Windows

Windows ist die Bezeichnung für eine Betriebssystemreihe von Microsoft. Die Oberfläche arbeitet mit der Fenster-Technik (Window). Windows 3.1 war nur eine Ausbaustufe von DOS, während Windows 95, 98 und NT  eigenständige Systeme sind. Der Datenaustausch erfolgt mit Hilfe der Techniken DDE und OLE. Windows ist multi-taskingfähig und unterstützt Plug & Play. Eine automatische Geräteerkennung und eine Treiberdatenbank sind ebenfalls an Bord.  Integriert sind der Internet Explorer und der Windows Mediaplayer (WMP), was auch gerichtliche Streitereien zwischen Microsoft und den Kartellbehörden (in einigen US-Bundesstaaten und der EU) nach sich zog. Streitpunkt war die Ausnutzung der  Quasi-Monopolstellung, um den Netscape Navigator oder andere Konkurrenzprodukte in die Knie zu zwingen.

Windows 1.0 bis Windows for Workgroups 3.11
Windows 1.0 (1985) war die erste GUI für DOS und sehr stark DOS-orientiert, ebenso wie Windows 2.0  (1987). Windows 3.0 kam 1992 in die Läden und ist ebenfalls eine grafische DOS-Erweiterung, enthält jedoch schon soviele Elemente eines Betriebssystems, dass es als eigenständiges Betriebssystem auf DOS-Basis angesehen werden kann.  Windows 3.0 verfügt über einen Real Mode (Kompatibilitätsmodus für Windows 2.0 Anwendungen bzw. für eine 8086-Architektur), einen Standard Mode (für  die Intel 80826 Architektur) und einen Extended Mode (für die Intel 80386 Architektur: kooperatives Multitasking, Adressierung grösserer Speicherbereiche). Windows 3.0 mit Multimedia Extensions (1991) bot Media Erweiterungen für digitalen Sound,  CD-Player, Bildschirmschoner und eine erweiterte Uhr. Windows 3.1 (1992) war kommerziell sehr erfolgreich und beinhaltete eine 32-Bit Farbpalette, Sound-Unterstützung, TrueType Typos und eine OLE-Schnittstelle welche Drag & Drop unterstützte.  Windows for Workgroups 3.1 (1992) und 3.11 (1993) stellten Netzwerkschnittstellen und Netzwerksoftware zur Verfügung: ein Peer-to-Peer Windows-Netzwerk über ein Microsoft-proprietäres NetBEUI-Protokoll sowie ab 3.11 auch TCP/IP, Windows Sockets  (Winsocks) für den Internetzugang via Standardmodem mit AT-Befehlssatz von Hayes Communications.

Windows NT
Mit Windows NT (Versionen 3.1 (1993), 3.5 (1994), 3.51 (1995) und 4.0 (1996)) wurde ein neuer Kernel eingeführt (NT-Kernel) und zukünftige  Windows Versionen basieren auf dem NT-Kernel und nicht mehr auf MS-DOS: Windows 2000 (NT 5.0, 1999: Professional, Server, Advanced Server, Datacenter Server), Windows Server 2003 (NT 5.2: Standard Edition, x64 Standard Edition (2005),  Enterprise Edition, x64 Enterprise Edition, Datacenter Edition, x64 Datacenter Edition, Web Edition), Windows XP (Codename: Whistler: NT 5.1, 2001: Starter Center Edition, Home Edition, Home Edition N (ohne Windows Media Player) Professional,  Professional N, Media Center Edition, PE (Preinstallation Environment/XP-Kernel), XP-x64 Edition (2005), WinFLP (Microsoft Windows Fundamentals for Legacy PCs (2006): Thin-Client Versionen von XP, Codename: Mönch, Eiger), XP Embedded)  und Vista (NT 6.0, 2007)). Auch bei so genannten Embedded PC-Lösungen kommt Windows zum Einsatz.  Hierfür gibt es die speziell angepassten Versionen der Reihe Windows Embedded. Die Funktionsweise unterscheidet sich nicht sonderlich vom normalen Betriebssystem,  lässt sich aber ohne die standardisierte Tastatur, die Maus oder den Bildschirm bedienen. Zum Einsatz kommen diese Systeme zum Beispiel in Kassen, in Bankautomaten, in Autos oder auch Digitalkameras. Meist wird der Kunde gar nicht mitbekommen,  dass er mit dem Betriebssystem Windows arbeitet, da sich die Benutzeroberfläche so sehr vom heimischen Computer unterscheidet.  Die Architektur von Windows NT 4.0 besteht nach Angaben von Microsoft aus einem modifizierten Mikrokernel. Dieser stelle eine Kombination aus einer Mikrokernel-Architektur mit einem mehrschichtigen Betriebssystem dar. 

