URI

Uniform Resource Identifier. Die URI identifiziert eine Datei im Internet über den Typ und die Adresse. Die URL leitet sich von der URI ab.  Die URI hat ein fest definiertes Schema: sie wird durch einen Web-Identifier wie http oder ftp bestimmt. Innerhalb des Schemas sind die Bezeichnungen (Namensräume) frei definierbar.  Ursprünglich war der URI der Oberbegriff zu der URL (Uniform Resource Locator) die den Ort einer Ressource bestimmt, also die konkrete Webadresse und der URN (Uniform Resource Name)  Die URL ist sozusagen die Konkretisierung der URI: sie gibt die Web-Adresse einer Ressource im Internet an. Die URN bestimmte den Namen einer Ressource, unabhängig vom Ort.                                                   
Siehe auch:    URL   TLD   Domain-Name-System   

  Web-Service
Web-Service Schema: Funktionsweise (SOAP, XML-RPC,  WSDL, UDDI, Serviceanbieter, Servicekonsument, Service-Broker) Web-Service Schema: Funktionsweise (SOAP, XML-RPC,  WSDL, UDDI, Serviceanbieter, Servicekonsument, Service-Broker)
Ein Web Service (Netzwerkdienst) ist für Rechner gedacht und stellt für diese im Prinzip einen ähnlichen Service zur Verfügung wie die Webseiten es für Menschen tun.  Web Services (oder Web-Dienste) sind anhand einer URI (Uniform Resource Identifier) ansteuerbar und  kommunizieren mit den Client-Rechnern (Konsumenten) über XML-basierte Dienste und Protokolle.

Service-Broker
Ein Anbieter von Web Services veröffentlicht seine  Dienste über einen Service-Broker. Dieser führt ein Verzeichnisdienst, der technisch mit UDDI (Universal Description, Discovery and Integration) realisiert ist. Der Konsument von Web Services kann in  dem bereitgestellten Verzeichnis nach passenden Web Services suchen und sie auswählen → er wird dann dynamisch mit dem jeweiligen Anbieter direkt verbunden.

UDDI, SOAP und WSDL 
UDDI arbeitet mit einer SOAP-Schnittstelle (Simple Object Access Protocol). Das Suchen von Web Services im Verzeichnisdienst erfolgt über WSDL (Web Services Description Language). WSDL ist eine Metasprache die dazu  dient, Daten und Datentypen, Funktionen sowie Austauschprotokolle eines Netzwerkdienstes zu beschreiben. Die entsprechenden Datentypen werden in einer XML-Repräsentation innerhalb einer WSDL-Datei gespeichert.  Via SOAP wird die entsprechende in WSDL geführte Funktion dann aufgerufen. Wenn der Dienst über den Anbieter mit dem Client (Konsument) verbunden wird, so geschieht dies mit SOAP oder XML-RPC (XML-Remote Procedure Call) → Methodenaufruf. 

Programmlogik und Serviceorientierte Architekturen
Das Konzept und die Programmierung bzw. Programmlogik der Web Services lehnt sich an die  Serviceorientierten Architekturen (SOA, Service Oriented Architecture) an. Die SOA streben eine maximale Wiederverwendbarkeit von Anwendungen an, indem Dienste sukzessive aufgerufen werden können, anstatt  immer jeweils die zugrunde liegenden Programme ändern zu müssen.

Beispiele
Beispiele für Web Services sind der Datenaustausch von Reisedaten zwischen Airlines und Reisebüros: die Fluggesellschaften bieten über einen  Web Service einen Dienst zum Recherchieren und Buchen von Flügen an. Die Reisebüros binden diese Informationen in Echtzeit per UDDI auf ihren Web-Präsenzen ein. Google unterhält einen Web Service  (http://code.google.com) der die gleichen Möglichkeiten bietet, wie die Benutzerschnittstelle auf der Webseite selber. Entsprechende Programme suchen über diese Schnittstelle nach Informationen im WWW und können die daraus gewonnen Daten direkt für ihre  eigenen Bedürfnisse verwenden.

Fortschritte in der EDV durch Web Services
Web Services könnten einen grösseren Fortschritt in der Datenverarbeitung bedeuten.  Die Standardisierung des XML Schemas nimmt Fortschritte an. Im Business Internet Consortium (BIC) sind Unternehmen zusammengeschlossen, die  E-Business Standards fördern wollen (u.a. Microsoft, Intel, Sun Microsystems, Computer Associates, Dell, HP, Compaq, IBM, SAP, Ford, Gillette), darunter auch XML-Standards (u.a. XML-Schema, XSL, XSLT, XPath, X-Link, XML Query oder SGML und SVG).  Diese XML Standards sollen helfen, Richtlinien für B2B-Prozesse und B2B-Lösungen sowie eine Roadmap für Unternehmen, die sich diesem Anpassungsprozess unterwerfen wollen, zu erarbeiten.  Der Windows .NET-Server ist beispielsweise eine Plattform für Web Services; Visual Studio  ist geeignet um Web Services zu entwickeln. Web Services bieten Kostenvorteile, sind flexibel und umgehen das Firewall- Problem, da sie über das HTTP-Protokoll übertragen werden. Andererseits erfordern sie  Sicherheitsmassnahmen (HTTPS, SAML, XML Signature oder XML Encryption), ein anspruchsvolles Wissen, einen grossen Verwaltungsaufwand und erzeugen einen grossen Daten-Overhead (z. B. wegen der Verwendung von SOAP und WSDL).                   
Siehe auch:    WSDL   SOAP   XML   XAML   SAML   SGML   RPC   OASIS   SAP   ASP-Dot-NET

  URL

Uniform Resource Locator. Bedeutet in etwa: "Einheitlicher-Quellen-Festleger". Jede Internet-Ressource im World-Wide-Web verfügt über eine URL, die eine eindeutige Adresse ist.  Sie stellt im Internet die Hypertext-Verknüpfung zwischen Dokumenten her. Eine URL besteht wenigstens aus: dem Internet-Dienst  (Übertragungsverfahren: FTP, HTTP), dem Servername, und der Länderbezeichnung bzw. TLD. Manchmal wird auch von URI gesprochen, dem Uniform Resource Identifier → siehe URI.  Ein Beispiel für eine URL ist: http://www.google.com.  Die URL gibt die Internet-Adresse einer Ressource an und folgt keinem festgelegtem Schema. Eine URI hat ein festgelegtes Schema:  sie wird durch einen Web-Identifier wie http oder ftp bestimmt. Innerhalb des Schemas sind die Bezeichnungen (Namensräume) frei definierbar.  Ursprünglich war der URI der Oberbegriff zu der URL (Uniform Resource Locator) die den Ort einer Ressource bestimmt, also die konkrete Webadresse und der URN (Uniform Resource Name).  Die URL ist sozusagen die Konkretisierung der URI: sie gibt die Web-Adresse einer Ressource im Internet an. Die URN bestimmte den Namen einer Ressource, unabhängig vom Ort.                                           
Siehe auch:    URI   Webserver   TLD   SLD   Dot-com   Domain-Name-System