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XHTML (eXtensible HyperText Markup Language) ist eine Weiterentwicklung des HTML 4.0 Standards des World Wide Web Consortiums (W3C). Dabei wurde HTML 4.0 in XML 1.0 neu formuliert: XHTML wurde also nicht auf Basis von SGML definiert, wie das bei HTML der Fall war, sondern auf Basis von XML. Bei XML handelt es sich um eine leichter zu parsende Teilmenge von SGML, denn XML ist strenger definiert als SGML. Der XHTML 1.0-Standard enthält alle Bestandteile von HTML 4.01. Dadurch ist eine gewisse Kompatibilität zu HTML 4.01 gegeben, da eine Umformung leicht möglich ist und auch Browser, die kein XHTML implementiert haben, solche Dokumente darstellen können. Mit XHTML soll jedoch der Datenaustausch verbessert werden und die automatisierte Datenverarbeitung ermöglicht werden. XHTML-Parser sind daher gegenüber Syntaxfehlern weniger tolerant als HTML-Parser. HTML Parser trugen noch der Tatsache Rechnung, dass viele HTML-Dokumente im Internet nicht fehlerfrei waren und trotzdem einigermassen korrekt dargestellt werden sollten. Dokumenttypen XHTML hat wie HTML verschiedene Dokumenttypen wie z. B. XHTML Transitional 1.0 oder XHTML Strict 1.0. XHTML wird in Zukunft keine Präsentationselemente mehr enthalten. XHTML Transitional 1.0 enthält noch grafische Elemente wie das font-Element oder das strong-Element. XHTML Scrict 1.0 enthält diese Präsentationselemente nur noch zu Zwecken der Rückwärtskompatibilität zu XHTML Transitional. Bei XHTML Basic und XHTML 2.0 werden Präsentationselemente durch Stylesheets (CSS) eingebunden. Auf der Grundlage der XHTML-DTDs und den im XML-Schema definierten Modulen sind XHTML-Dokumenttypen modularisierbar, d.h. man kann XHTML-Dokumenttypen mit anderen DTDs von XML-basierten Sprachen mischen und zusammenbauen. Beispiele sind XHTML Basic, MathML, SVG (Scalable Vector Graphics) oder SMIL (Synchronized Multimedia Integration Language). XHTML 2.0 und Unterschiede zu HTML Der neuerer Standard XHTML 2.0 wird nicht mehr kompatibel sein zu HTML 1.1. Wichtige Änderungen sind das vereinfachte Einbinden multimedialer Inhalte sowie das Auslagern von HTML und XML Funktionen in andere XML-Sprachen: XForms (Formulare), XML Events (Scripte einbinden) oder XFrames (für Framesets, Frames). XFrames wurde vom W3C-Konsortium vorgeschlagen, jedoch noch nicht in den XHTML 2.0 Standard integriert. Unterschiede zu HTML sind ausserdem: Start- und End-Tag müssen immer beide angegeben werden, Attributwerte müssen immer mit Anführungszeichen angegeben werden, bei Booleschen Attributen muss der Attributname als Attributwert angegeben werden (Bsp: <input type="checkbox" checked="checked"/>), Elemente und Attribute dürfen nur klein geschrieben werden, das <html> Wurzel-Element muss immer die Deklaration des Namensraumes für XHTML enthalten: <html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">. Beispiel für eine XHTML Dokumenttyp-Deklaration: <! DOCTYPE html PUBLIC "- //W3C // DTD XHTML 1.0 Transitional// EN" "http://www.w3.org/ TR / xhtml1 /DTD/xhtml1- transitional.dtd">. MIME-Type Der MIME-Type (Multipurpose Internet Mail Extensions) spielt eine Rolle bei der HTML-Kompatibilität und bei der Verarbeitung des Dokumentes vom Browser. XHTML Dokumente sollen nach Empfehlung des RFC 3236 den MIME-Type application/xhtml+xml aufweisen. Wenn das XHTML-Dokument rückwärtskompatibel ist kann es gemäss RFC 2854 und dem XHTML 1.0 Standard mit dem HTML MIME-Type text/html gesendet werden. Ab XHTML 1.1 ist keine vollständige Kompatibilität zu HTML mehr vorgesehen, so dass das W3C-Konsortium empfiehlt, den MIME-Type application/xhtml+xml zu verwenden. |
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| Siehe auch: HTML XML SGML MIME DTD Browser Parser Script W3C | |||||