Schnittstelle

Software-Schnittstelle
Eine Software-Schnittstelle stellt anderen Programm-Modulen oder Anwendungen Datenformate zur Verfügung, über welche die Ergebnisse des Moduls oder der Anwendung zur Weiterverarbeitung übergeben werden können. 

Hardware-Schnittstelle
Eine Hardware-Schnittstelle ist eine Verbindung des Computers mit den Peripheriegeräten z. B. Drucker oder Modem. RS232 ist beispielsweise  ein Schnittstellenstandard für serielle Schnittstellen. Weitere bekannte Schnittstellen sind: Centronics für Drucker,  FireWire, USB (Universal Serial Bus), iLink, iSCSI (internet Small Computer System Interface), Thunderbolt (Light Peak) und eSATA (External Serial ATA) für den Anschluss externer Geräte an einen Rechner. 

Zudem gibt es für Computer Hard- und Software mindestens eine  Mensch-Maschine-Schnittstelle (Human Interface),  wie z.B. Tastatur, Maus, grafische Benutzerschnittstelle oder spezielle Medien- und Game-Schnittstellen.   

API und Windows-API
Eine API-Schnittstelle (Application Programming Interface) ist eine genormte Schnittstelle über die der Programmierer auf Funktionen des Betriebssystems zugreifen kann.  Damit lassen sich häufig benutzte Funktionen, wie z. B. das Formatieren von Texten oder Darstellen von Fenstern, in einer zentralen API-Bibliothek, wie beispielsweise der Windows-API-Bibliothekssammlung DLL (Dynamic Link Library) unterbringen. 

Die Windows API (WinAPI) ist eine Bibliothek mit C-Funktionen, die als integraler Bestandteil der Windows-Entwicklungsumgebung zur Verfügung steht.  Die Windows-API ist Teil des Windows-Kernels. Eine API-Schnittstelle für Anwendungen mit grafischer Benutzeroberfläche bieten die Microsoft Foundation Classes (MFC). Die MFC ist ein Sammlung objektorientierter Klassenbibliotheken.                                   
Siehe auch:    API   Windows-API   SuperSpeed-USB   FireWire   iLink   SCSI   S-ATA-II   Centronics   SLIP   Thunderbolt


  Es wurden weitere Begriffe gefunden:


  SCSI
SCSI Karte SCSI Karte
Small Computer System Interface, SCSI umgangssprachlich auch Skasi ('scuzzy') genannt. Small Computer System Interface ist wie IDE (Integrated Device Electronics) ein Standard für eine Schnittstelle, die hauptsächlich bei Festplatten  Verwendung findet, allerdings ein sichereres Übertragungsprotokoll bietet. Zudem erlaubt diese Schnittstelle auch den Anschluss anderer Geräte als Festplatten, z.B. Drucker, Bandgeräte, Scanner und optische Laufwerke.  Es lassen sich maximal 8 bzw. 16 Geräte ansteuern.

SCSI ist ähnlich 'intelligent' wie IDE (parallel ATA) sowie gepuffert und basiert auf einer Peer-to-Peer Schnittstelle. Die physische Datenschicht wird abstrahiert. Es werden Hand-Shake Signale  zwischen den SCSI-Einheiten verwendet, bei SCSI-1 und SCSI-2 besteht die Möglickeit einer Paritätsfehlerüberprüfung. Ab SCSI-160 erfolgt eine zyklische Redundanzprüfung mit CRC32 sowie eine Domain-Validierung. 

Im SCSI-Protokoll ist eine Host-zu-Host Kommunikation, Host-zu-Peripherie-Einheit Kommunikation und eine Peripherie-Einheit zu Peripherie-Einheit Kommunikation vorgesehen. Die meisten SCSI-Einheiten sind jedoch SCSI-Targets, welche nicht selber als  SCSI-Initiatoren handeln können und damit keine SCSI-Aktionen starten können. Grundsätzlich ist es möglich, daß ein SCSI-Peripherie Gerät als SCSI-Initiator handelt. 

