BSD

Berkeley Software Distribution. Unix-Implementierung der Universität von Berkeley (1977 gestartet). In vielen Unix Derivaten sind Codesegmente von BSD zu finden. Nachfolger von BSD und freie Versionen sind:  NetBSD (1993), FreeBSD (1993) und OpenBSD (1995). DragonFly BSD ist der neueste Abkömmling und stammt aus dem Jahr 2003.  BSD ist lizenziert durch die BSD-Lizenz. Die BSD-Lizenz ähnelt der GNU. Sie erlaubt die freie Benutzung der Programme.                                                     
Siehe auch:    GPL   GNU   unix   windows   Solaris   LGPL   Kernel   POSIX   


  XFS

XFS ist ein Journaling Dateisystem von Silicon Graphics für UNIX-Derivate und Linux-Distributionen.  XFS wurde ursprünglich für IRIX entwickelt und ist heute quelloffen. Es wird allgemein als leistungsfähiger als ReiserFS eingeschätzt. XFS unterstützt Zugriffskontrolllisten und Disk Quotas und ist fester Bestandteil des Linux Kernels seit der Version  2.6. Mit Clustered XFS wird ein gleichzeitiger und konfliktfreier Zugriff auf das System für mehrere Benutzer ermöglicht. Clustered XFS ist ein Clustered Journaling Dateisystem (CXFS).  Die maximale Datei- und Dateisystemgröße beträgt jeweils 8 Exbibyte. Es werden Blockgrößen von 512 Byte bis 64 Kibibyte unterstützt. Die Dateisicherung und Änderungen können im laufenden Betrieb stattfinden, ohne Aushängen des Dateisystems.  Die maximale Dateinamenlänge beträgt 255 Byte. XFS bietet eine Unterstützung für Hierarchische Speichersysteme (HSM) und Volume Manager sowie die Möglichkeit Sparse Dateien zu speichern.  Für den schnellen Dateizugriff werden XFS Dateisysteminhalte in Form eines B+-Baumes organisiert. Das Journal in XFS wird seriell abgelegt und nicht in Form von B-Bäumen oder Heaps.  Die maximale Datei- und Dateisystemgrösse von 8 Exbibyte kann mit heutigen Betriebssystemen nicht erreicht werden. Die Grenze des Dateisystems bei Linux 2.4 beträgt 16 (64) Tebibyte bei einer Speicherseitengrösse von 4 (16) Kibibyte  Unterstützte Betriebssysteme sind neben Linux und IRIX auch FreeBSD.                                           
Siehe auch:    Journaling-Dateisystem   Cluster-Dateisystem   Reiser-File-System   linux   dateisysteme   Fourth-Extended-Filesystem   ZFS   

  CELP

Code Excited Linear Prediction. CELP ist ein Sprachcodierungsverfahren auf LPC-Basis (Linear Predictive Coding). Es verwendet die Zustände stimmhaft und stimmlos und dazwischen angeordnete Arten der Anregung.  Es vereint die Vorteile der Signalformcodierung, wie sie in PCM (Pulse Code Modulation) eingesetzt wird, mit denen der parametrischen Codierung wie bei der LPC-Codierung.  Es wird bei CELP also die Methode der Signalformcodierung durch Vektorquantisierung (PCM) mit parametrischen Methoden (LPC) kombiniert (hybrides Audiokompressionsverfahren).  Dadurch erreicht die Sprachqualtität ein Niveau, das vergleichbar ist mit dem der Pulse-Code-Modulation.  Die Sprachqualität ist entsprechend auch bei geringen Bandbreiten zwischen 5 und 20 kBit/s noch gut.  Die Datenraten sind in 200-Bit/s-Stufen skalierbar. Sie variieren zwischen 3,85 kBit/s und 23,8 kBit/s, bei Abtastraten zwischen 8 kHz und 16 kHz.  Nachteil von CELP ist eine Signalverzögerung von ca. 50 ms. Deswegen wurde ein neuer Standard (G.728 Coding of Speech) geschaffen:  Low-Delay CELP Codec. Damit konnte die Signalverzögerung auf 2 ms und darunter reduziert werden.                                           
Siehe auch:    LPC   PCM   kBits   

  CRC

Cyclic Redundancy Check (CRC) ist eine zyklische Redundanz-Prüfung. Sie wird überwiegend bei Datenübertragungen und Datenaufzeichnung zur Fehlerüberwachung benutzt.  Bei diesem Algorithmus wird durch eine Division und deren Restebildung eine Prüfsumme errechnet, die die Richtigkeit eines vorangegangenen Bits überprüft.                                                       
Siehe auch:    Kryptografie   Kerberos   SHA   RC4   Hash   Hash-Zahl   RSA   SCSI   SCSI-Standard   

