WinFS

Windows Future Storage. WinFS ist ein neues Filesystem von Microsoft, das ursprünglich auf Windows Vista zum Einsatz kommen sollte. Vista wird jedoch ohne WinFS ausgeliefert. WinFS baut auf NTFS auf  und nutzt die Technologie des SQL-Servers Yukon. WinFS führt eine Überkreuz-Indizierung von Dateien durch. Informationen über Dateien werden nicht mehr zentral gespeichert, sondern mehrfach auf dem Datenträger verteilt (Überkreuz-Indizierung).  Dadurch wird ein schnellerer Dateizugriff realisiert. Weiterhin können die Dateien nach  unterschiedlichen Merkmalen sortiert werden (z. B. Inhalt, Autor, Datum, Dateiname). Da Teile der Innovationen bereits in Windows Vista eingeflossen seien, wurde das Projekt WinFS 2006  eingestellt. Auch in den neuesten SQL Server (Katmai) und ADO.NET sollen Innovationen aus WinFS einfliessen.                                                 
Siehe auch:    Windows-Vista   windows   NTFS   FAT   NFS   Microsoft   Windows-Presentation-Foundation   Distributed-File-System   

  Windows-Vista

Windows Vista (ehemals Codename Longhorn) kam 2007 auf den Markt.

Trusted Computing und NGSCB
Das ursprünglich geplante erweiterte Rechtemanagement (Digital Rights Management (DRM)) und Trusted Computing Konzept bzw. Sicherheitskonzept  Next Generation Secure Computing Base (NGSCB, ehemals Codename Palladium) wurde wegen massiver Kritik seitens der Anwender und beteiligten Firmen und Organisationen nicht verwirklicht. 

Neues in Vista: WPF, WCF, WinFX und .NET Framework 3.0
In Vista integriert sind jedoch: die Windows Presentation Foundation (WPF, ehemals Avalon), ein Nachfolger der grafischen API GDI  (Graphics Device Interface): die WPF ist eine Präsentations-Programmierschnittstelle (API) für Windows und ein Framework für Grafiken, Video, Audio und Bilder, das direkt auf DirectX aufsetzt. Die Windows Communication Foundation  (WCF, Codename Indigo) ist eine dienstorientierte Kommunikationsplattform für verteilte Anwendungen, in der verschiedene Technologien unter einer API zusammengefasst werden. Bestandteil von Windows Vista ist das .NET Framework 3.0 mit WinFX.  WinFX (Windows Frameworks) ist eine Sammlung von Windows-Klassenbibliotheken und eine Windows-Programmierschnittstelle. Es war ursprünglich die Bezeichnung für die Programmierschnittstelle von Windows Vista,  die die alte Win32-API ablösen sollte. WinFX wurde jedoch neben Windows Vista auf weitere Windows-Versionen ausgedehnt, wie Windows XP und Windows Server 2003, so dass anstatt das .NET Framework abzulösen die WinFX Funktionen  in das .NET-Framework 3.0 integriert wurden. Bestandteile sind: WCF, WPF, Windows Workflow Foundation (WF) und Windows CardSpace (WCS), ehemals Infocard. 

Nicht integriert: EFI und WinFS
Das Extensible Firmware Interface (EFI) als Nachfolger des BIOS wird vorerst nicht integriert sein.  Das neue Dateisystem WinFS (Windows Future Storage) wird nicht für Vista angeboten. WinFS wurde eingestellt. Einige Innovationen aus WinFS fliessen jedoch in Vista und den SQL Server 2008 (Katmai, SQL Server 10.0) ein.    Sie wertet Vista optisch auf (Transparenzeffekte, 3D-Grafiken, Animationen), benötigt jedoch viel Arbeitsspeicher.  Aero steht für Authentic, Energetic, Reflective und Open. Da diese GUI (Graphical User Interface) sehr ressourcenintensiv ist, gibt es eine Einsteigerversion von Vista für Computer mit weniger Speicherressourcen (RAM, Grafikkarte).  Diese heisst Aero Basic und wird in Vista Home Basic ausgeliefert. Aero Basic weist lediglich Designänderungen zu XP auf. Aero Glass ist jedoch in allen Versionen abschaltbar. Die Grafische API DirectX 10 wird nur in Vista verfügbar sein. 

