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  Transfer-Protocol

Netzwerk- bzw. Übertragungsprotokoll. Das Transfer-Protocol ist eine Vereinbarung, wie die Datenübertragung innerhalb eines Netzwerkes stattfindet.  In der Informationstechnologie wird dies von dem ISO/ITU-Komitee mit einem 7 Schichten-Modell, dem OSI-Schichtenmodell, festgelegt.  Bekannte Protokolle sind: TCP/IP, PPPoE, FTP, Telnet, IRC, HTTP, POP3, SMTP, IMAP4, Ethernet und Token Ring.                                                     
Siehe auch:    OSI-Schichtenmodell   ITU   FTP   HTTP   POP3   IMAP4   Open-Systems-Interconnection   TCP-IP   Token-Ring   Ethernet

  SLIP

SLIP bedeutet Serial Line Internet Protocol. SLIP ermöglicht es, über die serielle Schnittstelle, und damit über ein Modem, das Internet Protokoll TCP/IP zu betreiben. Über TCP/IP laufen alle im Internet verfügbaren Online-Dienste, z. B.:  ftp, telnet, talk, IRC, WWW, Gopher etc. Eine Variante von SLIP ist cSLIP (das "c" steht für compressed). Bei cSLIP werden die Header der gerouteten Päckchen nach dem Van-Jacobson-Verfahren komprimiert.                                                       
Siehe auch:    schnittstelle   TCP-IP   Modem   IP-Adresse   FTP   World-Wide-Web   protokoll   

  SMTP

Simple Mail Transfer Protocol. SMTP Ist ein Protokoll zum Austauschen von E-Mails. Für das Empfangen von E-Mails von einem Mailserver wird das POP3-Protokoll oder IMAP verwendet.  SMTP wird vorrangig zum Versenden und Weiterleiten von e-Mails eingesetzt. Dabei findet i.d.R. Port 25 für 'smtp' Verwendung. Zur besseren Authentifizierung des Benutzers kann auch Port 587 eingesetzt werden. Port 587 dient speziell der sicheren  Weiterleitung von Mails an einen anderen Mailserver.  Im ARPANET waren noch die Protokolle Mail Box Protocol und FTP-Mail im Einsatz, bis Jon Postel 1980 im RFC 772 vorschlug, den e-Mail Verkehr von FTP  zu entkoppeln. SMTP selber wurde dann 1982 unter RFC 821 veröffentlicht und setzte sich als Standard, auch gegen Unix to Unix Copy durch.  Der Mail User Agent (MUA) übernimmt bei SMTP die Abwicklung des E-Mail Verkehrs. Es handelt sich dabei um ein Mailprogramm, das Kontakt zu dem SMTP-Server aufnimmt (Mail Submission Agent, MSA). Der SMTP-Server übermittelt  die Mails über andere SMTP-Server (Mail Transfer Agents (MTA)) zum eigentlichen Bestimmungsort. Bekannte MTAs sind sendmail, qmail, exim oder Postfix. SMTP wandelte sich vom ASCII-Protokoll zum MIME-Protokoll, mit dem auch Binärdateien kodiert werden  können. SMTP war ursprünglich zum reinen Versenden von lokalen Mails zwischen Servern entwickelt worden, so dass ein einzelner Server auf Port 25 die Funktionalität von MSA und MTA übernahm. Jahre später kam der dedizierte Port 587 hinzu,  welcher die MSA-Funktion handhabte, so dass jetzt eine funktionale Trennung der Aufgaben zum Einspeisen von e-Mails und dem Weiterleiten unter SMTP-Servern möglich war.  SMTP ist ein textbasierters E-Mail Protokoll, bei dem eine zwingende Authentifizierung nicht stattfindet. Das bedeutet, dass keine sichere Bestimmung des Absenders möglich ist.                                       
Siehe auch:    ESMTP   POP3   IMAP4   E-Mail   E-Mail-Server   SMTP-Relay-Server   SMTP-Authentifizierung   Ray-Tomlinson   Jonathan-Postel   Requests-For-Comments

  UDP

User Datagram Protocol. Bei UDP werden im Gegensatz zu TCP keine festen Verbindungen aufgebaut (kein Handshake), sondern die Daten werden einfach in Form von Datagrammen (Paketen) übermittelt.  UDP wird im Allgemeinen nicht für die Übertragung von grösseren Datenmengen verwendet. Hierfür wird normalerweise eine TCP-Verbindung aufgebaut. Der Vorteil von UDP liegt darin, dass die einzelnen Datenpakete effizienter  aufgebaut sind als bei TCP und weniger Overhead (das sind Daten, die nicht zu den eigentlichen Nutzdaten gehören, sondern lediglich der Verwaltung und der Transportbewerkstelligung dienen) enthalten. Diese Verwaltungsdaten werden beispielsweise bei TCP  zur Erkennung von Übertragungsfehlern verwendet. Da UDP genau diese Funktion nicht bietet, entfallen also diese Daten.                                                   
Siehe auch:    TCP-IP   internet   IETF   IP-Adresse   IPv6   OSI-Schichtenmodell   protokoll   Anycast