Windows 9x, Neuerungen bei NT, Windows 2000 und Windows XP
Microsoft verfolgte eine Weile noch neben der NT-Linie weiterhin die DOS-basierten Windows-Versionen  (Windows 9x, ME) aus Gründen der Kompatibilität und wegen der besseren Eignung für Spiele. Windows 95 ist weitestgehend ein 32-Bit Betriebsystem und beruht auf MS-DOS. Technische Eigenschaften sind präemptives Multitasking bei 32-Bit Anwendungen.  Obwohl Windows 95 mit GDI (Graphics Device Interface) über eine Grafik-Programmierschnittstelle verfügt gilt die GUI eher als grafische Erweiterung von MS-DOS. Die Dateisystemerweiterung VFAT erlaubt längere Dateinamen (255 Zeichen  inklusive Speicherpfad). Vor allem die GUI und das Startmenü inklusive Taskleiste wurden zum Vorgänger erweitert. Ein erweiterter Windows-Explorer wurde eingeführt und ab Windows 95B gibt es auch eine FAT32-Unterstützung.  Windows 98 untertützt ebenso präemptives Multitasking und ist auch wie Windows 95 ein 32 Bit-Betriebssystem, dass aber auch 16-Bit Anwendungen unterstützt. Windows 98 hat als Grundlage MS-DOS 7.1 (16-Bit) und führte die WDM-Treiberarchitektur  (Windows Driver Model) ein, bessere USB- und AGP-Unterstützung sowie Advanced Configuration and Power Management Interface (ACPI) zur Unterstützung mehrerer Monitore und die Möglichkeit zur Partitionierung von Festplatten mit Partitionen > 2 GB durch  FAT32. Weitere Neuerungen sind der Active Desktop, eine neuer Windows Explorer (Uniform Naming Convention, besseres Networking via Explorer-Adresszeile, Integration des Internet Explorers). Windows 98 SE (Second Edition) enthielt weitere Verbesserungen  wie eine bessere USB-Unterstützung und ein besseres Netzwerkmanagement (Internetverbindungsfreigabe (Internet Connection Sharing (ICS). Mit Windows XP (eXPerience) wurden die zwei Linien  (NT, MS-DOS) zusammengeführt. Neuerungen bei NT (New Technology) waren das Filesystem NTFS oder die Portabilität auf andere Systeme. NT-Nachfolger Windows 2000 führte ADS (Active Directory Service), Kerberos, EFS (Encrypting  File System), L2TP (Layer 2 Tunneling Protocol), IPSEC, ACPI (Advanced Configuration and Power Interface), SmartCard-Unterstützung und eine erweiterte Treiberdatenbank ein. Windows 2000 und Windows 98 benutzen das gleiche  Treibermodell (WDM, Windows Driver Model). Windows XP bietet eine neue Benutzeroberfläche (GUI) "Luna", eine überarbeitete Systemsteuerung, ein Werkzeug zur Systemwiederherstellung, ein erweitertes Startmenü, die Möglichkeit zur Fernwartung über  Terminal Services (Remote Desktop Protocol (RDP)), NTFS 3.1, neue Funktionen zur Multimediadatenbearbeitung und -verwaltung uvam. Weitere Windows Version sind Windows Vista (ehemals Codename Longhorn) und Windows 7 sowie Windows 8 (2012).
Siehe auch:    Windows-Vista   Windows-7   Windows-8   FAT   NTFS   MS-DOS   Win-ini-und-System-ini-Datei   Mikrokernel   Active-Directory-Service   ReactOS


  Es wurden weitere Begriffe gefunden:


  Windows-Vista

Windows Vista (ehemals Codename Longhorn) kam 2007 auf den Markt.