Vista Versionen
Es gibt 8 Varianten von Vista: 7 für Europa und 5 Ausbaustufen für die restlichen Industrieländer und eine reduzierte Variante für Schwellenländer (Vista Starter).  Speziell für Privatanwender sind 3 Versionen verfügbar: Vista Home Basic als Einstiegsversion mit Aero Basic, Vista Home Premium mit Aero Glass und Multimedia Funktionen als  Ablösung von XP Media Center Edition und Tablet PC Edition, sowie Vista Ultimate Edition, die zusätzlich zu  den Home Premium Funktionen Unternehmensfunktionen bietet. Für Firmen wird es Vista Business als Ersatz von XP Professional geben.  Die Version Vista Enterprise richtet sich an Grossunternehmen und ist mit Virtual PC, der Festplattenverschlüsselung BitLocker und der Option Unix-Anwendungen laufen zu lassen, ausgestattet. Alle Varianten werden in 32- und 64-Bit Versionen angeboten.  Günstigere Versionen von Windows Vista gibt es in den System Builder Versionen. Diese kommen als DVD mit Key und dünnem Begleitheft. Der Produkt-Support ist eingeschränkt.                   
Siehe auch:    Dot-NET-Framework-3-0   Dot-NET   Windows-Communication-Foundation   Windows-Presentation-Foundation   WinFX   NTFS   DirectX   NGSCB   Extensible-Firmware-Interface
Link: http://www.microsoft.de


  Dot-NET-Framework-3-0

Das .NET Framework 3.0 ist die dritte Version der plattform- und sprachunabhängigen Entwicklungsumgebung und Programmierschnittstelle von Microsoft für die Windows-Plattform. Es besteht aus dem .NET Framework 2.0  und den ursprünglich WinFX (Windows Frameworks) genannten Erweiterungen der Windows Klassenbibliothek.  WinFX war eigentlich als Zusatz für das .NET Framework 2.0 gedacht, wurde jedoch dann 2006 zusammen mit dem .NET Framework 2.0 als .NET Framework 3.0  veröffentlicht. Das .NET Framework 3.0 besteht aus:

- der Common Language Runtime 2.0
- der .NET Framework Class Library 3.0
- den Klassen der .NET Framework Class Library 2.0
- den .NET Sprachen der zweiten Generation
→ sowie  den WinFX-Erweiterungen:
- Windows Communication Foundation (WCF)
- Windows Presentation Foundation (WPF)
- Windows Workflow Foundation (WF)
- und Windows CardSpace (WCS). 

Das .NET Framework 3.0 ist grösstenteils in 'Managed Code' programmiert. Nicht integriert, wie ursprünglich geplant,  sind das neue Filesystem WinFS (Windows Future Storage) und die Windows PowerShell. Auf dem .NET Framework 3.0 setzt Silverlight (ehemals WPE/E: Windows Presentation Foundation/Everywhere) auf. Silverlight  basiert auf XAML und ist eine stark reduzierte Version der WPF die als Plug-In für die meisten Browser erhältlich ist. Es können ähnlich wie bei Adobe's Flash Player (ehemals Macromedia) grafische Elemente und Media-Dateien dargestellt werden.  Silverlight erfordert keinen Windows Media Player und auch nicht die .NET Framework Laufzeitumgebung Common Language Runtime (CLR).                                         
Siehe auch:    Dot-NET   WinFX   CLR   Silverlight   Windows-API   Windows-Presentation-Foundation   Windows-Communication-Foundation   Windows-PowerShell   WinFS   Managed-C-Plus-Plus