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  Strukturierte-Analyse

Die Methode der Strukturierten Analyse (SA) von Tom DeMarco unterstützt die Analysephase im Softwareentwicklungsprozess. Die SA gibt eine formale  Systembeschreibung durch grafische Elemente die mit der Top-Down Methode Prozesse, Programmelemente und den Datenfluss modelliert. Dabei werden statische Elemente verwendet die um dynamische  Komponenten erweitert werden können. Elemente der Strukturierten Analyse sind: Kontextdiagramm, Datenflussdiagramm, Minispezifikation (formale Darstellung von atomaren Elementarprozessen mit  Einsatz von Pseudocodes, Entscheidungstabellen und Entscheidungsbäumen) und ein Data Dictionary (Datenverzeichnis welches einen Katalog von Metadaten (Datendefinitionen, Datenelemente) enthält). 

Das Ergebnis der SA wird durch die Methode des Strukturierten Designs (SD) soweit verfeinert, dass es in die Praxis umgesetzt werden kann. SD von  Yourdan und Constantine wendet modulares Design an, welches die Wechselwirkungen von übergeordneten Modulen beschreibt.                                               
Siehe auch:    CASE   UML   Ablaufdiagramm   Repository   Normalform   

  FLOPS

Floating Point Operations per Second. Diese Fliesskommaoperationen pro Sekunde geben ein Mass für die Rechengeschwindigkeit eines Computers. Ein FLOPS gibt die Anzahl der Fliesskomma-Operationen pro Sekunde  (auch: Gleitkomma-Operationen pro Sekunde) an: 1 FLOPS: 1 Fliesskomma-Operation pro Sekunde,  1 MegaFLOPS (MFLOPS): 1 Million FLOPS (10 ^ 6 FLOPS).                                                     
Siehe auch:    FPU   MIPS   Gleitkommazahl   TeraFLOPS   GigaFLOPS   GIPS   Benchmark   

  Metadaten

Metadaten sind Zusatzinformationen zu den Eigenschaften von beliebigen Daten. Beispielsweise der verwendete Datentyp (nummerisch, Text usw.) einer Spalte in einer Tabelle oder  Zusatzinformationen einer HTML-Seite im Header. Allgemein bezeichnet man mit Metainformationen Informationen über Informationen. Die Informationen sind beispielsweise die Daten auf einer Festplatte, die Meta-Informationen sind  dann (bei einem NTFS-Filesystem) die Daten in dem Master File Table (MFT); also Informationen darüber, wie und wo die Daten angeordnet sind: welche Dateien in welchen Blöcken. Das MFT enthält also Verwaltungsinformationen. 

Ein deutscher Satz, wie dieser, enthält seine eigentliche Information zwecks Mitteilung derselben. Das Wissen über den grammatikalischen Aufbau dieses Satzes, oder semantische, syntaktische und lexikalische Analysen enthalten Metainformationen.  Eine Meta-Metainformation wäre z. B. das Wissen über allgemeine Grammtik von Sprachen und deren semantischer, lexikalischer und syntaktischer Zusammensetzung: mit diesem Wissen kann man Sprachen verändern oder neue erfinden, oder man kann  in der Informatik einen Compiler mit einem Parser bauen für eine Computersprache. Rein theoretisch ginge dies auch mit einer natürlichen Sprache (wie Deutsch) für den Rechner, nur die ist nicht immer geeignet, bestimmte Aufgabenstellungen effizient  zu lösen bzw. sie ist für eine Umsetzung auf dem Rechner (noch) zu kompliziert und zu ressourcenintensiv. Bei einer natürlichen Sprache ist z. B. die Metainformation des semantischen Kontextes für eine Maschine nicht immer eindeutig.                                             
Siehe auch:    UML   Strukturierte-Analyse   XML-Schema   XUL   

  Megahertz

Hertz ist die Einheit für die Frequenz eines Signals. 1 Hz ist eine Schwingung pro Sekunde (1 Hz= 1s^-1 oder 1/s). Ein Megahertz sind 1 Million Schwingungen oder Vorgänge pro Sekunde.

