Datei-Endung-COM

*.COM DOS-Programmdatei / Ausführbares Programm in DOS                                                         
Siehe auch:    Dateierweiterungen   Datei-Endung-BAT   Datei-Endung-EXE   

  Component-Object-Model

Bei dem Component-Object-Model (COM) von Microsoft handelt sich um modulare, objektorientierte Softwarekomponenten. Diese können von jeder COM-kompatiblen Anwendung genutzt werden. Mit dieser Technologie soll dem Microsoft-Betriebssystem  Windows ermöglicht werden, Interprozesskommunikation und dynamische Objekterzeugung zu betreiben. In COM-kompatiblen Applikationen können COM-Komponenten eingefügt und auch während der Laufzeit wieder entfernt werden.  COM-Objekte können lauffähige Programme sein oder eine Programmbibliothek (Dynamic Link Library (DLL)). Das Component Object Model ermöglicht dem Entwickler sprachunabhängig (Binärstandard), plattformunabhängig, objektorientiert,  versionsunabhängig, automatisiert und ortsunabhängig zu programmieren. Eine COM-Komponente erhält nach der Registrierung bei Microsoft eine weltweit eindeutige Nummer. Meist  werden COM-Komponenten in C++ programmiert. Folgende Technologien basieren auf COM-Komponenten: DirectX, ActiveX und OLE. COM wurde 1993 unter der Bezeichnung Object Linking and Embedding (OLE) in Windows integriert.  Die Bezeichnung COM wurde erst 1997 verwendet. COM wurde durch das .NET Framework 3.0 abgelöst. Das .NET-Framework 3.0 ist einfacher und universeller: es gibt keine unterschiedlichen Zugänge mehr zu einem Objekt, jeder .NET-Client kann  jede .NET-Komponente nutzen. Es wird weniger mit Schnittstellen als mit Klassen sowie Klassen mit Mehrfachschnittstellen gearbeitet. Statt DCOM wird für Remote Services .NET Remoting mit HTTP/SOAP und HTTP/binär verwendet. Die Klasse XML-Webservices  bietet Methoden an, um einen Web-Server via HTTP/SOAP oder XML/SOAP (Simple Object Access Protocol) aufzurufen. Die Plattformunabhängigkeit ist bei dem .NET Framework durch die Übersetzung des Codes der  unterstützenden Programmiersprachen in einen Zwischencode, der Common Intermediate Language (CIL) gegeben. Dieser Zwischencode wird zur Laufzeit von einem Echtzeit-Compiler (Just-in-Time-Compiler) in  Maschinencode übersetzt, und dabei für die jeweilige Plattform und den Prozessortyp optimiert.                                       
Siehe auch:    COM-Plus   OLE   ActiveX   DirectX   C-Plus-Plus   Microsoft   windows   ADO   CORBA   

  Dot-com

.com (Sprich: dot com) ist eine Top-Level-Domain und steht für commercial, also kommerzielle Internet- Domains. Beispiele sind: http://www.google.com oder http://www.microsoft.com.                                                         
Siehe auch:    Dot-gov   Dot-uk   Dot-mil   

  TLD

Top-Level Domain. Die URL setzt sich aus einer SLD (Second-Level Domain) und einer TLD-Domain zusammen. Die Second Level Domain ist beispielsweise "t-online" und die Top-Level Domain sagt etwas über das Land  oder die Art der Domain aus. Hier .de für Deutschland. Also t-online.de. oder yahoo.com, com steht für kommerziell. Man unterscheidet die TLDs in:  Länderdomains oder Country-Code TLDs (CcTLD: .de, .us, .uk, .fr, .be, .it usw.) und generic TLDs (gTLD). Die gTLDs teilen sich auf in gesponsorte TLDs wie .edu, .mil, .gov, biz, .jobs, .mobi, .museum, .tel,  .travel, .coop, .aero, .cat und nicht gesponsorte TLDs: .com, .org, .net, .biz, .name, .info, .pro. Ein Sonderfall ist .arpa welches eine Infrastruktur TLD ist (genau wie .root, welches jedoch nie verwendet wurde). Heute wird .arpa (welches  ursprünglich für den Vorgänger des Internets, das ARPANET, reserviert war) als Address and Routing Parameter Area benutzt.  Der Aufbau von Domains ist in den Datensätzen "Domain-Name-System" und "Domain" näher erläutert.                                               
Siehe auch:    Domain-Name-System   Domain   DNS-Server   ICANN   IANA   Regional-Internet-Registry   RIPE-NCC   Dot-gov   Dot-mil   Dot-com