Trusted Computing und NGSCB
Das ursprünglich geplante erweiterte Rechtemanagement (Digital Rights Management (DRM)) und Trusted Computing Konzept bzw. Sicherheitskonzept  Next Generation Secure Computing Base (NGSCB, ehemals Codename Palladium) wurde wegen massiver Kritik seitens der Anwender und beteiligten Firmen und Organisationen nicht verwirklicht. 

Neues in Vista: WPF, WCF, WinFX und .NET Framework 3.0
In Vista integriert sind jedoch: die Windows Presentation Foundation (WPF, ehemals Avalon), ein Nachfolger der grafischen API GDI  (Graphics Device Interface): die WPF ist eine Präsentations-Programmierschnittstelle (API) für Windows und ein Framework für Grafiken, Video, Audio und Bilder, das direkt auf DirectX aufsetzt. Die Windows Communication Foundation  (WCF, Codename Indigo) ist eine dienstorientierte Kommunikationsplattform für verteilte Anwendungen, in der verschiedene Technologien unter einer API zusammengefasst werden. Bestandteil von Windows Vista ist das .NET Framework 3.0 mit WinFX.  WinFX (Windows Frameworks) ist eine Sammlung von Windows-Klassenbibliotheken und eine Windows-Programmierschnittstelle. Es war ursprünglich die Bezeichnung für die Programmierschnittstelle von Windows Vista,  die die alte Win32-API ablösen sollte. WinFX wurde jedoch neben Windows Vista auf weitere Windows-Versionen ausgedehnt, wie Windows XP und Windows Server 2003, so dass anstatt das .NET Framework abzulösen die WinFX Funktionen  in das .NET-Framework 3.0 integriert wurden. Bestandteile sind: WCF, WPF, Windows Workflow Foundation (WF) und Windows CardSpace (WCS), ehemals Infocard. 

Nicht integriert: EFI und WinFS
Das Extensible Firmware Interface (EFI) als Nachfolger des BIOS wird vorerst nicht integriert sein.  Das neue Dateisystem WinFS (Windows Future Storage) wird nicht für Vista angeboten. WinFS wurde eingestellt. Einige Innovationen aus WinFS fliessen jedoch in Vista und den SQL Server 2008 (Katmai, SQL Server 10.0) ein.    Sie wertet Vista optisch auf (Transparenzeffekte, 3D-Grafiken, Animationen), benötigt jedoch viel Arbeitsspeicher.  Aero steht für Authentic, Energetic, Reflective und Open. Da diese GUI (Graphical User Interface) sehr ressourcenintensiv ist, gibt es eine Einsteigerversion von Vista für Computer mit weniger Speicherressourcen (RAM, Grafikkarte).  Diese heisst Aero Basic und wird in Vista Home Basic ausgeliefert. Aero Basic weist lediglich Designänderungen zu XP auf. Aero Glass ist jedoch in allen Versionen abschaltbar. Die Grafische API DirectX 10 wird nur in Vista verfügbar sein. 

Vista Versionen
Es gibt 8 Varianten von Vista: 7 für Europa und 5 Ausbaustufen für die restlichen Industrieländer und eine reduzierte Variante für Schwellenländer (Vista Starter).  Speziell für Privatanwender sind 3 Versionen verfügbar: Vista Home Basic als Einstiegsversion mit Aero Basic, Vista Home Premium mit Aero Glass und Multimedia Funktionen als  Ablösung von XP Media Center Edition und Tablet PC Edition, sowie Vista Ultimate Edition, die zusätzlich zu  den Home Premium Funktionen Unternehmensfunktionen bietet. Für Firmen wird es Vista Business als Ersatz von XP Professional geben.  Die Version Vista Enterprise richtet sich an Grossunternehmen und ist mit Virtual PC, der Festplattenverschlüsselung BitLocker und der Option Unix-Anwendungen laufen zu lassen, ausgestattet. Alle Varianten werden in 32- und 64-Bit Versionen angeboten.  Günstigere Versionen von Windows Vista gibt es in den System Builder Versionen. Diese kommen als DVD mit Key und dünnem Begleitheft. Der Produkt-Support ist eingeschränkt.                   
Siehe auch:    Dot-NET-Framework-3-0   Dot-NET   Windows-Communication-Foundation   Windows-Presentation-Foundation   WinFX   NTFS   DirectX   NGSCB   Extensible-Firmware-Interface
Link: http://www.microsoft.de