Mit Hertz kann man auch beliebige sich  wiederholende Vorgänge wie die Taktung eines Prozessors messen. Ein Gigahertz sind eine Milliarde Schwingungen/Vorgänge pro Sekunde. Die Bezeichnung Hertz stammt von dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz (1857-1894).                                                       
Siehe auch:    Megabyte   CPU   FLOPS   TeraFLOPS   TFTPD-Dienst   

  GIPS

1 GIPS (Giga Instruction per Second) sind 1 Milliarde Instruktionen pro Sekunde. 1 GIPS ist ein Maß oder eine Benchmark für die Geschwindigkeit eines Prozessors.  Ein GIPS bedeutet, dass der Prozessor 1 Milliarde Maschinenbefehle pro Sekunde ausführen kann. 1 GIPS sind 1.000 MIPS.                                                       
Siehe auch:    MIPS   FLOPS   Gleitkommazahl   TeraFLOPS   

  Dhrystone

Ein Dhrystone ist ein Benchmark-Test zur Leistungsmessung von verschiedenen CPUs oder Compilern. Der Dhrystone Test arbeitet nur mit Integer-Operationen.  Es werden keine Gleitkomma-Operationen verwendet sondern hauptsächlich String-Operationen.                                                       
Siehe auch:    Benchmark   Whetstones   Gleitkommazahl   MIPS   FLOPS   CPU   

  Lexer

Ein Lexer ist ein lexikalischer Scanner, welcher beispielsweise in der Phase der lexikalischen Analyse von Compilern eingesetzt wird. Dabei wird eine Folge von Eingaben nach den Regeln einer regulären Grammatik in sog. Tokens umgewandelt.

Ein Token ist  eine lexikalische Grundeinheit welche von einem Parser bearbeitet wird: ein Textfragment mit einer grammatikalischen Bedeutung. In der Phase des Parsens wird das Token mit einem Terminalsymbol einer bestimmten Grammatik abgeglichen. Falls das Token zu  dem Terminalsymbol passt, kann die dazugehörige Regel dieser Grammatik umgesetzt werden. 

Der Scanner filtert aus dem Quellcode Schlüsselwörter, Operatoren, Konstanten und Bezeichner heraus. Er ist ein oft vorgeschalteter spezieller Parser, welcher Tokens  erkennt und mit dem jeweiligen Typ ausgibt, wonach der eigentliche Parser seine Arbeit aufnimmt.                                                 
Siehe auch:    Parser   Compiler   Interpreter   Semantik   Syntax   

  Linker

Ein Linker ist ein "Binder", welcher einzelne Programmteile zu einem ausführbaren Code verbindet. Der Prozess des Linkens erfolgt oft nach der Kompilation: damit einzelne Programmteile in einem lauffähigen Gesamtprogramm  verwendet werden können müssen symbolische Adressen von Funktionen und Variablen zu Speicheradressen umgewandelt werden.

Oftmals werden auch Programmbibliotheken verwendet: dies sind häufig benutzte, ausgelagerte Funktionen, welche vom Linker zum  Hauptprogramm hinzugefügt werden, falls diese dort gebraucht werden. Beim statischen Linken erfolgt der Linkvorgang während der Erstellung des Programmcodes. Die finale Version ist fertig "verlinkt". 

Beim dynamischen Linken wird der Linkvorgang erst während der Laufzeit des Programms ausgeführt. Bei Verwendung solcher dynamischen Bibliotheken spricht man von "Dynamic Link Library" (DLL) oder "Shared Library". Vorteile sind:  Austauschbare Programmbibliothek, geringerer Programmcode und mehrere Programme können die gleiche Programmbibliothek verwenden.                                                 
Siehe auch:    Compiler   Parser   Lexer   Interpreter   Datei-Endung-DLL   Quellcode   Programm