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  Weblog

Als Weblog bezeichnet man Internetseiten, welche meist zeitlich absteigend geordnete Einträge enthalten, seien es Tagebücher oder Erfahrungsberichte über das Surfen oder auch bestimmte Themenseiten,  wie Blogs für Geeks und Nerds oder Blogs die sich mit gesellschaftlichen, politischen und sozialen Diskussionen befassen. Betrachter dieser Weblogs können meist Kommentare abgeben oder Artikel diskutieren.  Weblogs bezeichnet man auch als "Blogs" und Autoren von Weblogs als "Blogger". Es gibt auch spezielle Suchmaschinen für Weblogs. Weblogs sind vergleichbar mit Newslettern oder Kolumnen, sie sind jedoch persönlicher. Sie selektieren  und kommentieren oft einseitig. Es gibt auch unterschiedliche Formen von Weblogs: Photoblogs veröffentlichen hauptsächlich Fotografien oder Handy-Kamerabilder (Moblogs). Werden Video-Sequenzen veröffentlicht, so heisst  der Weblog Video-Blog oder Vlog. Typisch für Weblog Publishing Systeme (WPS) ist, dass es mit ihnen leicht ist, Webseiten zu publizieren. Weblog Publishing Systeme sind einfache Content Management Systeme, die ein leichtes Einfügen  und Verändern von Inhalten für User ermöglichen, die kaum über Kenntnisse aus dem Bereich Web-Design verfügen. Anpassungen werden über Templates realisiert. Weblogs werden in die Nähe des Graswurzel-Journalismus gestellt.  Kommerzielle Blooger Seiten tauchten ab 2004 vermehrt auf. Sie werden von Online-Medien eingesetzt um auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. Setzen Firmen einen offiziellen Weblog an, so heisst er Corporate Blog. Bekannte Weblog Publishing Systeme sind:  WordPress, Drupal, LifeType, Serendipity, Nucleus WPS oder Textpattern. Man kann seinen Weblog auch bei einem speziellen Webloghoster einrichten. Vertreter sind: 20Six Weblog Service, blogger.com (von Google gekauft) oder twoday.net.  Blogger Seiten werden mehr und mehr dazu verwendet, um in nicht-freiheitlichen Staaten ein Gegengewicht zur offiziellen Meinung zu bilden und um gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Misstände offenzulegen. Beispiele hierfür sind der Iran  und China. Mit einem Permalink können aktuelle Weblog Links gebookmarkt werden. Dies ist notwendig, weil sich die Weblogs in ständigem Wandel befinden und somit das Auffinden von Seiten erschwert wird.                                       
Siehe auch:    Wiki   Graswurzel-Journalismus   CMS   Permalink   RSS   RDF   Browser   Wer-kennt-wen   

  Datenpaket

Ein Datenpaket ist eine Einheit in einem ISO-OSI-Modell (Internationale Organisation für Normung, Open System Interconnection), welches sich wiederum unterteilt in Daten und einen Header.  Der Header beinhaltet eine ID-Nummer, die Quell- und die Zieladresse sowie eine Prüfsumme. Manchmal wird ein Datenpaket unterschieden von einem IP-Paket oder IP-Datagramm. Datenpakete werden allgemein in paketorientierten Netzwerken versendet.  Der Kopfbereich (Header) von IPv4-Paketen ist in RFC 791 definiert. Er ist 32 Bit lang und enthält Angaben zu:
- Version (IPv4 oder IPv6)
- IP Header Length (IHL) 
- Type of Service (ToS: Priorität, Quality of Service (QoS))
- Länge des gesamten Paketes (Total Length: 16 Bit breit → maximal 65535 Bytes oder 64 Kibibyte) 
- Fragment Offset: dient der Verwaltung fragmentierter Pakete
- Lebensdauer eines Paketes (Time-To-Live, TTL): soll die Lebensdauer begrenzen, damit ein Paket bei
→ Fehlleitungen nicht ewig im Netz umherirrt und Ressourcen bindet,  heute oftmals als Hop-Count realisiert
- Angaben zur Quell- und Zieladresse
- einer Prüfsumme
- und Zusatzinformationen, welche Vorgaben für das Routing geben:
Strict Routing: ein kompletter Routing Pfad  ist vorgegeben
Free Routing: gibt eine Liste von Routern an, über die das Paket gehen soll
- einen Zeitstempel u.a.
Der Aufbau eines IPv6 Headers unterscheidet sich stark vom IPv4 Header. Obwohl  er eine grössere Adressinformation trägt (Länge der Ziel- und Quelladresse ist 128 Bit (bei IPv4 32 Bit) ist er nur 40 Byte lang. Er enthält keine Angabe über die Grösse und keine Prüfsumme.  Die Fragmentierungsmöglichkeit ist als eigener Header realisiert. Der IPv6 Header enthält einen 20-Bit grossen Bereich der Flow-Label genannt wird: es handelt sich dabei um eine Zufallszahl welche zusammen mit der Absenderadresse  einen Flow (Datenstrom) angibt. Mit Hilfe des Flow Labels kann ein Router anhand einer Hash-Tabelle schneller entscheiden, was mit dem Datenpaket geschehen soll. Der Flow Label erlaubt die Zuweisung eines Datenstroms der aus mehreren verbundenen  Datenpaketen mit demselben Sender und Empfänger besteht. Datenströme können nach Quality of Service  und Priorität extra von den Routern behandelt werden. Beispielsweise ist bei einer Multimedia-Konferenz mit einer Multicast Adresse möglich, getrennte Flows für Audio, Video und Grafiken zu realisieren.  Das 8-Bit Feld Next Header gibt den Typ des nachfolgenden Headers an: es kann sich um den das darüberliegenden TCP-Protokolls oder um einen Extension Header handeln (Header für  Fragmentierung, Routing, Authentifikation, Verschlüsselung oder Hop-by-Hop bzw. End-to-End Steuerung). Diese Header bilden eine Liste, der eine verweist auf den nächsten. Die Payload Length ist ein 16 Bit Feld und gibt die Länge des Datenteils  (Nutzdaten) an. Die maximale Grösse der Nutzdaten ist 65535 Byte. Für grössere Datenpakte ist ein Jumbogram im Extension Header vorgesehen: Datenpakete bis zu einer Grösse von 2 ^ 32 Byte (4096 Mebibyte) sind erlaubt.                             
Siehe auch:    OSI-Schichtenmodell   IPv4   IPv6   TCP-IP   IP-Adresse   IP-Fragmentierung   MTU   Autonomes-System