SCSI verfügt über einen auf den Laufwerken integrierten Controller, ist jedoch nach einem anderen Konzept als IDE aufgebaut. SCSI wird über einen SCSI-Host-Adapter  an den Systembus angeschlossen. SCSI ist nicht auf einen PC-Systembus wie ISA, EISA oder PCI beschränkt, da es auch Host-Adapter für Apple (Nubus) oder Sun (SBus) gibt. SCSI verfügt ursprünglich über 8-Bit und ein SCSI-Protokoll, wobei der Host-Adapter  als SCSI-Einheit ein Bit belegt. Die Busbreite variiert von 8 Bit (SCSI-1, SCSI-2, Differential SCSI, Ultra SCSI und Ultra-2 SCSI) bis 16 Bit (Wide SCSI, Ultra Wide SCSI, Ultra2 Wide SCSI, Ultra-160 SCSI und Ultra-320 SCSI). 

Der Datenaustausch kann zwischen 2 SCSI-Einheiten ohne die CPU erfolgen, oder zwischen Host-Adapter und Festplatte. Einer SCSI-Einheit ist eine Adresse zugeordnet. Diese ist über einen Jumper oder einen DIP-Schalter  (Dual In-line Package) eingestellt. Der Host-Adapter belegt i.d.R. die Adresse Nr. 7 (einstellbar im SCSI-BIOS-Setup). Bei der 1-Byte-wertigen Adresse entspricht Bit 0 der Adresse SCSI ID 7 und Bit 7 der Adresse SCSI ID 0.  Die Konfiguration der SCSI-Einheiten beinhaltet neben der Identifikation durch die ID-Nummer auch die Priorität der SCSI-Geräte. 

Davon zu unterscheiden ist die LUN (Logical Unit Number). Eine LUN wird von einem SCSI-Controller angesteuert, z.B. bei Verwaltung mehrerer Laufwerke in einem RAID-System. Der RAID-Controller stellt dann die Verbindung  zum SCSI-Bus her. Da einem sochen RAID-Controller mehrere Laufwerke zugeordnet sind, werden diese durch die LUN unterschieden.  Die LUN ist zusätzlich zur ID-Nummer konfiguriert. Um die Konfiguration zu vereinfachen und automatisieren wird SCAM (SCSI Configured Automatically) eingesetzt, daß sich jedoch in der Praxis nicht hat durchsetzen können. Ein SCSI-Strang  muss mit exakt 2 Terminatoren (ein Terminator für jedes physikalische Leitungsende) abgeschlossen werden. Auf der Seite des HBA besteht meist die Möglichkeit, eine Seite des Busses mit einem Steckterminator zu terminieren.  Am besten verwendet man aktive Terminatoren statt passive. Aktive Terminatoren sind bei LVD-Bussen (Low Voltage Differential) notwendig. SCSI-Einheiten werden über ein 50-poliges Flachbandkabel mit 50-poligen Steckern angebunden  Ab Ultra Wide SCSI gibt es 68-polige Kabel (auch bei Ultra2 Wide SCSI, Ultra-160 SCSI und Ultra-320 SCSI). Grundsätzlich möglich ist auch ein Kabel mit 25 gedrillten Leitungspaaren. Dabei muss eine Masseleitung stets um die Signalleitung gewickelt sein. 

Der SCSI-Controller befindet sich auf der SCSI-Einheit, die über einen Host-Bus-Adapter (HBA) an den System-Bus angeschlossen ist. Der HBA befindet sich entweder auf dem Mainboard oder wird über eine SCSI-Karte eingesteckt. 

Parallele SCSI-Schnittstellen
SCSI-1 (narrow SCSI), Fast SCSI, Wide SCSI, Fast Wide SCSI, SCSI-2, Ultra-SCSI, SCSI-3, Ultra-2 SCSI, Ultra2 Wide SCSI, Ultra-160 SCSI (Ultra3 SCSI), Ultra-320 SCSI 

Serielle SCSI Schnittstellen
SAS (Serial Attached SCSI), SSA (Serial Storage Architecture), SSA 40, FC-AL 1 Gb (Fibre Channel Arbitrated Loop), FC-AL 2Gb, FC-AL 4Gb, iSCSI (internet SCSI, 'eye-scuzzy'):  die Netzwerklösung welche TCP als Übertragungsprotokoll verwendet.

SCSI-Standards
SCSI-1, SCSI-2, SCSI-3 SPI (SCSI Parallel Interface), SPI-2, SPI-3, SPI-4.   