  ActiveX

Softwaretechnologie von Microsoft basierend auf der COM-Architektur. Es handelt sich um Module, die für den beschleunigten Ablauf von Programmen zuständig sind. Diese Module sind sowohl für die lokale Ausführung auf dem PC als auch für auf dem Internet  basierende Anwendungen einsetzbar. ActiveX Komponenten nutzen meist den Internet Explorer für die Darstellung von Informationen. Die ActiveX Data Objects (ADO) bilden eine auf ActiveX basierende Schnittstelle für den Datenbankzugriff. ADO kann auch  für den Zugriff auf EXCEL-Sheets bzw. CSV-Dateien verwendet werden.                                                     
Siehe auch:    Component-Object-Model   Microsoft   Browser   ADO   

  Dot-NET

.NET ist eine Entwicklungsplattform von Microsoft. Folgende Attribute beschreiben deren Strategie: Modularität, Wiederverwendbarkeit, Plattformunabhängigkeit, Sprachunabhägigkeit, Selbstbeschreibung sowie Internetausrichtung und -technologie. 

Common Language Runtime, WinFX und Common Language Infrastructure
Die .NET-Plattform besteht aus einer Laufzeitumgebung (die Common Language Runtime, CLR),  einer Sammlung von Klassenbibliotheken (WinFX bzw. Framework Class Library (FCL)), den unterstützenden Programmiersprachen, der grafischen Entwicklungsumgebung  Visual Studio, sowie einer Reihe von Diensten. Das .NET-Framework ist eine Spezifikation der Common Language Infrastructure (CLI), einem ECMA-Standard (European Computer Manufacturers Association)  für sprach- und plattformunabhängige Anwendungsentwicklung und -ausführung.

.NET-Geschichte und .NET-Strategie
Die .NET-Strategie entwickelte sich in den 90er Jahren aus der Gefährdung der Vorherrschaft von  Microsoft in PC-Schlüsseltechnologien durch die plattformunabhängige Programmiersprache Java von Sun Microsystems.  Eine eigene Java-Version von Microsoft gefährdete die Plattformunabhängigkeit von Java und wurde zudem von Sun gerichtlich unterbunden. Die .NET-Strategie sollte die Unabhängigkeit von Microsoft wieder herstellen und als  plattformunabhängige Entwicklungsumgebung gegen Java antreten. Zudem sollten veraltete Technologien wie COM und DCOM sowie API-Aufrufe auf der Windows-Plattform ersetzt werden. Software, welche im Rahmen der .NET-Umgebung erstellt wurde, läuft  plattformunabhängig auf internetfähigen Geräten, indem der Code mehr als bisher abstrahiert wird und unabhängiger von der verwendeten Sprache gehalten wird. 

.NET-Sprachen und Common Intermediate Language
Dies wird erreicht, indem die Common Language Runtime sprachübergreifend funktioniert, da  angepasste Programmiersprachen wie C#, C++.NET oder Visual Basic.NET zuerst in einen Zwischencode, der Common Intermediate Language (CIL), ehemals Microsoft Intermediate Language (MSIL) und dann erst zur Laufzeit von einem Echtzeitcompiler  (Just-in-Time Compiler) in lauffähigen Sourcecode umgewandelt wird. 

Managed-Code
Programme die innerhalb der CLR laufen werden als "managed" bezeichnet, alle anderen als "unmanaged". Die Interop-Technik ermöglicht es, alte COM-Programme mit .NET-Hüllen zu  versehen und sie wie .NET-Klassen aufzurufen oder vice versa: .NET-Klassen als COM-Klassen aufrufen. Implementiert sind gleich 3 Konzepte: Web-Services, .NET Remoting Services und die .NET Enterprise Services.                               
Siehe auch:    Dot-NET-Framework-3-0   CLR   WinFX   JIT-Compiler   C-Plus-Plus-CLI   Managed-C-Plus-Plus   Windows-Communication-Foundation   Component-Object-Model   ASP-Dot-NET   Mono