  Dot-NET

.NET ist eine Entwicklungsplattform von Microsoft. Folgende Attribute beschreiben deren Strategie: Modularität, Wiederverwendbarkeit, Plattformunabhängigkeit, Sprachunabhägigkeit, Selbstbeschreibung sowie Internetausrichtung und -technologie. 

Common Language Runtime, WinFX und Common Language Infrastructure
Die .NET-Plattform besteht aus einer Laufzeitumgebung (die Common Language Runtime, CLR),  einer Sammlung von Klassenbibliotheken (WinFX bzw. Framework Class Library (FCL)), den unterstützenden Programmiersprachen, der grafischen Entwicklungsumgebung  Visual Studio, sowie einer Reihe von Diensten. Das .NET-Framework ist eine Spezifikation der Common Language Infrastructure (CLI), einem ECMA-Standard (European Computer Manufacturers Association)  für sprach- und plattformunabhängige Anwendungsentwicklung und -ausführung.

.NET-Geschichte und .NET-Strategie
Die .NET-Strategie entwickelte sich in den 90er Jahren aus der Gefährdung der Vorherrschaft von  Microsoft in PC-Schlüsseltechnologien durch die plattformunabhängige Programmiersprache Java von Sun Microsystems.  Eine eigene Java-Version von Microsoft gefährdete die Plattformunabhängigkeit von Java und wurde zudem von Sun gerichtlich unterbunden. Die .NET-Strategie sollte die Unabhängigkeit von Microsoft wieder herstellen und als  plattformunabhängige Entwicklungsumgebung gegen Java antreten. Zudem sollten veraltete Technologien wie COM und DCOM sowie API-Aufrufe auf der Windows-Plattform ersetzt werden. Software, welche im Rahmen der .NET-Umgebung erstellt wurde, läuft  plattformunabhängig auf internetfähigen Geräten, indem der Code mehr als bisher abstrahiert wird und unabhängiger von der verwendeten Sprache gehalten wird. 

.NET-Sprachen und Common Intermediate Language
Dies wird erreicht, indem die Common Language Runtime sprachübergreifend funktioniert, da  angepasste Programmiersprachen wie C#, C++.NET oder Visual Basic.NET zuerst in einen Zwischencode, der Common Intermediate Language (CIL), ehemals Microsoft Intermediate Language (MSIL) und dann erst zur Laufzeit von einem Echtzeitcompiler  (Just-in-Time Compiler) in lauffähigen Sourcecode umgewandelt wird. 

Managed-Code
Programme die innerhalb der CLR laufen werden als "managed" bezeichnet, alle anderen als "unmanaged". Die Interop-Technik ermöglicht es, alte COM-Programme mit .NET-Hüllen zu  versehen und sie wie .NET-Klassen aufzurufen oder vice versa: .NET-Klassen als COM-Klassen aufrufen. Implementiert sind gleich 3 Konzepte: Web-Services, .NET Remoting Services und die .NET Enterprise Services.                               
Siehe auch:    Dot-NET-Framework-3-0   CLR   WinFX   JIT-Compiler   C-Plus-Plus-CLI   Managed-C-Plus-Plus   Windows-Communication-Foundation   Component-Object-Model   ASP-Dot-NET   Mono