SCSI-Protokoll
Das SCSI-Protokoll stellt eine parallele Schnittstelle zur Verfügung zwischen den angeschlossenen SCSI-Einheiten (Peripherie) und dem Bus. In der SCSI-Terminologie erfolgt die Kommunikation zwischen dem SCSI-Initiator und  dem SCSI-Target, wobei der SCSI-Initiator Befehle an das Target sendet, welches dann antwortet. Befehle werden über einen Command Descriptor Block (CDB) gesendet. Der CDB besteht aus einem 1-Byte Befehlscode sowie einigen Kommandozeilenparametern.  SCSI-Protokolle flossen in die umfassende SCSI-3 Spezifikation ein, und wurden weiterentwickelt zu SAS (Serial Attached SCSI). SAS bietet eine serielle Schnitstelle (serial SCSI) und damit Geschwindigkeitsvorteile, Hot-Swapping-Fähigkeit und bessere  Fehlerisolierung. SAS löste Ultra-320 SCSI ab, welches auch aus diesem Grund nicht mehr zu Ultra-640 weiterentwickelt wurde.  Das SCSI-Protokoll verfügt über eine große Anzahl, auch von der SCSI-Technologie grundsätzlich unabhängiger Spezifikationen, wie einen eigenen Befehlssatz oder physikalische Beschaffenheiten der Bustechnologie und der Signalsteuerung. SCSI-Kommandos  wurden daher auch von anderen Übertragungstechnologien wie Fibre Channel, InfiniBand, iSCSI, ATAPI, FireWire, Serial Storage Architecture, SAS oder USB adaptiert. 
Siehe auch:    SCSI-Standard   Alan-Shugart   SCSI-Geschichte   SCSI-3-Architektur   Serial-Attached-SCSI   S-ATA   Host-Bus-Adapter   RAID   Festplatte   Adaptive-Active-Filtering

  Centronics

Centronics ist eine parallele Schnittstelle für den Drucker. Der Name der Centronics-Schnittstelle stammt von der gleichnamigen US-amerikanischen Firma.  Es handelt sich um eine 36-polige, parallele Schnittstelle, welche bidirektionale Kommunikation zwischen Computer und PC  ermöglicht. Auch andere Geräte wie Festplatten oder CD-ROM Laufwerke können an die Centronics Schnittstelle angeschlossen werden.                                                     
Siehe auch:    Drucker   CD-ROM   Festplatte   

  COMmunication

Hinter COMmunication verstecken sich serielle Schnittstellen, die von den meisten Betriebssystemen durch den COM-Port zur Verfügung gestellt werden. Vom BIOS werden meist die COM1- bis COM4-Schnittstellen verwaltet. Am COM-Port kann man  beispielsweise das Modem, eine externe ISDN-Karte bzw. ISDN-Anlage oder eine serielle Maus anschliessen.                                                       
Siehe auch:    Modem   Formfaktor   ATX   BIOS   ISDN   

  ISDN
ISDN Fritz Karte ISDN Fritz Karte
Integrated Services Digital Network. Digitaler Standard der Telekom für das Telefonnetz. Es werden alle Funktionen integriert: Sprach- und Datenübertragung.  Über das Telefonnetz können also nicht nur Telefongespräche, sondern auch Video- und Datendienste (Teletex, Datex, Telefax, Telemetrie usw.) übertragen werden. ISDN wird auch zur Datenübertragung (Internet) genutzt. Die theoretische Geschwindigkeit liegt  bei 64 KBit /s. Durch die Digitalisierung sind auch weitere Dienste möglich wie: Anklopfen, Rufnummerweiterleitung oder Konferenzschaltung. Die Sprachqualität und die Fehlerkorrektur sind besser.                                                     
Siehe auch:    ADSL   ADSL2   VDSL   VPN   

  PS-2

PS/2 war ursprünglich die Bezeichnung für eine PC-Serie von IBM. Diese Bezeichnung blieb für bestimmte Hardware-Komponenten übrig, wie der Anschluss für eine PS/2 Maus, den PS/2 Bus sowie die PS/2 -SIMMs mit einer 72-poligen Kontaktleiste. Letztere  erlauben einen 32-Bit Speicherzugriff.                                                       
Siehe auch:    IBM   SIMM   Maus   

  SAPI

Speech Application Programming Interface. SAPI ist eine Standard-Schnittstelle für Anwendungen, die Text in gesprochene Sprache umwandelt.                                                         

  TWAIN

Toolkit Without An Important Name. TWAIN Ist eine Standard-Schnittstelle für Scanner und Digitalkameras. Man spricht auch von TWAIN-kompatibel.  Eine weitere Namensauflösung ist Transmit Windows Advanced Interface oder Technology Without Any Interesting Name.                                                       
Siehe auch:    Scanner   Flachbettscanner   Digitalkamera   API