| Reiser-File-System | |||||
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Das Reiser File System (ReiserFS) wurde von Hans Reiser und dessen Firma Namesys für Linux Distributionen entwickelt. Es ist ein Journaling Dateisystem und wurde ab Linux Kernel 2.4.1 standardmässig implementiert. Lizenziert unter der GPL wird es für Logical Volumes und RAID-Systeme verwendet. Der Logical Volume Manager (LVM) bildet eine Abstraktionsebene zwischen Dateisystemen und physischen Festplatten (Physical Volume). Das Physical Volume wird dabei wird dabei zu einem Pool (Volume Group) gruppiert aus dem dynamische Partitionen (Logical Volume) gebildet werden. Auf diesen Logical Volumes wird das Dateisystem angeordnet. Der Logical Volume Manager kann diese Partitionen als RAID-System ausbilden und unterstützen. Dadurch können redundante Strukturen aufgebaut werden, welche vor Datenverlust schützen. Dieses Verfahren kommt ohne zusätzliche Hardware aus und wird deshalb als SoftRAID bezeichnet. Oft benutzte RAID-Level sind RAID-0, RAID-1 oder RAID-5 Die Verzeichnisse im ReiserFS werden mit B+ (ReiserFS 1-3) oder B*-Bäumen (Reiser 4) realisiert. Die maximale Dateigrösse reicht von 2 ^ 31 -1 Byte (ReiserFS 3.5 ) bis 2 ^ 60 Byte (ReiserFS 2.6). Neben Linux wird das Reiser File System von BSD und Windows unterstützt. Für Windows stellt Microsoft spezielle Treiber zur Verfügung. In den Versionen Reiser 1 bis Reiser 2 wurde für die Dateistruktur der B+ -Baum zugrundegelegt. Ab ReiserFS wurde dem Filesystem ein Journal beigefügt, so dass das Journaling-Dateisystem nicht nur für die Metainformationen sondern auch für die Nutzdaten angewendet werden kann. Ab Linux Kernel 2.6 ist dieser Misstand behoben worden. Reiser 4 Reiser 4 ist eine völlige Neuentwicklung und weist eine leicht veränderte B*-Baum-Struktur auf. Diese auch als "Dancing Tree" bezeichnete Datei-Struktur verschmilzt im Gegensatz zum ursprünglichen B*-Baum-Dateisystem nicht mit jedem unzureichend gefüllten Knoten bei jeder Modifikation, sondern erst dann wenn der Speicherplatz so kanpp ist, dass ein Zurückschreiben auf die Festplatte notwendig ist oder beim Abschliessen einer Transaktion. Reiser4 bietet einen Geschwindigkeitsvorteil beim Abspeichern der Nutzdaten, da es für Zwischenspeichervorgänge über ein wanderndes Journal verfügt. Dadurch werden die Nutzdaten erst bei Abschluss des Vorganges auf die entsprechende Stelle im Dateisystem geschrieben, wobei das Journal bis zum Vorgangsabschluss als eine Art Zwischenspeicher dient. Weiterhin enthält Reiser 4 eine Metadatenstruktur für die Metadaten-Typen Komprimierung und Verschlüsselung. Reiser 4 kann also auch Metadaten über Audio Files beinhalten wie z. B. Künstler oder Titel eines Musikstückes. Im Gegensatz zu ID3-Tags bei MP3-Dateien werden die Metadaten im Dateisystem und nicht im Containerformat (MPEG, MP3 etc.) der Audio Datei integriert, so das man eine einheitliche Speicherungsform der Metadaten hätte, die unabhängig vom Container Format wäre. Eine entsprechende Anwendung muss nicht mehr alle Metadatentypen lesen können, der Zugriff erfolgt transparent über das Dateisystem. Dieser Ansatz erhöht die Interkompatibilität zwischen Anwendungen, senkt jedoch die Interkomaptibilität zwischen Dateisystemen. Vorteile des Reiser File Systems Ein Hauptvorteil von Reiser ist die Handhabung vieler kleinerer Dateien. Diese können in den Verwaltungknoten eingebunden werden. Dadurch wird der Speicherplatzbedarf gesenkt. Diese Funktionen können über Parameter beim Mounten eingebunden werden: Der Parameter "notail" deaktiviert die Speicherung kleinerer Dateien in den Inodes (Informationsknoten, Indexeintrag) des Dateisystems. Der Parameter "nolog" deaktiviert das Journaling. Das Journaling kann deaktiviert werden, um die Geschwindigkeit des Dateisystems zu steigern. Dies geschieht auf Kosten der Sicherheit. Die maximale Anzahl von Dateien beträgt bei Reiser Version 3.5 ca. 2 ^ 29 (518701895 ) und bei Reiser 2.6 2 ^ 32 -3. In der Praxis wird die Anzahl der Dateien durch eine Hash-Funktion limitiert (auf ca. 1.200.000 Dateien ohne Kollisionen). Die Anzahl von Verzeichniseinträgen (Hard Links) pro Datei beträgt bei Reiser 2.5 2 ^ 16 und bei Reiser 2.6 2 ^ 32. Die maximale Grösse des Dateisystems beträgt ca. 2 ^ 32 4-KB-Blöcke. |
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| Siehe auch: B-Baum B-Plus-Baum ZFS Kernel Journaling-Dateisystem Metadaten XFS Second-Extended-Filesystem Third-Extended-Filesystem | |||||