  Windows-Presentation-Foundation

Die Windows Presentation Foundation (WPF, Codename Avalon) ist eine neue Präsentations-Programmierschnittstelle (objektorientierte GUI-API von WinFX)  für Windows. Sie wird in Windows Vista eingeführt und wird auch für Windows XP und Windows 2003 Server verfügbar sein. WPF ist der  Nachfolger von GDI/GDI+ (Graphics Device Interface) und bildet ein Framework für 2D- und 3D-Grafiken, Video, Audio und Bilder. WPF setzt direkt auf DirectX auf und ermöglicht damit die Hardwarebeschleunigung. Effekte,  die früher nur von Games bekannt waren, können auf die grafische Benutzeroberfläche von Windows übertragen werden. Mit der Windows Presentation Foundation soll die alte Win32-API schrittweise abgelöst werden. Eingeführt wurde XAML (eXtensible  Application Markup Language), eine auf XML basierende Beschreibungssprache zur Erstellung von Oberflächen der WPF  und damit Grundlage des .NET Framework 3.0. Abgeleitet von XUL (XML User Interface Language), ermöglicht es XAML Oberflächenelemente hierarchisch anzuordnen und  somit Programmlogik und Oberfläche zu trennen. Die Kombination xon WPF, XAML und .NET ermöglicht eine zentrale Entwicklung, Verteilung und sichere Darstellung jeglichen Inhalts auf der Betriebssystem-GUI und dem Browser.  Die WPF ist Teil von WinFX und damit auch des .NET Frameworks 3.0. Mit Silverlight (WPF/E, Windows Presentation Foundation/Everywhere) existiert eine ebenfalls XAML-basierte, stark reduzierte Version der WPF, die als Browser Plug-In erhältlich  ist. Silverlight ist eine Webpräsentationstechnik und steht in Konkurrenz zum Adobe Flash-Player.                                         
Siehe auch:    Dot-NET   Dot-NET-Framework-3-0   WinFX   Windows-API   API   XAML   XML   Grafikkarte   Windows-Vista   Silverlight

  SID

Security ID. SIDs werden von Microsofts Windows NT und Windows 2000 für die interne Identifikation von Benutzern und Benutzergruppen verwendet. Bei der Rechtevergabe wird also nicht der Name des Benutzers, sondern seine ID benutzt. Dieses  Verfahren wird auch bei Microsoft Exchange Server eingesetzt. Die SID setzt sich aus fünf Bestandteilen zusammen: die SID-Typbezeichnung, die Revisionsnummer (bei Windows NT und 2000 immer eine 1), die Identifier Authority (bei Windows NT immer eine 5),  die Domain ID (ist ein Hexadezimal Wert. Er indentifiziert die Domäne, in der sich der Benutzer befindet. Dies ist bedeutend beim Active Directory von W2K), und letztlich die Relative ID, ein Hexadezimalwert für die Benutzerkennung.                                                     
Siehe auch:    windows   Active-Directory-Service   W2K   Security-Accounts-Manager   

  Mount-Rainier

Der Mount Rainier Standard soll es ermöglichen, Daten auf optische Medien (CD/DVD) zu brennen wie bisher auf Disketten.  Dies geschieht einfach über das Betriebssystem Windows, ohne über eine spezielle Brennsoftware zu gehen. Dazu wird ein  Mount-Rainier-fähiger Brenner benötigt. Mount Rainier verwendet ein neues Dateisystem, das auf UDF (Universelles Datenträger Format) basiert.  UDF (Universal Disk Format) ist ein von der Optical Storage Technology Association (OSTA)  entwickeltes und spezifiziertes, vor allem bei DVD (Datenträgern) verwendetes, plattformunabhängiges Dateisystem, welches zukünftig das ISO 9660-Format ablösen soll. UDF wurde als ISO 13346 standardisiert.  Es ist auch auch unter dem Namen ECMA-167 bekannt. Das UDF-Format bietet eine Unterstützung für Packet-Writing. Mit Packet-Writing ist es möglich, ein beschreibbares optisches Medium genauso wie eine Wechselfestplatte oder einen USB-Stick zu benutzen.  Die Kompatibilität von UDF-Datenträgern zu ISO 9660 ist durch DVD MicroUDF mit einem ISO 9660 Level 3 Layer möglich; die dadurch erzeugte UDF/ISO-Bridge-Disc kann dann sowohl als UDF-Datenträger als auch als Standard ISO-Datenträger  verwendet werden.  Die Microsoft Zentrale liegt am Fusse des Berges Mount Rainier, ebenso in Redmond ansässig sind Nintendo und AT&T Wireless.                                         
Siehe auch:    CD-Brenner   CD-R   CD-RW   UDF   Packet-Writing   