  FDDI

Fibre Distributed Data Interface (Lichtwellenleiter basierende Schnittstelle für Datenübertragung). FDDI ist ein 1986 vom American National Standards Institute (ANSI) genormtes Protokoll, welches auf Lichtwellenleitern basiert.  In FDDI-Netzwerken entspricht die Netztopologie dem des Token Ring. Durch das gute Echtzeitverhalten und die hohe Ausfallredundanz bei Übertragungsraten bis zu 100 MBit/s wurde es ursprünglich für Backbones  im Bereich von Metropolitan Area Networks (MAN) entwickelt. MANs sind Hochgeschwindigkeitsnetzwerke mittlerer räumlicher Ausdehnung.                                                     
Siehe auch:    Token-Ring   Backbone   WAN   MBit   Ethernet   ATM   ANSI   

  LPC

Linear Predictive Coding. LPC ist ein Transformationsverfahren, das in der Sprachkompression von Mobilfunksystemen eingesetzt wird.  Das Verfahren arbeitet mit Filtertechniken. Es werden aus einem Signalgemisch sprachrelevante Komponenten wie die Sprachgrundfrequenz, die Lautstärke und die Stimmhaftigkeit herausgefiltert.                                                       
Siehe auch:    CELP   PCM   GSM   HSCSD   

  MESI

Modified, Exclusive, Shared, Invalid. MESI ist ein Protokoll zur Wahrung der Cache-Kohärenz in speichergekoppelten Multiprozessorsystemen. In Multiprozessorsystemen besitzt jeder Prozessor einen Cache.  Es muss klar sein, ob einer der Caches oder der Hauptspeicher den aktuellen Wert eines Datensatzes bereithält. Ein System, dass zu jedem Zeitpunkt den aktuellen Wert eines Datensatzes bereithält,  auch wenn er in einem anderen Cache liegt, heisst cache-kohärent. Das MESI-Protokoll ordnet jeder Cache-Line zwei Statusbits zu, die angeben, ob die Cache Line gültig ist.                                                     
Siehe auch:    Cache   L1-Cache   L2-Cache   Parallele-Datenverarbeitung   CPU   Simultaneous-Multithreading   SMP   

  Content-Management-System

Ein Content Management System (CMS) ist ein Online-Redaktions-Tool, mit dessen Hilfe auch grosse Mengen an Daten wie Texte, Grafiken, Links, Umfragen etc.  von Online-Redakteuren für die Veröffentlichung im Internet bearbeitet werden können. Es findet  eine Trennung vom Layout bzw. Web-Design und den Inhalten statt, so dass die Online Redakteure keine Web-Design Kenntnisse haben müssen und sich voll auf ihre Aufgabe konzentrieren können. Die Administration wird von extra geschulten Leuten übernommen.  Beiträge müssen i.d.R. erst vom Chef-Redakteur oder vorstehenden Redakteur einer Fachgruppe zur Veröffentlichung freigegeben werden. Zu diesem Zweck verfügt ein gutes CMS über eine entsprechende Work-Flow Funktion zur Offline Verarbeitung. Es gibt  Open Source Content Management Systeme, die hohen Ansprüchen genügen und für grössere Institutionen geeignet sind wie Typo3. Kommerzielle CMS-Systeme sind für jeden Anspruch zu haben.  Weitere Beispiele für serverseitige Online Redaktionssysteme sind Joomla, Drupal oder Contao (ehemals TYPOlight).  Die Blogging-Software WordPress kann um CMS-Funktionalität erweitert werden. 

Klassifizierung von CMS-Systemen 
Oftmals werden CMS-Systeme ausschließlich für Webinhalte verwendet, dann spricht man auch von Web Content Management System (WCMS). Diese können auch ein Teil eines Enterprise Content Management (ECM) Systems sein.  Man unterscheidet grundsätzlich Volldynamische Systeme, Statische Systeme, Halbstatische Systeme und Hybride Systeme.  Bei Volldynamischen Systemen wird jeder Seitenaufruf neu generiert während Statische Systeme jede Datei extra in dem jeweiligen Dateisystem auf dem Webspace oder Server ablegen, die dann abrufbar ist.  Hybride Systeme mischen diese Strategien zur Seitenerstellung: sie erzeugen Datenbankinhalte dynamisch und legen eher statische Inhalte wie die Navigation, Grafiken oder bestimmte Texte statisch ab.                                   
Siehe auch:    Content-Provider   Weblog   Open-Source   Server-Side-Includes   SHTML   Script   PHP   MySQL   JFusion   Elgg