| Serial-Attached-SCSI | |||||
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Serial Attached SCSI (SAS) soll den Engpass bei SCSI, der durch die parallele Bitübertragung entsteht, überwinden. Bei Parallel-SCSI und insbesondere Ultra320 SCSI kommt es zu unterschiedlichen Signallaufzeiten der Bits sowie zum Übersprechen. Bei Ultra320 SCSI musste schon mit erheblichem Aufwand durch Technologien wie Adaptive Active Filtering (AAF) nachgebessert werden. Außerdem wurden immer breiter ausgelegte Busse und Kabel mit entsprechenden elektrischen Modifikationen notwendig, damit die Differenz zwischen den Bitlaufzeiten (skew) ausgeglichen werden konnte. Bei der nächst höheren Variante von Ultra SCSI, dem Ultra640 SCSI wäre der Aufwand, um die elektrischen Probleme in den Griff zu bekommen, schon zu hoch gewesen. Abhilfe für das Problem schafft hier eine serielle Punkt-zu-Punkt Übertragung welche auch Voll-Duplex arbeitet: Serial Attached SCSI. Ähnlich wie bei S-ATA werden zwischen den SAS-Endgeräten und dem SAS-Host-Bus-Adapter (SAS-HBA) jeweils einzeln Verbindungen hergestellt. Damit umgeht man auch die Notwendigkeit zur Terminierung und die Verkabelungsprobleme; eine SCSI-ID gibt es nicht mehr. Bei der Definition von SAS ist Dual-Porting vorgesehen, womit eine SAS-Platte an 2 Host-Adapter anschließbar ist. Dadurch lassen sich gespiegelte oder gemischte Datenbestände erzeugen: z.B. als RAID-Verbund oder gemischter S-ATA und SAS Betrieb. Serial Attached SCSI ermöglicht eine Bandbreite von bisher 3 GBit/s, wobei die SAS-Endgeräte jeweils, im Gegensatz zu SCSI, Zugriff auf die volle Bandbreite haben und keine Aufteilung der Bandbreite auf die SAS-Endgeräte stattfindet. Ports können bei SAS zu Kanälen gebündelt werden um den Durchsatz zu steigern. Zusätzlich ist jeder Port mit einer eigenen Adresse ausgestattet. Dadurch kann ein Datenzugriff gleichzeitig von 2 Host-Controllern erfolgen. Erweiterungen der SAS-Topologie werden durch Expander ermöglicht: SAS-Endgeräte werden über den Edge-Expander, der die Funktionsweise eines Switch übernimmt, verbunden. Der Fanout Expander fungiert als Verwaltungseinheit für die verbundenen Edge-Expander. Bis zu 128 SAS-Endgeräte lassen sich über einen Edge-Expander anschliessen. Ein Fanout Expander kann wiederum 128 Edge-Expander Sets technisch managen. Hochgerechnet kommt man auf eine theoretisch mögliche Anzahl von ca. 16.300 SAS-Endgeräte. Die dafür benötigten eindeutigen 64-Bit-Adressen werden via WWN (WorldWideNames) vom Expander an die in der SAS-Umgebung betriebenen S-ATA-Geräte vergeben. |
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| Siehe auch: SCSI SCSI-Standard SCSI-3-Architektur SCSI-Geschichte Fibre-Channel S-ATA SAN USB FireWire Adaptive-Active-Filtering | |||||