  Active-Directory-Service

Ab Windows 2000 setzt Microsoft den Active Directory Service (ADS) ein. Es handelt sich um einen objektorientierten Verzeichnisdienst. Beim Active Directory werden, ähnlich wie in einem Telefonbuch (Zuordnung von Nummern zu Personen),  Netzwerkobjekten Eigenschaften zugeordnet und administriert. In einer verteilten, hierarchischen und skalierbaren Datenbank werden alle Ressourcen des Netzes (Server, Workstations, Drucker, Benutzerkonten, Router usw.) von einer Stelle aus verwaltet.  Dabei handelt es sich um eine Jet Blue Datenbank. Die Jet Blue DB entstammt der Microsoft Jet Engine, einer relationalen Datenbank Engine für Windows. Die Jet Blue DB ist ein transaktionsorientiertes RDBMS welches Write-Ahead-Logging benutzt. 

Bestandteile des ADS
Zentrale Bestandteile des ADS sind: LDAP-Verzeichnisdienst, Kerberos, das Common Internet File System (CIFS, erweiterte Version  von Server Message Block, SMB) und das Domain Name System (DNS). Kerberos dient zur Authentifizierung und  vergibt Ticket Granting Tickets (TGT). Ein TGT ermöglicht dem Benutzer ein Service Ticket für einen Netzwerkdienst zu erhalten. Dies geschieht im Hintergrund nach einer einmaligen Passwortabfrage. Das CIFS-Protokoll dient zur Ablage von Dateien im  Netzwerk. Zum Identifizieren von Ressourcen wird auf DNS (Domain Name System) bzw. Dynamisches DNS (DynDNS, DDNS) zurückgegriffen. In ADS ist DNS und TCP/IP integriert. Es erweitert DNS um sog. Service-Einträge (SRV-Records). Damit  werden wichtige Dienste ermittelt, wie z. B. Domänencontroller oder der globale Katalogserver, welcher zum Suchen im ADS benötigt wird. Neu bei ADS ist, dass auch Programme auf dieses Verzeichnis zugreifen können.  ADS arbeitet nach einer bestimmten Struktur: Gesamtstruktur (Forest), Bäume (Trees), Domänen und Organisatorische Einheiten (Organizational Units, OUs). Dadurch ergeben sich automatisch bidirektionale und transitive Vertrauensstellungen:  Objekt A vertraut Objekt B, Objekt B vertraut Objekt C → damit vertraut Objekt A auch Objekt C. In einem Schema werden alle Objekte (Benutzer, Rechner, Drucker) und deren Attribute abgebildet. Dieses  Schema wird bei allen Domänencontrollern einheitlich verwendet und ist dort in Form eines Forest abgebildet. Der jeweilige Administrator kann die Attribute des Schemas über die Microsoft Management Console (MMC) anpassen.  Ab Windows Server 2008 heisst ADS Active Directory Domain Services (ADDS).                                   
Siehe auch:    DNS-Server   Nameserver   Security-Accounts-Manager   Kerberos   LDAP   DynDNS   Server-Message-Block-Protocol   Common-Internet-File-System   B-Baum   Duet

  Win-ini-und-System-ini-Datei

Win.ini ist eine Initialisierungsdatei des Betriebssystems Windows von Microsoft. Sie enthält Informationen, die für die Software des Rechners wichtig sind.  Die System.ini enthält hardwarerelevante Daten. Diese beiden Dateien stammen von Windows 3.x. In Windows 9x wird  auf die Registry zurückgegriffen. Enthalten sind die Dateien trotzdem aus Gründen der Kompatibilität. Beim Hochfahren von Windows wird der Inhalt dieser Dateien ausgelesen. Diese Informationen werden auch von installierten Programmen verwendet.                                                     
Siehe auch:    windows   Microsoft   Bill-Gates   Ini-Datei