheitsproblem,  da erst durch den privaten Schlüssel (Schlüsselbundprinzip) die Nachricht entschlüsselbar ist). Der private Schlüssel darf niemandem sonst  zugänglich gemacht werden. Nach diesem Prinzip arbeitet das bekannte Open Source Kryptografie-Programm PGP.                                                   
Siehe auch:    Kryptografie   PGP   RSA   RC4   SHA   Schlüssel   

  RSA

Rivest Shamir Adleman. RSA ist ein Algorithmus zum Verschlüsseln von Daten und Dateien.  Benannt wurde er nach seinen Vätern Ronald Rivest, Adi Shamir und Leonard Adleman. Es handelt sich um ein asymmetrisches Verfahren: es existiert ein geheimer, privater  Schlüssel und ein öffentlicher Schlüssel. Alles, was mit dem öffentlichen Schlüssel (Public Key) verschlüsselt wurde, kann ausschliesslich mit dem privaten Schlüssel (Private Key) wieder dechiffriert werden.

RSA kommt seit 1991 in dem sehr bekannten  Verschlüsselungsverfahren PGP (Pretty Good Privacy) zum Einsatz. Heute wird bei PGP jedoch eher der Diffie-Hellman-Schlüsselaustauch bzw. das Elgamal-Kryptosystem verwendet.                                                   
Siehe auch:    Kryptografie   PGP   PKC   RC4   Schlüssel   SHA   Elgamal-Kryptosystem   Advanced-Encryption-Standard   

  Schlüssel

1. Bedeutung: Bei einer relationalen Datenbank dienen Schlüssel dazu, die Tupel einer Relation eindeutig zu identifizieren. Eine Relation ist vergleichbar mit einer Tabelle mit Attributen als Spalten.  Beispielsweise die Relation Angestellter hat die Spalten Angestelltennummer, Angestelltennachname, Angestelltenvorname. Der Schlüssel, oder auch Primärschlüssel genannt, da er eine Spalte einer solchen Tabelle eindeutig identifizieren  muss, wäre hier das Tupel Angestelltennummer, da es eindeutig jedes Tupel der Spalte identifiziert. Es kann keine Angestellten geben, die dieselbe Angestelltennummer haben und die Relation ist in der Dritten Normalform. 

Der Primärschlüssel wird aus einer Menge von Schlüsselkandidaten gewählt. Alle anderen Schlüsselkandidaten werden dann zu Sekundärschlüsseln. Ein Fremdschlüssel ist der Primärschlüssel einer anderen Relation;  er stellt die Verbindung zwischen den Relationen dar.

2. Bedeutung: In der Kryptografie bezeichnet ein Schlüssel eine  Zeichenkette, mit der eine Datei verschlüsselt wird. Die Länge des Schlüssels ist in Bit angegeben. Man unterscheidet symmetrische und asymmetrische sowie private und öffentliche Schlüssel.                                               
Siehe auch:    Multiversion-Concurrency-Control   1-1-Verbindung   1-n-Verbindung   Kryptografie   PGP   RC4   RSA   Zertifikat   VeriSign